Landespolitik

Nacht­sicht­ge­rä­te bei Beja­gung des Wolfs nun erlaubt!

Die Kärntner Landesregierung beschloss gestern eine Verordnung, die den Einsatz Nachtsichtgeräten ermöglicht.

Nacht­sicht­ge­rä­te bei Beja­gung des Wolfs nun erlaubt! Wegen der rasant wachsenden Population in Slowenien und Italien nimmt auch die Präsenz des Wolfs in Kärnten zu (Symbolfoto).

© Pixabay/Rain Carnation

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Wegen der rasant wach­sen­den Popu­la­ti­on in Slo­we­ni­en und Ita­li­en nimmt auch die Prä­senz des Wolfs in Kärn­ten zu. Mit schwe­ren Fol­gen: Im Jahr 2021 gab es 123 Wolfs­ris­se, heu­er sind bereits rund 300 Nutz­tie­re von Wöl­fen getö­tet wor­den. Weil der­zeit der Alm­ab­trieb im Gan­ge ist, steigt die Zahl wei­ter an. Täglich wer­den ver­miss­te Nutz­tie­re nach­ge­mel­det.

Ände­rung des Kärnt­ner Jagd­ge­set­zes

Nach der seit Anfang des Jah­res gel­ten­den Wolfs­ver­ord­nung setzt die Lan­des­re­gie­rung einen wei­te­ren Schritt, um die Beja­gung von Pro­blem­wöl­fen zu erleich­tern. „Nach dem Beschluss im Kärnt­ner Land­tag im Juli, mit dem das Kärnt­ner Jagd­ge­setz geän­dert wur­de, haben wir eine ent­spre­chen­de Ver­ord­nung beschlos­sen, mit der der Ein­satz von Infra­rot- und elek­tro­ni­schen Ziel­ge­rä­ten, also Nacht­sicht­ge­rä­ten, für die Wolfs­be­ja­gung erlaubt wird“, infor­miert Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber, zustän­di­ger Jagd- und Agrar­lan­des­rat, nach der Regie­rungs­sit­zung.

Schutz von Mensch und Tier

Die Kärnt­ner Wolfs­ver­ord­nung ist ein­zig­ar­tig in Öster­reich. Sie ermög­lich­te es in die­sem Jahr, so Gru­ber, inner­halb weni­ger Tage Ver­grä­mungs­schrit­te zu set­zen oder Frei­ga­ben zur soge­nann­ten Ent­nah­me von Risi­ko­wöl­fen nach der Ver­ord­nung zu ertei­len. Maß­nah­men, für die es zuvor wochen­lan­ge Bescheid­prü­fungs­ver­fah­ren gebraucht hat­te. „Jetzt haben wir eine wei­te­re Maß­nah­me gesetzt, die dem Schutz von Mensch und Tier dient und die ein wich­ti­ger Schritt ist, um die Jäger bei der Umset­zung der Wolfs­ver­ord­nung zu unter­stüt­zen“, betont Gru­ber.

EU-Kom­mis­si­on am Zug!

Die Lan­des­re­gie­rung habe somit alles getan, was recht­lich der­zeit mög­lich ist, um bei Pro­blem­wöl­fen ein­grei­fen zu kön­nen. „Wir haben gehan­delt – jetzt ist die EU-Kom­mis­si­on am Zug! Sie muss end­lich den Schutz­sta­tus des Wolfs sen­ken“, erneu­ert Gru­ber sei­ne kla­re For­de­rung Rich­tung Brüs­sel.

28.09.2022 07:23 - Update am: 28.09.2022 07:25
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Nacht­sicht­ge­rä­te bei Beja­gung des Wolfs nun erlaubt! Wegen der rasant wachsenden Population in Slowenien und Italien nimmt auch die Präsenz des Wolfs in Kärnten zu (Symbolfoto).

© Pixabay/Rain Carnation