„United Against Waste“

Elisabethinen-Krankenhaus verschwendet keine Lebensmittel

Im Kampf gegen Lebensmittel-Abfälle ist Bewusstseinsbildung wesentlich. Das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt ist in diesem Bereich Vorreiter. Das Land Kärnten fördert Beratung von Küchen-Betrieben.

Elisabethinen-Krankenhaus verschwendet keine Lebensmittel „Nix übrig für Verschwendung“ haben „Küchenprofi(t)“-Beraterin Elke Oberhauser, Klaus Weis (Food-Manager der Markas GmbH), Elke Haber (kaufmännische Direktorin des Elisabethinen-Krankenhauses) und Landesrätin Sara Schaar (von links)

© Büro LR Schaar

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Die Aktionstage der Initiative „United Against Waste“ finden zwischen 26. September und 2. Oktober statt. Sie dienen speziell der Bewusstseinsbildung zur Lebensmittel-Abfallvermeidung in der Außer-Haus-Verpflegung, aber auch in den eigenen vier Wänden.

Abfall-Monitoring

Mit positivem Beispiel voran geht das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt. Es unterzog sich im Vorjahr einem Abfall-Monitoring der Initiative „United Against Waste“. Das Ergebnis: Während der entsorgte, vermeidbare Lebensmittel-Abfall in Österreichs Krankenhäusern durchschnittlich 31 Prozent der ausgegebenen Essensmenge ausmacht, zählte das Elisabethinen-Krankenhaus mit 21 Prozent zu den besten zehn von 44 unter die Lupe genommenen Krankenhäusern in Österreich. Rund 500 Portionen werden im Krankenhaus täglich frisch zubereitet. Mit der Verpflegung von Mitarbeitenden und Patienten betraut ist die Markas GmbH.

Energieeffizienz und Regionalität in Küche

„In der Umwelt-Beurteilung im Zuge der EMAS-Zertifizierung hat sich herausgestellt, dass die größten Nachhaltigkeitshebel bei Energie-Einsatz, Abfall-Aufkommen und Wasserverbrauch liegen“, erklärt Elke Haber, kaufmännische Direktorin im Elisabethinen-Krankenhaus, die Nachhaltigkeitsstrategie. Daher werden gezielt Maßnahmen in Bereichen der Energieeffizienz, der Ökologisierung des Fuhrparks, der Regionalität in der Küche und der Zusammenarbeit mit „United Against Waste“ gesetzt.

Mitarbeiter dürfen Lebensmittel mitnehmen

„Gemeinsam mit ,United Against Waste‘ überwachen wir unsere Lebensmittel-Abfälle – so können wir bei Bedarf gegensteuern. Wir analysieren regelmäßig unsere Teller-Retouren, um Gerichte und Portionsgrößen anzupassen. Die Rezepturen der Speisen werden bei uns elektronisch berechnet, um Überproduktion zu vermeiden“, schildert Klaus Weis, Food-Manager der Markas GmbH. Patienten und Mitarbeitende haben bei Komponenten oder Menü-Bestandteilen die Wahl, um Teller-Retouren vorzubeugen. Bleibt trotzdem etwas übrig, dürfen die Küchenmitarbeiter Überbestände mit nach Hause nehmen. Verpackungsmüll wird reduziert, indem Waren in verschließbaren Hochregalen statt in folierten Gebinden geliefert werden, Gemüse über regionale Händler in Mehrwegkisten bestellt wird oder Kartoffeln in größeren Mengen angeliefert werden. „Ich freue mich, dass Kärntner Betriebe wie das Elisabethinen-Krankenhaus in ihrer Rolle als Großverpfleger auch Verantwortung für die Abfall-Vermeidung übernehmen“, lobt Umwelt-Landesrätin Sara Schaar das Engagement.

 

Wissenswert

Die Landes-Umweltabteilung fördert über das Effizienzprogramm „Ökofit Kärnten“ im Rahmen des Programms „Küchenprofi(t)“ die Beratung von Küchen-Betrieben – samt individueller Abfall-Analyse und Begleitung bei der Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen. 50 Prozent der Kosten werden übernommen. Die Berater sind vor Ort in den Betrieben tätig und prüfen den Weg der Lebensmittel genau – von der Anlieferung über die Lagerung und Zubereitung bis hin zur Entsorgung.

26.09.2022 18:50 - Update am: 26.09.2022 16:52
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Elisabethinen-Krankenhaus verschwendet keine Lebensmittel „Nix übrig für Verschwendung“ haben „Küchenprofi(t)“-Beraterin Elke Oberhauser, Klaus Weis (Food-Manager der Markas GmbH), Elke Haber (kaufmännische Direktorin des Elisabethinen-Krankenhauses) und Landesrätin Sara Schaar (von links)

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