Volksbefragung
Für unsere Zukunft mit “Nein” stimmen
Am 12. Jänner heißt es für die Kärntnerinnen und Kärntner eine wichtige Entscheidung für die Energiezukunft unseres Bundeslandes zu treffen.
Am kommenden Sonntag, dem 12. Jänner 2025, sind alle wahlberechtigten Kärntnerinnen und Kärntner aufgefordert an einer Volksbefragung teilzunehmen, bei der es um ein generelles Verbot von Windkraftanlagen in unserem Bundesland, also auf unseren Kärntner Bergen geht. Eines erscheint dabei wohl sonnenklar. Ein von den Initiatoren gefordertes Totalverbot für die Windkraft würde den Ausbau erneuerbarer Energien in Kärnten und somit auch die enorm wichtige Energiewende für immer blockieren und damit nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Unabhängigkeit und den Wohlstand unserer Region massiv gefährden.
Über den Tellerrand hinausschauen
Die Initiatoren dieses Volksbegehrens informieren nur mangelhaft über die wahren Hintergründe dieser Volksbefragung, denn in Wirklichkeit wird damit wohl der Versuch gestartet den Fortschritt in unserem Bundesland ganz entscheidend und aus rein opportunistischen Gründen einfach aufzuhalten. Bei dieser Abstimmung geht es also nicht wirklich um ein paar Windräder auf unseren Bergen, sondern um eine Grundsatzentscheidung, welche die Zukunft von uns allen und die Zukunft nachfolgender Generationen entscheidet. Zukunft lässt sich aber nicht verbieten und schon gar nicht mit einer gezielten Kampagne. Alle verantwortungsbewussten Kärntnerinnen und Kärntner sind deshalb aufgefordert im Interesse von uns allen bei der Abstimmung über den Tellerrand hinauszuschauen.
10 wichtige Argumente für die Windkraft
1) Windenergie ist kostenlos. Wind ist ein kostenloser „Energierohstoff“ für die Stromerzeugung, direkt vor unserer Haustür. Wind gehört uns, wir müssen ihn nicht importieren. Mit Wind erzeugen wir unseren eigenen Strom mit einem Rohstoff, den die Natur uns gibt.
2) Wind wird es immer geben. Wind wird immer vorhanden sein. Fossile Rohstoffe dagegen haben ein klares Ablaufdatum. Auch der Klimawandel fordert eine rasche Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger. Wind & Co liefern genug saubere Energie, ohne Umweltverschmutzung und ohne Ressourcenverschwendung.
3) Hohe Effizienz. Auch in Teilen Kärntens herrschen hervorragende Windverhältnisse. Das ermöglicht die bestmögliche Nutzung der Windkraft für eine effiziente und kostengünstige Stromproduktion.
4) Strom für tausende Haushalte. Eine einzige Windkraftanlage mit drei Megawatt Leistung erzeugt pro Jahr sauberen Strom für den Verbrauch von mehr als 2.000 Haushalten. Moderne Windkraftanlagen mit sieben Megawatt Leistung erzeugen pro Jahr sogar Strom für den Verbrauch von bis zu 5.200 Haushalten. Ein einziges Windrad ist also in der Lage eine große Gemeinde mit Strom zu versorgen.
5) Winterlücke schließen. Windkraft verfügt zweifelsfrei über das Potential die sog. “Winterlücke” zu schließen. Namhafte Experten definieren Windkraft als einzige erneuerbare Energie, welche überwiegend in der kalten Jahreszeit zur Verfügung steht und daher dazu beitragen kann, den erhöhten Energiebedarf im Winter abzudecken.
6) Wertschöpfung. Mit Windstrom bleibt ein Großteil der Wertschöpfung im eigenen Land. Über die 20-jährige Lebensdauer einer Windkraftanlage gerechnet kommen österreichischen Unternehmen aus vielen unterschiedlichen Branchen rund 50 Prozent der gesamten Projektkosten zugute.
7) Aktiver Klima- und Umweltschutz. Der saubere Windstrom liefert einen enorm wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Allein in Österreich vermeidet Windstrom jährlich mehr als 4,5 Millionen Tonnen CO2, das ist ungefähr so viel, wie 1,8 Mio. Autos ausstoßen.
8) Sauberer Strom. Bei der Stromerzeugung aus Windkraft gibt es keine Abgase, Abfälle oder Abwässer. Es fallen keine zusätzlichen Kosten für die Beseitigung eines Kraftwerksmülls oder von Umweltschäden an, wie das bei Kohle- und Atomkraftwerken stets der Fall ist.
9) Lebenszyklus und Wiederverwertung. Wenn ein Windrad nach mindestens 20 Jahren seinen Lebenszyklus vollendet hat kann es rasch und umweltverträglich wieder abgebaut werden. Die Anlage wird entfernt und die grüne Wiese wiederhergestellt. Zusätzlich können viele Bestandteile des Windrades wiederverwertet werden.
10) Unabhängigkeit. Die Nutzung der Windkraft macht uns unabhängig von Energieimporten. Der forcierte Ausbau der Windenergie ist daher eine Investition in die Zukunft, die auf lange Sicht volkswirtschaftlich mehr bringt, als sie kostet.
Warum auch Kärnten Windkraft braucht
Kärnten ist die Nummer vier in Österreich beim Windpotenzial. Damit die Energiewende gelingen kann, muss auch unser Bundesland seine Chancen nutzen. Ein ausgewogener Mix aus Wasser‑, Wind- und Sonnenkraft, aus Biomasse und Wasserstoff, macht Kärnten unabhängiger und sicherer.
Kärnten wird nicht zugepflastert
Entgegen anderslautenden Kommentaren von Verbots-Befürwortern wird Kärnten keinesfalls mit Windkraftanlagen zugepflastert werden. Die Kärntner Landesregierung bekennt sich vollinhaltlich zum verantwortungsvollen Umwelt‑, Natur- und Landschaftsschutz mit dem Ziel einer Klimawende im Einklang mit Menschen, Natur und Landschaft herbeizuführen. 46 Windräder sind in unserem Bundesland schon genehmigt, 14 davon sind bereits in Betrieb. Maximal doppelt so viele sollen es im Endausbau sein.
Nur in wenigen Regionen sinnvoll
Zukünftige Windkraftanlagen werden wahllos auf Kärnten aufgeteilt, so manche nicht nachvollziehbare Statements von Windkraft-Gegnern. Das genaue Gegenteil ist der Fall, denn das vorhandene Windkraftpotential beschränkt sich auf wenige Regionen in Kärnten. Lediglich sieben Kärntner Gemeinden mit dementsprechend hoch gelegenen Flächen kommen überhaupt dafür in Frage (Friesach, Metnitz, Hüttenberg, Reichenfels, Preitenegg, St. Georgen/Lavanttal, Lavamünd). In anderen Regionen wären Windräder weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Demzufolge ist die Einbindung weiterer Regionen auch keinesfalls geplant. Von einem oft kolportierten “Schreckgespenst” mit hunderten Windrädern kann also keine Rede sein.
Kärnten energieunabhängiger machen.
Mit “NEIN” stimmen!
Die sanfte Einbindung der Windkraft in einen sinnvollen Energiemix macht unser Bundesland also energieunabhängiger von anderen Staaten und stärkt den Wirtschaftsstandort. Der gezielte und verantwortungsvolle Einsatz von erneuerbaren Energien inkl. Windkraft ist somit ein aktiver Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensräume. Verantwortungsbewusst handeln heißt also für die Kärntnerinnen und Kärntner am 12. Jänner mit “NEIN” zu stimmen.


