In Klagenfurt

Kin­der­be­treu­ung: 300 Teil­neh­mer gin­gen auf die Stra­ße

„Uns z’reißt’s“ lautete das Motto der gestrigen Protestaktion in Klagenfurt. Im Überblick: Das fordern die Beschäftigten der Kinderbildung und -betreuung in Kärnten.

Kin­der­be­treu­ung: 300 Teil­neh­mer gin­gen auf die Stra­ße Unter dem Motto „Uns z’reißt’s“ zogen gestern über 300 Teilnehmer in Klagenfurt zum Gemeindebund und übergaben dort die von über 1.700 Personen unterzeichneten Forderungen der Gewerkschaft.

© ÖGB Kärnten

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Unter dem Mot­to „Uns z’reißt’s“ zogen ges­tern über 300 Teil­neh­mer in Kla­gen­furt zum Gemein­de­bund und über­ga­ben dort die von über 1.700 Per­so­nen unter­zeich­ne­ten For­de­run­gen der Gewerk­schaft. Die Beschäf­tig­ten der Kin­der­bil­dung und ‑betreu­ung in Kärn­ten pro­tes­tie­ren und for­dern bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen, klei­ne­re Grup­pen und eine ein­heit­li­che Bezah­lung (sie­he unten). „Gemein­de- und Städ­te­bund sind auf­ge­for­dert, die not­wen­di­gen Mit­tel für eine Ver­bes­se­rung in die­sem Bereich bereit­zu­stel­len. Das ewi­ge Ver­trös­ten muss ein Ende haben“, lau­te­te die For­de­rung der Gewerk­schaft GPA im Rah­men der Pro­test­ak­ti­on.

Deut­li­che Wor­te

„Eines muss klar sein: Solan­ge es zu kei­ner spür­ba­ren und nach­hal­ti­gen Ver­bes­se­rung für die Beschäf­tig­ten in der Kin­der­bil­dung und ‑betreu­ung kommt, wer­den wir den Pro­test fort­füh­ren“, kün­digt Gerald Loidl, Vor­sit­zen­der der Gewerk­schaft GPA Kärn­ten, an. Er rich­tet deut­li­che Wor­te an die Ver­ant­wort­li­chen: „Wir wer­den nicht zulas­sen, dass wir in der Kin­der­be­treu­ung bald mit den­sel­ben Pro­ble­men zu kämp­fen haben, wie im Bereich der Pfle­ge. Eine Reduk­ti­on der Grup­pen­grö­ßen, ein sofor­ti­ger Stopp der Über­zie­hungs­mög­lich­kei­ten und eine ein­heit­li­che Bezah­lung in ganz Kärn­ten sind unse­re For­de­run­gen und dafür müs­sen end­lich die finan­zi­el­len Mit­tel bereit­ge­stellt wer­den.“

Gemein­de- und Städ­te­bund am Zug

Auch Jut­ta Brand­hu­ber, Geschäfts­füh­re­rin der Gewerk­schaft GPA Kärn­ten, nimmt Gemein­de- und Städ­te­bund in die Pflicht: „Wir haben sei­tens des Lan­des die Bereit­schaft einer schritt­wei­sen Reduk­ti­on der Grup­pen­grö­ßen signa­li­siert bekom­men und die Hoff­nung, dass das in Aus­ar­bei­tung befind­li­che neue Kin­der­bil­dungs­ge­setz für Kärn­ten auch beschlos­sen wird.“ Gemein­de- und Städ­te­bund sind, so Brand­hu­ber, nun am Zug, sich den Pro­ble­men der Beschäf­tig­ten anzu­neh­men und ihren Bei­trag zu einer Ver­bes­se­rung der kaum mehr trag­ba­ren Situa­ti­on zu leis­ten.

Unter­stüt­zung durch den ÖGB

Unter­stüt­zung erhält die Gewerk­schaft GPA bei ihrem Pro­test auch vom ÖGB Kärn­ten. „Es besteht aku­ter Hand­lungs­be­darf im Bereich der Kin­der­be­treu­ung. Eine hoch­wer­ti­ge und opti­ma­le Betreu­ung der Kin­der unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen ist kaum noch mög­lich. Die Beschäf­tig­ten sind an ihrer Belast­bar­keits­gren­ze ange­kom­men“, erklärt ÖGB-Lan­des­vor­sit­zen­der Her­mann Lipitsch. Im Zuge der Pro­test­ak­ti­on stell­te er unmiss­ver­ständ­lich klar: „Die Bil­dung und die Betreu­ung unse­rer Kin­der darf nicht zum Spiel­ball der Poli­tik ver­kom­men!“

 

Wis­sens­wert

Zu den drin­gends­ten For­de­run­gen zählt die Reduk­ti­on der Grup­pen­grö­ße auf maxi­mal 20 Kin­der. Gefor­dert wird auch ein Stopp der Über­zie­hungs­mög­lich­kei­ten, damit die maxi­ma­le Anzahl der zu betreu­en­den Kin­der nicht über­schrit­ten wer­den kann. Mit dem Pro­test strebt die Gewerk­schaft auch eine ein­heit­li­che Bezah­lung der Beschäf­tig­ten an. Aktu­ell gibt es in Kärn­ten sie­ben ver­schie­de­ne Gehalts- und Rah­men­sche­mas. Teil­wei­se ent­ste­hen dadurch Gehalts­un­ter­schie­de von bis zu 3.347 Euro net­to im Jahr.

 

30.03.2022 08:31
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Kin­der­be­treu­ung: 300 Teil­neh­mer gin­gen auf die Stra­ße Unter dem Motto „Uns z’reißt’s“ zogen gestern über 300 Teilnehmer in Klagenfurt zum Gemeindebund und übergaben dort die von über 1.700 Personen unterzeichneten Forderungen der Gewerkschaft.

© ÖGB Kärnten