Sophia Polzer

Stu­di­um und Enga­ge­ment gehen Hand in Hand

Aus der Serie „Studentenleben“: Sophia Polzer (20) aus Klagenfurt lebt wegen ihres Studiums seit zwei Jahren in Graz. Im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ erzählt sie von ihrem Studienalltag und ihrem Engagement außerhalb des Hörsaals.

Stu­di­um und Enga­ge­ment gehen Hand in Hand Die 20-jährige Klagenfurterin Sophia Polzer lebt seit dem Jahr 2020 in Graz.

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Vor allem jun­ge Men­schen müs­sen sich stän­dig anhö­ren, sie wür­den sich nicht für Poli­tik inter­es­sie­ren und zudem poli­tik­ver­dros­sen sein. Geschwei­ge denn sich für poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che The­men zu enga­gie­ren. Gibt man jedoch in der Such­leis­te von Insta­gram „Sophia Pol­zer“ ein, so zeigt sich ein kom­plett ande­res Bild. Die jun­ge Stu­den­tin enga­giert sich näm­lich neben ihrem Stu­di­um an der Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät Graz bei den „Grü­nen“, bei der Stu­die­ren­den­ver­ei­ni­gung „Grü­ne & Alter­na­ti­ve Student_innen“ (GRAS) an der Hoch­schü­le­rin­nen- und Hoch­schü­ler­schaft der Uni­ver­si­tät Graz (ÖH Graz) sowie bei der „Grü­nen Jugend“. „Man braucht auf jeden Fall ein gutes Zeit­ma­nage­ment, um bei­des, das Stu­die­ren und das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment, zu schaf­fen“, schmun­zelt Pol­zer im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“.

Ler­nen nicht an Leis­tung gebun­den

Ihre Matu­ra leg­te die 20-jäh­ri­ge Kla­gen­fur­te­rin am Bun­des­gym­na­si­um Tan­zen­berg ab, das vor allem für sein huma­nis­ti­sches Welt­bild bekannt ist. „Weil ich die Matu­ra im Jahr 2020 gemacht habe, waren wir der ers­te Coro­na-Jahr­gang. Wäh­rend der Schul­zeit hat­te ich super Lehr­per­so­nen, die mich zur latei­ni­schen Spra­che und natür­lich auch zur Geschich­te dahin­ter hin­führ­ten. Ich wähl­te des­halb das Fach Latein für mei­ne schrift­li­che Matu­ra“, erzählt die jun­ge Stu­den­tin. Der latei­ni­schen Spra­che wird sie auch in den nächs­ten Jahr­zehn­ten ver­bun­den blei­ben. „Ich bin nach der Matu­ra nach Graz gezo­gen, um Latein und Sport im Lehr­amt zu stu­die­ren. Kin­dern die Freu­de an Wis­sen, Spra­che und Bil­dung zu ver­mit­teln, ist eine gro­ße Moti­va­ti­on für mich. Dabei ist in mei­nem Ver­ständ­nis das Ler­nen der Kin­der nicht aus­schließ­lich an Leis­tung gebun­den“, erklärt die 20-Jäh­ri­ge, die wie vie­le Stu­die­ren­de in Graz in einem Stu­den­ten­wohn­heim lebt.

Der Weg führ­te nach Graz

War­um ihr Weg sie gera­de nach Graz führ­te? „Durch mein Enga­ge­ment bei der ‚Grü­nen Jugend‘ in Kärn­ten bin ich auch mit vie­len jun­gen Men­schen aus Graz in Kon­takt gekom­men und habe mich mit ihnen ver­netzt. Außer­dem ist es in Kärn­ten nicht mög­lich, ein Latein­stu­di­um zu machen“, erzählt Pol­zer. Für sie war es also eine bewuss­te Ent­schei­dung, nach Graz zu zie­hen und sich dort zu ent­fal­ten. „Ich woll­te auch mei­nen Hori­zont erwei­tern, was Neu­es erle­ben und mich von mei­nen Eltern los­lö­sen“, begrün­det sie ihren Umzug in die Lan­des­haupt­stadt der Stei­er­mark.

