Land Kärnten
Integrationspreis „gemeinsam.gewinnt“ vier Mal vergeben
Der Integrationspreis des Landes Kärnten wurde heuer zum zweiten Mal als Zeichen der Wertschätzung für zivilgesellschaftliches Engagement an aktive Gemeinden und Unternehmen vergeben.
© Büro LR Schaar
Das Land Kärnten schrieb heuer im Rahmen der Umsetzung des Integrationsleitbilds „Gemeinsam in Kärnten“ zum zweiten Mal den Integrationspreis „gemeinsam.gewinnt“ aus. „Das Ziel dieser Auszeichnung ist es, zivilgesellschaftliches Engagement sowie aktive Gemeinden und Unternehmen in der Integrationsarbeit vor den Vorhang zu holen und ihre Leistungen für ein friedliches Zusammenleben in Kärnten zu würdigen“, unterstreicht Landesrätin und Integrationsreferentin Sara Schaar. Der Kärntner Integrationspreis wurde in folgenden drei Kategorien vergeben.
- „gemeinsam.arbeiten“ (Unternehmen)
- „gemeinsam.vor.ort“ (Gemeinden)
- gemeinsam.begegnen“ (Zivilgesellschaft)
Er soll Aktivitäten, die Begegnung und Partizipationsmöglichkeiten von geflüchteten Menschen und der Bevölkerung in Kärnten fördern, sichtbar machen. Die vier Gewinnerprojekte wurden mit je 5.000 Euro ausgezeichnet.
Die Siegerprojekte
In der Kategorie „gemeinsam.arbeiten“ holte sich die Diakonie de La Tour mit „A:Life 2.0 – Asyl & Lehre in Kärnten“, ein Projekt zur nachhaltigen Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchterfahrung, den diesjährigen Integrationspreis.
Das Projekt „Kultursommer Krumpendorf“ vom Klimabündnis Österreich holte sich in der Kategorie „gemeinsam.vor.ort“ den ersten Platz. Der Kulturinitiative Krumpendorf – einer Kooperation zwischen dem Klimabündnis, der Gemeinde Krumpendorf, der Pfarre Krumpendorf, der Plattform „Lust auf Gerechtigkeit“ und der Weltläden – geht es unter dem Motto „about climate change – human rights, bio & fair“ um die Vermittlung von gesellschaftspolitischen Zukunftsperspektiven. „Integraler Bestandteil ist die Miteinbindung sozial benachteiligter Menschen. So wird beispielsweise bei vielen Veranstaltungen eine Asylwerberin oder ein Asylwerber eingeladen, ihre oder seine Geschichte zu erzählen“, fasst Jury-Mitglied Gerda Posratschnig (Abteilung 13) zusammen.
Gleich zwei Projekte teilen sich den ersten Platz in der Kategorie „gemeinsam.begegnen“. In dieser Kategorie konnten das Projekt „Hera – Gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“ von „EqualiZ“ (ehemals Mädchenzentrum Klagenfurt) in Zusammenarbeit mit der Diakonie de La Tour und der Frauen- und Familienberatungsstelle WIFF sowie die „Integrationsinitiative Familie“ des Vereins „Aspis“ überzeugen. „Hera“ ist ein Empowerment- und Peer-Education-Projekt, das sich vorrangig an Mädchen und Frauen mit Migrationsbiografie richtet. Mit dem Ziel, das Thema Gewalt gegen Frauen geschlechterübergreifend zu enttabuisieren. Die „Integrationsinitiative Familie“ des Vereins „Aspis“ zeigt vor, wie langjährige Integrationsarbeit gelingen kann. „Das Projekt, das sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtet, verbindet Sport und Freizeitbetätigung mit Reflexions- und Selbsterfahrungsgruppen“, erläutert Jury-Mitglied Hans Karl Peterlini.

