Kärnten
Fälschungs-Vorwürfe bei der WK-Wahl
Kurz vor der Wirtschaftskammer-Wahl in Kärnten (10.–13. März) sorgen schwere Vorwürfe gegen die Freiheitliche Wirtschaft (FW) für Aufsehen.
© Andreas Walcher
In Kärnten steht die Wirtschaftskammer-Wahl im Mittelpunkt eines Skandals: Es gibt schwere Vorwürfe um mutmaßlich gefälschte oder missbräuchlich verwendete Unterschriften. Der SPÖ Kärnten und der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) fordern nun volle Transparenz und eine sofortige Aufklärung.
Volle Aufklärung von der Wirtschaftskammer gefordert
SPÖ Kärnten-Geschäftsführer Andreas Sucher zeigt sich erschüttert und verlangt, dass die Wirtschaftskammer die Vorwürfe gründlich untersucht. Eine einfache Weiterführung der Wahl ohne umfassende Klärung sei nicht hinnehmbar. Der gesamte Wahlprozess müsse überprüft werden, um mögliche Missstände aufzudecken.
Unternehmer können sich melden
Der SWV Kärnten rief Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auf, sich bei Verdacht auf missbräuchliche Verwendung ihrer Daten zu melden. Auf der Website www.keinkandidat.at können betroffene Unternehmer prüfen, ob sie fälschlicherweise als Kandidaten geführt werden. Verdachtsfälle sollen an die Hauptwahlkommission oder direkt an den SWV gemeldet werden.
Verantwortung wird abgewälzt
Die Reaktion der FW-Spitze, die eine Mitarbeiterin für die Vorfälle verantwortlich macht, stößt auf scharfe Kritik. Fredy Trey, Horst Kandutsch und Andreas Sucher werfen den Verantwortlichen vor, die Schuld auf eine einzelne Person abzuwälzen, um sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen.

