Kärnten

Höhe­re För­de­rung für „Rat auf Draht“

Auch in Kärnten ist die Beratungshotline „Rat auf Draht“ für Kinder und Jugendliche in Zeiten der Pandemie gefragter denn je.

Höhe­re För­de­rung für „Rat auf Draht“ „Rat auf Draht“: In der Pandemie veränderten sich die Themen bei Beratungen.

© Pixabay/JESHOOTS-com

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Auf der Agen­da der gest­ri­gen Sit­zung der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung stand auch ein Bericht über die Nut­zung der Bera­tungs­hot­line „Rat auf Draht“ (sie­he unten) im ver­gan­ge­nen Jahr. „Die Not­ruf­num­mer ist spe­zi­ell für Kin­der, Jugend­li­che und deren Bezugs­per­so­nen eine zen­tra­le Anlauf­stel­le – mehr denn je seit Beginn der Coro­na-Pan­de­mie. Des­halb wur­de die jähr­li­che Sub­ven­ti­on des Lan­des­ju­gend­re­fe­rats bereits im Früh­jahr 2020 ver­dop­pelt. Die erhöh­te För­de­rung wur­de auch für die Jah­re 2021 und 2022 gewährt“, betont die zustän­di­ge Lan­des­rä­tin Sara Schaar.

Bera­tun­gen nah­men zu

In der Pan­de­mie ver­än­der­ten sich die The­men bei Bera­tun­gen – weg von den typi­schen Teen­ager-The­men wie Lie­bes­kum­mer, Auf­klä­rung oder Streit unter Freun­den. „Es wur­den ver­mehrt Bera­tun­gen zu Ess­stö­run­gen, Angst­zu­stän­den, psy­chi­schen Erkran­kun­gen, Über­for­de­rung in der Schu­le, aber auch zu psy­chi­scher Gewalt in der Fami­lie oder zu Sui­zid­ge­dan­ken ver­zeich­net. Es zeigt sich wie­der­holt, dass Kin­der und Jugend­li­che beson­ders unter den feh­len­den sozia­len Kon­tak­ten gelit­ten haben“, berich­tet Schaar. Bera­tun­gen zum The­ma Schlaf­stö­run­gen nah­men um 154 Pro­zent zu, Bera­tun­gen bei Prü­fungs­angst gar um 300 Pro­zent. Bei Anfra­gen zu Über­for­de­rung in der Schu­le gab es ein Plus von 83 Pro­zent, bei Ess­stö­run­gen von 73 Pro­zent.

An Bedürf­nis­se anpas­sen

„Beson­ders betrof­fen waren jun­ge Men­schen aus sozi­al schlech­ter gestell­ten Fami­li­en mit klei­ne­rem Wohn­raum und daher weni­ger Rück­zugs­mög­lich­kei­ten daheim oder mit weni­ger Geld für digi­ta­les Ler­nen“, fasst Schaar zusam­men. Das Land Kärn­ten reagier­te auf die­se „neu­en“ Pro­blem­schwer­punk­te, zum Bei­spiel mit der Akti­on „Digi­tal fit für die Schu­le zu Hause“ oder mit der neu­er­li­chen Auf­sto­ckung der kos­ten­lo­sen Nach­hil­fe­stun­den für Inha­ber der Kärnt­ner Fami­li­en­kar­te. „Wir bau­en die Leis­tun­gen der kos­ten­lo­sen Kärnt­ner Fami­li­en­kar­te und der Kärnt­ner Jugend­kar­te lau­fend aus, um sie an die aktu­el­len Bedürf­nis­se von Fami­li­en in Kärn­ten anzu­pas­sen, sie finan­zi­ell zu ent­las­ten und allen gesell­schaft­li­che Teil­ha­be zu ermög­li­chen“, ver­si­chert Schaar.

 

Wis­sens­wert

Die Not­ruf­num­mer „Rat auf Draht“ ist unter 147 (ohne Vor­wahl) rund um die Uhr, kos­ten­los und anonym erreich­bar. Es besteht auch die Mög­lich­keit einer Online- und Chat-Bera­tung.

24.02.2022 07:54
Anzeige
Höhe­re För­de­rung für „Rat auf Draht“ „Rat auf Draht“: In der Pandemie veränderten sich die Themen bei Beratungen.

© Pixabay/JESHOOTS-com