Interview

Simon Stad­ler über Leich­tig­keit, Poli­tik und musi­ka­li­sche Frei­heit

Simon Stadler spricht im Interview mit "KLiCK"-Kärnten über sein Album „Ohne Last“, das mit einer beschwingten Leichtigkeit für mehr Sorglosigkeit plädiert und zugleich klare politische Positionen bezieht. Was möchte er den Zuhörern damit vermitteln? Im Gespräch gibt er spannende Einblicke in seine Intentionen und Gedanken.

Simon Stad­ler über Leich­tig­keit, Poli­tik und musi­ka­li­sche Frei­heit Simon Stadlers zweites Album trägt den Titel „OKAY“ und plädiert für mehr Sorglosigkeit.

© Isabella Kollmann/ Sepp Kollmann

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“KLiCK“Kärnten: Simon, dein Debüt­al­bum trägt den Titel „Ohne Last“. Es kommt leich­fü­ßig daher und plä­diert für mehr Sorg­lo­sig­keit, bezieht zugleich aber kla­re
poli­ti­sche Posi­tio­nen. Was woll­test du den Zuhö­rern damit ver­mit­teln?

Simon: „Ohne Last“ heißt mein Debüt­al­bum. Mein zwei­tes, aktu­el­les Album trägt den Titel „OKAY“ und es behan­delt genau die The­men, die du hier ange­spro­chen hast. Genau die­sen Spa­gat an Emo­tio­nen woll­te ich mit mei­nen neu­en Lie­dern aus­lö­sen. Die Zei­ten sind hart und da ist es wich­tig, dass man Lie­der macht, die die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer aus dem All­tag holen und ablen­ken. Genau­so wich­tig ist es aber mei­ner Mei­nung nach, mit dem ein oder ande­ren Titel etwas zu sagen, wo die Men­schen auf­hor­chen.

“KLiCK“Kärnten: Aktu­ell steht ja die EU-Wahl an: Inter­es­sierst du dich eigent­lich für das poli­ti­sche Gesche­hen im Land?

Natür­lich ver­fol­ge ich das. Ich bin zwar kein poli­tisch den­ken­der Mensch, aber mache mir mei­ne eige­ne Mei­nung über die ein oder ande­re Par­tei und ver­su­che her­aus­zu­fil­tern, was wirk­lich hin­ter den „lau­ten“ Wor­ten einer Poli­ti­ke­rin oder eines Poli­ti­kers steht. Ich behand­le die­se Gedan­ken dann in mei­nen Tex­ten.

“KLiCK“Kärnten: Eine dei­ner größ­ten Inspi­ra­tio­nen ist und bleibt Udo Jür­gens. Was macht dei­ne Fas­zi­na­ti­on für ihn aus?

Sein uner­müd­li­cher Wil­le, die Welt mit sei­nen Lie­dern etwas zu ver­bes­sern und sei­ne enor­me Boden­stän­dig­keit, die er bis zum Schluss nie ver­lor. Er war ein wun­der­ba­rer Mensch und Künst­ler, des­sen Lie­der (vor allem die, die im Schat­ten sei­ner Hits ste­hen) heu­te wie­der völ­lig aktu­ell sind. So jeman­den kann man nicht genug schät­zen.

“KLiCK“Kärnten: Hast du eigent­lich Angst, ähn­lich wie Jür­gens in die Schla­ge­r­ecke gestellt zu wer­den?

Angst ist das fal­sche Wort. Ich bin eigent­lich froh über jedes Gen­re, das sich mei­ner Lie­der annimmt. Wobei ich mit mei­ner Musik aber gleich­zei­tig zwi­schen allen Stüh­len sit­ze. Dass ich kei­nen „klas­si­schen Schla­ger Sound“ mache und in mei­nen Tex­ten mehr zu sagen habe als: „war­um bin ich so allein, muss das so sein, mir hilft kein Schwein etc. …“ ist den Leu­ten, glau­be ich, klar. Ich fin­de die Leich­tig­keit des Schla­gers wun­der­bar, aber ich glau­be, dass ich als Inter­pret nicht dafür gemacht wäre.

 

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Simon Stad­ler mit Freund, Men­tor und “Ent­de­cker” Kon­stan­tin Wecker.
© Isa­bel­la Kollmann/ Sepp Koll­mann

“KLiCK“Kärnten: Dein Idol – Kon­stan­tin Wecker – hat dich schließ­lich ent­deckt und für ein Debüt­al­bum gewon­nen. Wie war das für dich?

Das war ein Traum von mir, von dem ich nie ernst­haft erwar­tet habe, dass er sich erfüllt. Es ist schwer, das Gefühl zu beschrei­ben, wenn sich ein Mensch bei dir zurück­mel­det, den man schon von Kin­des­bei­nen an ver­folgt und bewun­dert. Er hat mich unter sei­ne künst­le­ri­schen Flü­gel genom­men und gibt mir in Form sei­nes Labels „Sturm & Klang“ die Mög­lich­keit, mei­ne eige­ne Musi­ka­li­tät aus­zu­drü­cken. Mei­ne Lie­der haben dadurch eine Insel gefun­den, die sich rich­tig anfühlt und auf der ich unglaub­lich gern ver­wei­le, solan­ge sie mich lässt. Abge­se­hen davon ist es total amü­sant und inspi­rie­rend, mit Kon­stan­tin unter­wegs zu sein und ich schät­ze sei­ne Ein­stel­lung der Welt und dem Leben gegen­über!

 

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“KLiCK“Kärnten: Wel­che musi­ka­li­schen Pro­jek­te hast du in nähe­rer Zukunft noch so geplant?

Ich arbei­te gera­de gemein­sam mit Iri­na Lopin­sky und Andre­as Ickels­hei­mer an einem Thea­ter­stück von Georg Kreis­ler. „Heu­te Abend: Lola Blau“ heißt das Musi­cal und da spie­le ich neben Iri­nas Haupt­rol­le, sechs oder sie­ben klei­ne Rol­len und beglei­te das Gan­ze dabei am Kla­vier. Das macht gro­ßen Spaß, auch mal wie­der mit Schau­spiel und die­ser wahn­sin­ni­gen Musik von Kreis­ler auf der Büh­ne zu ste­hen. Wir spie­len das Stück übri­gens heu­er zum ers­ten Mal in einer Serie von acht Vor­stel­lun­gen. Von Juni bis Sep­tem­ber 2024 auf dem Heun­burg Thea­ter hier in Kärn­ten.

“KLiCK“Kärnten: Wo trifft man dich abseits der Musik? Wel­che Hob­bys, Lei­den­schaf­ten hast du noch?

Ich schwim­me sehr gern, also bin ich, wenn ich nicht gera­de im Ton­stu­dio sit­ze oder auf einer Büh­ne ste­he, sicher­lich des Öfte­ren irgend­wo im See.

 

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Wer Simon Stad­ler live erle­ben möch­te: Der Musi­ker tourt aktu­ell durch Kärn­ten.
© Ger­not Gleiss
21.05.2024 19:00
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Simon Stad­ler über Leich­tig­keit, Poli­tik und musi­ka­li­sche Frei­heit Simon Stadlers zweites Album trägt den Titel „OKAY“ und plädiert für mehr Sorglosigkeit.

© Isabella Kollmann/ Sepp Kollmann