Wirtschaft
Kärntner Sparkasse wächst auf über 200.000 Kunden: „Alles auf grün“
Kärntner Sparkasse überschreitet erstmals die Marke von 200.000 Kundinnen und Kunden – Vorstandssprecher Siegfried Huber sieht das Institut nach einem Gewinn von 60,5 Millionen Euro als starken Partner für Kärntens Wirtschaft und künftige Investitionen.
Vorstandssprecher Mag. Siegfried Huber sieht die Kärntner Sparkasse nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 als starken Partner für Kärntens Wirtschaft und Zukunftsinvestitionen.© Foto: Daniel Waschnig
Die Kärntner Sparkasse AG hat 2025 einen neuen Meilenstein erreicht: Erstmals zählt das Institut mehr als 200.000 Kundinnen und Kunden in Kärnten. Vorstandssprecher Siegfried Huber sieht darin ein starkes Vertrauenssignal – und die Bank als wichtigen Partner für Investitionen im Land.
Die Kärntner Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2025 weiter zugelegt und erstmals die Marke von 200.000 Kundinnen und Kunden in Kärnten überschritten. Für Vorstandssprecher Mag. Siegfried Huber ist dieser Schritt mehr als ein statistischer Erfolg. Das Wachstum sei ein Zeichen dafür, dass die Bank auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld als verlässlicher Partner wahrgenommen werde. In der Bilanzpräsentation spricht Huber von einem „sehr guten Ergebnis“ und verweist auf Wachstum in allen Geschäftsbereichen.
„Durch ein erneut starkes Wachstum in allen Geschäftsbereichen haben wir auch 2025 ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Mit unserer starken Eigenkapitalausstattung stehen wir der Kärntner Wirtschaft als bestens aufgestellter Partner für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung“, betont Huber.
Gewinn steigt auf 60,5 Millionen Euro
Die Zahlen geben dem Vorstandssprecher Rückenwind: Das Betriebsergebnis lag 2025 bei 83,2 Millionen Euro, der Jahresgewinn bei 60,5 Millionen Euro. Gegenüber 2024 bedeutet das laut ORF Kärnten ein Plus von rund acht Millionen Euro beim Gewinn.
Auch bei Krediten und Einlagen zeigt die Entwicklung nach oben. Das Kreditvolumen stieg um 2,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen wuchsen um 6,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig konnte das Kosten-Ertrags-Verhältnis trotz leicht erhöhtem Betriebsaufwand auf 54,5 Prozent verbessert werden.
600 Millionen Euro neue Kredite als Impuls für Kärnten
Besonders stark betont Huber die Rolle der Kärntner Sparkasse als Finanzierer der regionalen Wirtschaft. Im Jahr 2025 wurden rund 600 Millionen Euro an neuen Krediten vergeben. Laut Bank löst diese Kredit-Neuvergabe eine zusätzliche BIP-Wertschöpfung von rund 800 bis 900 Millionen Euro in Kärnten aus. Die Sparkasse sieht sich nicht nur als Bank, sondern als regionaler Investitionsmotor.
Wohnbau und Unternehmen legen zu
Deutlich zeigt sich das Wachstum beim Wohnbau. Das Bestandsvolumen der Wohnbaukredite beträgt 1,5 Milliarden Euro, das Neugeschäft stieg um 29,5 Prozent. Im Kommerzsegment wuchsen die Investitionsfinanzierungen um 19,6 Prozent auf mehr als 2 Milliarden Euro.
Für Huber ist das ein Hinweis darauf, dass trotz Unsicherheiten wieder investiert wird – von privaten Haushalten ebenso wie von Unternehmen. Unterstützt werde diese Entwicklung durch die starke Kapitalbasis der Bank. Die Eigenkapitalquote liegt bei 27,8 Prozent, die Quote notleidender Kredite bei 2,76 Prozent.
Wachstum trotz stagnierender Bevölkerung
Auffällig ist das Kundenwachstum auch deshalb, weil Kärnten demografisch nicht zu den dynamisch wachsenden Bundesländern zählt. Die Kärntner Sparkasse gewann 2025 3.268 Kundinnen und Kunden dazu und bestätigt damit laut eigener Darstellung eine seit mehr als 15 Jahren anhaltende Wachstumsdynamik. Die Kleine Zeitung ordnet diesen Punkt ebenfalls als bemerkenswert ein: Die Bank wachse trotz Bevölkerungsstagnation.
Filialen, George und finanzielle Gesundheit
Neben digitalen Angeboten wie George setzt die Kärntner Sparkasse weiterhin auf persönliche Beratung. In Kärnten betreibt das Institut 47 Filialen. In den vergangenen zehn Jahren wurden 77,3 Millionen Euro in das Filialnetz investiert, allein 2025 waren es 22,7 Millionen Euro. Ein zentrales Projekt ist die generalsanierte Zentrale am Neuen Platz in Klagenfurt.
Gleichzeitig wird das Thema Financial Health stärker in den Mittelpunkt gerückt. Gemeint ist finanzielle Gesundheit – also Beratung, Vorsorge und ein bewusster Umgang mit Geld. Für die Bank ist das ein strategischer Schwerpunkt, der persönliche Betreuung und digitale Services verbinden soll.
Rückenwind durch Kundenzufriedenheit
Zur positiven Bilanz passt auch die jüngste Auszeichnung beim FMVÖ-Recommender-Award. Die Kärntner Sparkasse wurde 2026 laut eigener Mitteilung bereits zum 13. Mal ausgezeichnet und erhielt erneut das Gütesiegel für „Exzellente Kundenorientierung“.
Im Konzern kommt zusätzlich die slowenische Tochter Banka Sparkasse d.d. hinzu. Sie steuerte 14,8 Millionen Eurozum Jahresgewinn bei. Gemeinsam betreuen die Kärntner Sparkasse AG und die Banka Sparkasse an 58 Standortenmehr als 312.000 Kundinnen und Kunden.
Fazit
Aus Sicht von Vorstandssprecher Siegfried Huber ist die Bilanz 2025 ein klares Signal: Die Kärntner Sparkasse wächst, bleibt kapitalstark und will weiter in Kärnten investieren. Der Sprung über die Marke von 200.000 Kundinnen und Kunden macht aus der Bilanzmeldung zugleich eine Vertrauensgeschichte – über eine Regionalbank, die sich als Finanzpartner für private Haushalte, Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes positioniert.