„Ich weiß Kärn­ten jetzt zu schät­zen“

Seit ihrem Umzug nach Graz und ihrem Stu­di­um tat sich bei ihr viel. Auch was ihre Sicht auf Kärn­ten und Kla­gen­furt betrifft. „Mit Kla­gen­furt ver­bin­de ich selbst­ver­ständ­lich mei­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen. Wenn ich nach Kla­gen­furt zurück­kom­me, füh­le ich mich hier zu Hau­se. Die Ber­ge, die Natur und die Som­mer­zeit – ich weiß Kärn­ten jetzt wirk­lich zu schät­zen“, sagt Pol­zer, die meis­tens an Wochen­en­den nach Kärn­ten kommt, um ihre Fami­lie oder Ver­an­stal­tun­gen zu besu­chen. „Ich habe mir dafür das Kli­ma­ti­cket geholt. Wenn ich nach Kärn­ten fah­re, dann mit dem Zug“, ver­rät sie. Sie schließt auf kei­nen Fall aus, nach ihrem Stu­di­um nach Kärn­ten zurück­zu­keh­ren: „Ich kann es jetzt aber noch nicht so genau sagen.“

Graz zwi­schen Kla­gen­furt und Wien

In Graz gibt es alles, was man als Stu­dent und jun­ger Mensch braucht. „Hier gibt es tol­le Cafés, vie­le Mög­lich­kei­ten, um sei­ne Frei­zeit und schö­ne Aben­de mit Freun­den zu ver­brin­gen – das Gesamt­pa­ket passt ein­fach“, meint sie, „Graz ist sym­pa­thisch und irgend­wie ein Mit­tel­ding zwi­schen Kla­gen­furt und Wien“. Weil sie auch Sport stu­diert, ist sie mit die­sem eben­so in ihrer Frei­zeit regel­mä­ßig ver­bun­den. „Seit mei­nem elf­ten Lebens­jahr bin ich begeis­ter­te Schwim­me­rin und seit mei­nem 15. auch Was­ser­ball­spie­le­rin. Ich mache eben­so Kraft­trai­ning, Rad- und Lauf­sport“, gibt sie einen Ein­blick in ihren All­tag. Hin­zu kom­men außer­dem noch Nach­hil­fe­stun­den, die sie neben ihrem Stu­di­um in Latein gibt, um sich etwas dazu­zu­ver­die­nen. Unter­stüt­zung erhält sich auch von ihren Eltern.

Begeis­te­rung für die Poli­tik

Das Gegen­über merkt in Gesprä­chen mit Pol­zer schnell, dass die Stu­den­tin eine gro­ße Freu­de an der poli­ti­schen Arbeit hat. Die 20-jäh­ri­ge Kla­gen­fur­te­rin hat an der ÖH Graz seit der Wahl im Vor­jahr auch ein „GRAS“-Mandat inne. „Es ist eine unglaub­lich span­nen­de und wich­ti­ge Arbeit an der ÖH. Man sam­melt auch jede Men­ge Erfah­run­gen“, erzählt sie begeis­tert. Ihren ers­ten Kon­takt zu den „Grü­nen“ hat­te sie bei der tra­di­tio­nel­len „Regen­bo­gen­pa­ra­de“ in Kla­gen­furt im Jahr 2018. „Ich war in Kla­gen­furt bei der Pri­de-Para­de dabei und bin zufäl­lig mit dem Spre­cher der ‚Grü­nen Jugend‘ ins Gespräch gekom­men. Dar­auf­hin habe ich die ers­ten Ver­an­stal­tun­gen besucht und konn­te mich sehr schnell mit ihr iden­ti­fi­zie­ren. Da war ich 16 Jah­re alt“, erin­nert sich Pol­zer.

Wäh­rend ihres „grü­nen“ Enga­ge­ments fin­det sie jene Momen­te am schöns­ten, in denen ihre ehren­amt­li­che Arbeit Früch­te zu tra­gen beginnt: „Mich treibt auch die Fra­ge an, wie die Zukunft aus­se­hen soll. Dadurch ergibt sich mein Weg, für die Zukunft zu arbei­ten.“

Jugend­ar­beit in Graz und Kärn­ten

Neben ihrem Enga­ge­ment als „GRAS“-Mandatarin in der ÖH Graz ist sie eben­so bei den „Grü­nen“ in Kärn­ten“ aktiv, wo sie vor kur­zem als Dele­gier­te beim Bun­des­kon­gress der Grü­nen in Vil­lach dabei war. Dar­über hin­aus enga­giert sich die Stu­den­tin bei der „Grü­nen Jugend Stei­er­mark“. „Ich bin als ‚Social Media‘-Managerin im Vor­stand der ‚Grü­nen Jugend Stei­er­mark‘ und zusätz­lich mit mei­nem Team für ver­schie­de­ne Inhal­te auf den Social-Media-Kanä­len zustän­dig“, berich­tet sie. Auch bei der „Grü­nen Jugend Kärn­ten“ ist sie seit ihrem Umzug wei­ter­hin dabei.

 

19.06.2022 13:00
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Stu­di­um und Enga­ge­ment gehen Hand in Hand Die 20-jährige Klagenfurterin Sophia Polzer lebt seit dem Jahr 2020 in Graz.

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