Alexandra Candussi

Die Win­ze­rin von „Vinum Virunum“

Vor 13 Jahren wurden in Altglandorf bei St. Veit 15.000 Rebstöcke gepflanzt. Wann es die erste Lese gab, erzählt Winzerin Alexandra Candussi im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Die Win­ze­rin von „Vinum Virunum“ Winzerin Alexandra Candussi

© Gert Köstinger/KK

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Als die nun­meh­ri­ge Win­ze­rin Alex­an­dra Can­dus­si vor 13 Jah­ren ein Glas Wein zum Essen trank, war sie gedank­lich vom Wein­an­bau nicht mehr weit ent­fernt. „Wir besit­zen in Altg­lan­dorf bei St. Veit ein drei­ein­halb Hekt­ar gro­ßes Grund­stück. Mein Schwa­ger Hel­mut Can­dus­si hat damals die Idee gehabt, Wein­stö­cke zu set­zen“, erin­nert sich die Win­ze­rin.

Der Beginn

Die Idee zum Wein­bau wur­de schließ­lich 2009 umge­setzt, mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung ihres Gat­ten Rudolf und ihres Schwa­gers Hel­mut. „Wir haben begon­nen, 15.000 Reb­stö­cke zu pflan­zen. Schon drei Jah­re spä­ter haben wir unse­re Jung­fern­le­se gehabt“, erzählt Can­dus­si. Am Anfang wur­de die Fami­lie von einem erfah­re­nen Win­zer beglei­tet. „Wir haben dann eini­ge Wein­bau-Kur­se belegt. Außer­dem habe ich eine Som­me­lier-Aus­bil­dung absol­viert und mich mit ‚Lear­ning by doing‘ wei­ter­ge­bil­det“, schil­dert die zwei­fa­che Mut­ter. Fol­gen­de Wein­sor­ten sind im Can­dus­si-Wein­gar­ten „Vinum Virunum“ zu fin­den: Char­don­nay, Sau­vi­gnon Blanc, Zwei­gelt, Blau­frän­kisch, Pinot Noir und ein Mer­lot, der für den Cuvée gebraucht wird. Der Cuvée ist übri­gens der Lieb­lings­wein der Win­ze­rin. Im Som­mer bevor­zugt sie einen Rosé­wein.

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Der Wein­gar­ten der Fami­lie Can­dus­si in Altg­lan­dorf bei St. Veit
© pri­vat

Kärnt­ner Wei­ne ver­an­kern

Vor­bil­der hat die Win­ze­rin kei­ne. „Mir es wich­ti­ger, dass der Kärnt­ner Wein mehr in den Köp­fen der Kärnt­ner ver­an­kert wird. Die Wei­ne von den hei­mi­schen Win­zern wer­den noch unter­schätzt, obwohl es in unse­rem Land sehr gute Win­zer gibt. Bei Blind­ver­kos­tun­gen mit Wei­nen aus ganz Öster­reich schnei­den die Kärnt­ner Wei­ne sehr gut ab“, betont Can­dus­si. Des­halb appel­liert sie an die Kärnt­ner Gas­tro­no­men, Wei­ne aus Kärn­ten ins Sor­ti­ment auf­zu­neh­men. „Mit Unter­stüt­zung der Wir­te wür­den wir unse­re Wei­ne bes­ser ver­kau­fen kön­nen“, sagt die Win­ze­rin.

Der Ver­kauf

Der Wein­bau­be­trieb der Fami­lie Can­dus­si ist Mit­glied des „Markt­plat­zes Mit­tel­kärn­ten“. Die „Vinum Virunum“-Weine wer­den ab Hof ver­kauft und sind punk­tu­ell in der regio­na­len Gas­tro­no­mie ver­tre­ten. „Gegen Vor­anmel­dun­gen mit min­des­tens acht Per­so­nen bie­te ich ger­ne Füh­run­gen und Ver­kos­tun­gen in unse­rem Wein­gar­ten an“, ver­rät Can­dus­si. Eine Vor­schau auf die Qua­li­tät des Weins im heu­ri­gen Jahr kann die Win­ze­rin noch nicht geben. Aber: „Heu­er war das Wet­ter bis­her auf unse­rer Sei­te: Die Eis­män­ner sind aus­ge­blie­ben und der Wein beginnt aus­zu­trei­ben – es passt im Moment alles. Wir haben eigent­lich nur vor Hagel­ge­wit­tern Angst“, gesteht Can­dus­si.

27.05.2022 09:24
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Die Win­ze­rin von „Vinum Virunum“ Winzerin Alexandra Candussi

© Gert Köstinger/KK