Beate Prettner

„Tier­schutz dul­det kei­ne Geset­zes-Blo­cka­den mehr!“

Nach dem gestern aufgedeckten Schweinemast-Skandal fordert Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner einmal mehr, Vollspaltböden umgehend zu verbieten. Österreich wäre damit in Europa in bester Gesellschaft.

„Tier­schutz dul­det kei­ne Geset­zes-Blo­cka­den mehr!“ Diese Schweine in einem Kärntner Schweinemastbetrieb leben über ihrem eigenen Kot auf hartem Spaltenboden aus Beton. Die Fäkalien und der Spaltenboden führen zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen.

© VGT

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Der ges­tern vom „Ver­ein gegen Tier­fa­bri­ken“ (VGT) auf­ge­deck­te Schwei­ne­mast-Skan­dal im Bezirk Kla­gen­furt-Land („KLiCK Kärn­ten“ berich­te­te) beschäf­tigt auch am Tag danach die Kärnt­ner Lan­des­po­li­tik. „Die Miss­stän­de in einem Kärnt­ner Schwei­ne­mast­be­trieb müs­sen Anlass sein, über­fäl­li­ge Geset­zes­än­de­run­gen end­lich in die Tat umzu­set­zen“, appel­liert Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Tier­schutz­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner heu­te an den Bund.

End­lich han­deln!

Kon­kret: „Seit Jah­ren wird ein Ver­bot von Voll­spalt­bö­den bei der Schwei­ne­hal­tung gefor­dert – bis dato ist nichts pas­siert. Es ist unzu­mut­bar, dass die Tie­re auf har­tem Beton-Boden lie­gen, ohne Wär­me­däm­mung. Oft­mals sind sie den Gasen der dar­un­ter­lie­gen­den Gül­le­gru­be aus­ge­setzt. Das hat nichts mit Tier­wohl zu tun. Öster­reich muss hier end­lich han­deln. Wir haben kei­ne Zeit mehr für wei­te­re Blo­cka­den in der Bun­des­re­gie­rung“, stellt Prett­ner klar. In fünf euro­päi­schen Län­dern sind Voll­spal­ten­bö­den bereits ver­bo­ten, dar­un­ter befin­det sich mit Däne­mark auch der größ­te Schwei­ne­pro­du­zent der Euro­päi­schen Uni­on (EU). Die wei­te­ren Län­der sind die Nie­der­lan­de, Finn­land, Schwe­den und die Schweiz. „Wir soll­ten so schnell wie mög­lich die­sen Bei­spie­len fol­gen“, for­dert Prett­ner.

Fol­der als Leit­fa­den

Mit einer Bit­te rich­tet sich die Tier­schutz­re­fe­ren­tin an die Kärnt­ner Land­wir­te und Tier­hal­ter: „Neh­men Sie Unter­stüt­zung und Hil­fe an, zu Ihrem eige­nen Wohl und zum Wohl Ihrer Tie­re!“ Laut Prett­ner sind fast alle Miss­stän­de bei der Tier­hal­tung auf mensch­li­che Über­for­de­rung in belas­ten­den Lebens­si­tua­tio­nen zurück­zu­füh­ren: „Es geht um Schick­sals­schlä­ge, um eine Krank­heit, um einen plötz­li­chen Todes­fall, um psy­chi­sches Leid, um Depres­sio­nen, um Burn­out. Es ist so wich­tig, recht­zei­tig die Stopp­tas­te zu drü­cken und Unter­stüt­zung anzu­neh­men.“ Sie erin­nert an den Fol­der „Leit­fa­den zur Unter­stüt­zung von Tier­hal­tern in Kri­sen­si­tua­tio­nen“, der gemein­sam mit dem Land­wirt­schafts­re­fe­rat im Som­mer des Vor­jah­res erstellt wur­de. „Wir wer­den die­sen Fol­der neu bewer­ben! Er gibt eine kom­pak­te Über­sicht mit allen Kon­takt­adres­sen, die in Kärn­ten Hil­fe bie­ten“, stellt Prett­ner klar.

06.04.2022 16:24
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„Tier­schutz dul­det kei­ne Geset­zes-Blo­cka­den mehr!“ Diese Schweine in einem Kärntner Schweinemastbetrieb leben über ihrem eigenen Kot auf hartem Spaltenboden aus Beton. Die Fäkalien und der Spaltenboden führen zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen.

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