Auszeichnung
Selbsthilfe-Gütesiegel für Elisabethinen-Krankenhaus
Auszeichnung vom Dachverband „Selbsthilfe Kärnten“: Das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt wurde mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ rezertifiziert.
© EKH
Moderne Medizin kann heute eine Menge leisten. Doch oft ist es mit der medizinischen Behandlung alleine nicht getan. Zahlreiche Patienten benötigen nach ihrem Spitalsaufenthalt Unterstützung und Rat, beispielsweise bei chronischen Erkrankungen oder Krebsbehandlungen. Hier kommen Selbsthilfegruppen ins Spiel.
Zum dritten Mal rezertifiziert
Das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt erhielt im Jahr 2011 erstmals die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Als regionale Gesundheitseinrichtung bekennt es sich weitere vier Jahre zur Kooperation mit dem Dachverband „Selbsthilfe Kärnten“, der das Ordenskrankenhaus zum dritten Mal rezertifizierte.
Zugang zu Selbsthilfegruppen
Ein selbsthilfefreundliches Krankenhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es sein ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfegruppen erweitert, den Kontakt zwischen Patienten und Selbsthilfegruppen fördert sowie kooperationsbereite Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt. Diese Qualitätskriterien erfüllt das mehrfach ausgezeichnete Elisabethinen-Krankenhaus. Selbsthilfegruppen werden am Klagenfurter Krankenhaus in vielfältiger Weise in den Krankenhausalltag integriert. Die Patienten werden aktiv über das Angebot an Selbsthilfegruppe in Kärnten informiert, wodurch der Zugang zu einer Selbsthilfegruppe erleichtert wird.
Selbsthilfe als wertvolle Ergänzung
Im Elisabethinen-Krankenhaus ist das Team des Entlassungsmanagements die zentrale Drehscheibe zwischen Patienten, Krankenhaus-Personal und Selbsthilfegruppen. „Selbsthilfegruppen können sich durch die Kooperation mit einem Krankenhaus leichter etablieren, erlangen mehr Akzeptanz und einen höheren Bekanntheitsgrad. Natürlich ist Selbsthilfe kein Ersatz für eine professionelle Medizin, aber eine wertvolle Ergänzung im Alltag“, betont Monika Maier, Präsidentin des Dachverbands „Selbsthilfe Kärnten“.
Schwierige Zeiten in der Pandemie
Das Elisabethinen-Krankenhaus ist ein offenes Haus für Selbsthilfegruppen. „Wir stehen in Kontakt mit vielen Selbsthilfegruppen und stellen diesen Patientengruppen auch Räumlichkeiten im Krankenhaus zur Verfügung“, berichtet Geschäftsführer Michael Steiner. Durch die Pandemie änderte sich die Situation jedoch schlagartig. Wegen der Corona-bedingten, strengen Sicherheitsbestimmungen im Gesundheitsbereich konnten in den vergangenen zwei Jahren fast keine persönlichen Selbsthilfegruppen-Treffen im Krankenhaus stattfinden.
Kreative Lösungen und neue Formate
Damit Selbsthilfe auch in Corona-Zeiten möglich ist, fanden Selbsthilfegruppen insbesondere während der Lockdowns kreative Lösungen und neue Formate zum Austausch. „Es gibt Gruppen, die ganz viel die neue Technik genutzt haben. Sie haben zum Beispiel ‚Walk and Talk‘ gemacht, sind also draußen spazieren gegangen. Andere haben Videokonferenzen gemacht. Da hat jeder so seine Lösung gefunden“, schildert Maier.
Geschäftsführer Steiner hofft dennoch, dass das Elisabethinen-Krankenhaus schon in naher Zukunft wieder regelmäßig Gastgeber für die Selbsthilfegruppen sein kann.
