Hoch St. Paul

Im Gast­haus Win­ter wird Gäs­ten warm ums Herz

Das Gasthaus Winter liegt auf 1.200 Metern Seehöhe in Hoch St. Paul in der Gemeinde St. Urban. Gerlinde Moser kocht ohne großen Schnickschnack. Die Wirtin im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Im Gast­haus Win­ter wird Gäs­ten warm ums Herz Sohn Josef, Gerlinde Moser und Lebensgefährte Josef Pirker (von links) vor dem Gasthaus

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Mit der Jah­res­zeit hat der Name des Gast­hau­ses Win­ter nichts zu tun: Wer die Gast­stu­be des Gast­hau­ses in Hoch St. Paul in der Gemein­de St. Urban betritt, dem wird warm ums Herz. Dazu trägt auch der Kachel­ofen sei­nen Teil bei. „Win­ter ist der Vul­gar­na­me der Land­wirt­schaft und wur­de für das Gast­haus über­nom­men. Die Ein­hei­mi­schen sagen aller­dings noch immer, sie gehen zum Hoch St. Pau­ler“, erzählt Wir­tin Ger­lin­de Moser, die mit Besit­zer Josef Pir­ker in einer lang­jäh­ri­gen Lebensgemein­schaft lebt.

Der Direkt­ver­mark­ter

Die Land­wirt­schaft befin­det sich im Besitz der drit­ten Gene­ra­ti­on. „Wir haben Schwei­ne und Rin­der, die wir selbst am Hof und in der Küche ver­wer­ten“, erklärt die Köchin. Im Gast­haus Win­ter gibt es kei­ne Spei­se­kar­te. „Gekocht wird, was gera­de vor­han­den ist. Es sind täg­lich vier bis fünf Gerich­te und es gibt natür­lich auch eine Bau­ern­jau­se. Bei uns isst man Schnit­zel und Schweins­bra­ten – ganz ohne Schnickschnack“, zählt Moser auf. Bei den Gäs­ten kommt es gut an. Selbst Ski­le­gen­de Franz Klam­mer über­zeug­te sich bereits davon. „Bei uns sind alle Gäs­te will­kom­men, egal ob Ski­fah­rer, Jäger, Ein­hei­mi­sche oder Urlau­ber – bei uns sind sie alle pro­mi­nent“, betont Moser.

Die Kir­che

Hoch St. Paul gilt mit sei­ner Kir­che als Kraft­ort. Wäh­rend im Tal noch der Nebel hängt, strahlt oben auf dem Berg die Son­ne. Die Kir­che wur­de im Jahr 1385 erst­mals urkund­lich erwähnt. Wie alt sie tat­säch­lich ist, ist nicht bekannt. Zehn Mal im Jahr liest Pfar­rer Josef Sun­tin­ger in der Kir­che Mes­sen. „Am 15. August, zu Mariä Him­mel­fahrt, gibt es vor der Kir­che eine Kräu­ter­wei­he und bei uns einen Kirch­tag“, ver­rät Moser, die als Bau­ern­toch­ter mit Tra­di­tio­nen ver­traut ist.

Die Über­nah­me

Das Gast­haus Win­ter exis­tiert seit 42 Jah­ren. „Wir machen das, so lan­ge es uns gut geht. Wenn das mal nicht mehr der Fall ist, wird das Gast­haus geschlos­sen“, berich­tet Moser. Sohn Josef möch­te es auf kei­nen Fall wei­ter­füh­ren.

 

19.02.2022 19:55
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Im Gast­haus Win­ter wird Gäs­ten warm ums Herz Sohn Josef, Gerlinde Moser und Lebensgefährte Josef Pirker (von links) vor dem Gasthaus

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