Silvia Igumnov

„Die Mit­ar­bei­ter schüt­ten uns ihr Herz aus“

Als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der AVS Kärntens vertritt Silvia Igumnov die Interessen von rund 1.700 Beschäftigten. Ihr Leitsatz: Sich für Gerechtigkeit sowie ein gutes und faires Miteinander einzusetzen.

„Die Mit­ar­bei­ter schüt­ten uns ihr Herz aus“ Die Klagenfurterin Silvia Igumnov engagiert sich seit über 20 Jahren als Betriebsrätin für die Interessen und die Anliegen der Beschäftigten.

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Dass ein Betriebs­rat nicht der Geg­ner des Arbeit­ge­bers ist, stellt Sil­via Igum­nov gleich zu Beginn des Gesprächs mit „KLiCK Kärn­ten“ klar: „Arbeits­recht­lich gibt es kaum Pro­ble­me, die nicht im Ein­ver­neh­men zu lösen sind.“ Die Kla­gen­fur­te­rin ist seit über 20 Jah­ren als Betriebs­rä­tin tätig, davon bereits vie­le Jah­re als stell­ver­tre­ten­de Betriebs­rats­vor­sit­zen­de der Arbeits­ver­ei­ni­gung der Sozi­al­hil­fe Kärn­tens (AVS).

Sprach­rohr für die Beschäf­tig­ten

In der AVS Kärn­tens ist der Betriebs­rat, wie es Igum­nov for­mu­liert, „ein Sprach­rohr“ für rund 1.700 Beschäf­tig­te (etwa 90 Pro­zent weib­li­che Mit­ar­bei­ter). Sie arbei­ten in den Berei­chen Betreu­ung, Pfle­ge und Sozi­al­ar­beit. „Sie benö­ti­gen eine star­ke Ver­tre­tung“, betont Igum­nov. Als Bei­spiel führt sie die aktu­el­len Zei­ten der Pan­de­mie an, in der Mit­ar­bei­ter im Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich seit Mona­ten an ihre Gren­zen sto­ßen. „Wir haben die Poli­tik bereits vor der Pan­de­mie auf Glut­nes­ter – vor allem im Bereich der Pfle­ge – hin­ge­wie­sen, lei­der erfolg­los: Jetzt brennt’s“, bezieht sie sich auf Rah­men­be­din­gun­gen, die nur die Poli­tik ver­bes­sern kann.

Kei­ne Unge­rech­tig­kei­ten

Igum­nov arbei­te­te selbst zwölf Jah­re lang als Tages­mut­ter und kennt daher die Anlie­gen und die Bedürf­nis­se der Beschäf­tig­ten. „Womit ich ein Pro­blem habe, sind Unge­rech­tig­kei­ten“, betont Igum­nov. Etwa, wenn der Arbeit­ge­ber Druck auf den Arbeit­neh­mer aus­übt und ihn zu etwas zwin­gen möch­te. Eine Erfah­rung, die sie selbst machen muss­te, ehe sie bei der AVS Kärn­tens ihre beruf­li­che Hei­mat fand.

Bei der täg­li­chen Arbeit als Betriebs­rä­tin sieht sie sich nicht nur als Sprach­rohr, son­dern buch­stäb­lich auch als Ohr, das den Mit­ar­bei­tern auf­merk­sam zuhört. „Oft ist es ihnen eine gro­ße Stüt­ze, wenn sie ein­fach ihr Herz aus­schüt­ten kön­nen“, berich­tet Igum­nov.

Fami­lie als „Kraft­tank­stel­le“

Sie ist Mut­ter zwei­er erwach­se­ner Kin­der. Die Fami­li­en bezeich­net sie als „Kraft­tank­stel­le“. „Mei­ne Frei­zeit wid­me ich mei­ner Fami­lie. Sie spen­det mir Kraft für den beruf­li­chen All­tag“, ist Igum­nov dank­bar.

ÖGB-Kam­pa­gne

Der Betriebs­rat agiert als Bin­de­glied zwi­schen Geschäfts­füh­rung und Beleg­schaft. Genau dar­auf macht eine Kam­pa­gne des Öster­rei­chi­schen Gewerk­schafts­bunds (ÖGB) auf­merk­sam, die zugleich dazu ani­miert, Betriebs­rats­gre­mi­en in Unter­neh­men zu grün­den, wo es bis­her kei­nen Betriebs­rat gibt.

Online-Tipp: mir-reichts.at

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Arbeits­po­li­tisch ist Sil­via Igum­nov auch als Kam­mer­rä­tin der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten, als stell­ver­tre­ten­de Frau­en­vor­sit­zen­de des ÖGB Kärn­ten und als Frau­en­vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft GPA in Kärn­ten aktiv.
© GPA/Günther Jagoutz

Zur Per­son

Sil­via Igum­nov aus Kla­gen­furt ist stell­ver­tre­ten­de Betriebs­rats­vor­sit­zen­de der Arbeits­ver­ei­ni­gung der Sozi­al­hil­fe Kärn­tens (AVS). Arbeits­po­li­tisch enga­giert sie sich unter ande­rem auch als Kam­mer­rä­tin der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten, als stell­ver­tre­ten­de Frau­en­vor­sit­zen­de des ÖGB Kärn­ten und als Frau­en­vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft GPA in Kärn­ten.

15.01.2022 18:50
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„Die Mit­ar­bei­ter schüt­ten uns ihr Herz aus“ Die Klagenfurterin Silvia Igumnov engagiert sich seit über 20 Jahren als Betriebsrätin für die Interessen und die Anliegen der Beschäftigten.

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