Aus dem Landtag
Seiser: „Teuerung endlich bremsen“
Um die Teuerung zu bremsen, braucht es kurzfristige Hilfe statt langfristige Pläne. SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser nimmt die Bundesregierung in die Pflicht.
© KK
In der heutigen Sitzung des Kärntner Landtags war die europapolitische Stunde dem Thema „Versorgungssicherheit in Europa“ gewidmet. „Die Europäische Union ist von Energie-Importen aus Russland in erschreckendem Maß abhängig“, stellt SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser fest. Dieser Umstand treibt die aktuelle Teuerung in Kärnten und in Österreich zusätzlich an. „Umso wichtiger sind Maßnahmen, um diese Teuerung jetzt rasch zu bremsen“, betont Seiser.
Konzerne sind die Gewinner
Versorgungssicherheit auf individueller Ebene bedeutet nämlich auch, so der SPÖ-Klubobmann, sich als Verbraucher das Leben noch leisten zu können. „Konzerne sind aktuell die Gewinner, Verbraucher sind die Verlierer der Lage. Diese Verbraucher können nicht warten, bis Windkraftanlagen errichtet sind, bis Flüssiggas-Lieferungen aus Übersee ankommen oder bis die Energie-Wende vollends eingetreten ist. Sie brauchen jetzt schnelle und effektive Hilfe – mit dem Kärnten-Bonus liefern wir genau das“, schildert Seiser. Er fordert: „Es braucht jetzt jedoch auch endlich Anstrengungen der Bundesregierung, damit sich die Menschen ihr Leben in Österreich weiterhin leisten können.“
EU-Staaten federn Teuerung ab
Seiser verweist auf Beispiele auf europäischer Ebene. „Mehrere EU-Staaten federn die Teuerung ab, indem sie auf Mittel aus der ‚Toolbox‘ der EU zurückgreifen: Steuersenkung auf Benzin und Diesel oder überhaupt Deckelung der Spritpreise, Steuersenkung auf Strom, Einfrieren von Gaspreisen oder erhöhte Besteuerung von Überschussgewinnen der Energie-Unternehmen“, nennt Seiser Beispiele. In Österreich hingegen kam bisher kaum etwas von den verfügbaren Werkzeugen zur Anwendung, kritisiert er: „Genau das wäre aber das Gebot der Stunde – der Ball liegt hier bei der Bundesregierung.“
