Jubiläumsfest
Villachs Kläranlage am neuesten Stand der Technik
Die Kläranlage St. Agathen bei Villach wurde in den vergangenen beiden Jahren umfassend modernisiert. Am Freitag konnten sich die Besucher beim Tag der offenen Tür selbst davon überzeugen.
© Büro LR Schaar
Mit einem Tag der offenen Tür samt Führungen, Fachausstellung und Gewinnspiel wurde das 50-jährige Bestehen der Kläranlage Villach im Stadtteil St. Agathen gefeiert. Das Jubiläumsfest ließ sich auch Umwelt-Landesrätin Sara Schaar nicht nehmen. Im Dezember 1972 wurde die Kläranlage, die damals auf rund 60.000 Einwohner ausgelegt war, eröffnet. Heute reinigt die Kläranlage die Abwässer Villachs und von neun Umland-Gemeinden, ihre Kapazität ist mittlerweile auf 250.000 Personen ausgerichtet.
Neuester Stand der Technik
Für zusätzliche Mengen an Betriebsabwässern wird ein spezielles Reinigungsverfahren eingesetzt. Eine Pumpdruckleitung entlastet bestehende Sammelkanäle. Auch die Energieversorgung ist nun auf dem neuesten Stand. Denn ein Blockheizkraftwerksmodul, in dem Faulgas in Strom und Wärme umgewandelt wird, senkt die Energiekosten der Anlage, die außerdem für einen Blackout gerüstet wurde. „Es freut mich, dass die Stadt Villach im Rahmen ihrer Sonnenstrom-Offensive auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kläranlage installiert hat, die bereits im März in Betrieb gegangen ist“, lobte Schaar bei der Jubiläumsfeier die Investition in den Erneuerbaren-Ausbau und die weiteren Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Von der Landes-Umweltabteilung gibt es für die Errichtung kommunaler Photovoltaik-Anlagen und für Maßnahmen im Sinne der Energieeffizienz einen eigenen Fördertopf, der auch von der Stadt Villach in Anspruch genommen wurde.
Villachs Bevölkerung wächst
„Villach ist eine der Städte in Österreich, die am stärksten wachsen. Um dieses an und für sich erfreuliche Wachstum auch stemmen zu können, müssen wir als Stadt sicherstellen, dass auch die nötige Infrastruktur zur Verfügung steht“, meinte Bürgermeister Günther Albel. Der Ausbau der Reinigungskapazitäten war auch deswegen notwendig, weil die Stadt nicht nur wächst, sondern die Anlage auch die Abwässer einiger Umlandregionen reinigt. Gleichzeitig siedeln sich in Villach immer mehr Betriebe an. Also mehr Abwässer, mehr Klärbedarf. Das bedeutet für den Standort, dass sich Villach sehr gut entwickle, immer mehr Menschen hier leben wollen und immer mehr Betriebe sich hier ansiedeln.

Energiekosten gesenkt
„Neben der schon angesprochenen Kapazitätserweiterung haben wir vor allem darauf geachtet, die Energiekosten zu senken. Damit entsprechen wir auch unserer Grenzenlos-Grün-Richtlinie, die wir uns selbst verordnet haben“, erklärte Stadtrat Harald Sobe. Villach ist somit nicht nur eine der am meisten wachsenden Städte Österreichs, sondern auch eine der nachhaltigsten.
Prominenz mit dabei
Am Jubiläumsfestakt, musikalisch umrahmt von der Musikschule Villach und moderiert von Martina Klementin, nahmen unter anderem Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig, die Stadträte Erwin Baumann und Christian Pober, die Bürgermeister Reinhard Antolitsch (Arnoldstein), Christian Hecher (Bad Bleiberg) und Maximilian Linder (Afritz) sowie Infineon-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka teil.
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