Geschichten-Festival
Schreibtalente im Mölltal prämiert
Mölltaler Geschichten-Festival mit 288 Einreichungen: Gestern stand die Preisverleihung der Mölltaler „SchreibAdern“ und zum zweiten Mal auch des Literaturpreises des Landes Kärnten im Beisein von Landesrätin Sara Schaar auf dem Programm.
© Büro LR Schaar
Im Kulturhaus Flattach stand gestern das große Finale des diesjährigen Mölltaler Geschichten-Festivals auf dem Programm. Das Festival ist ein gemeinsames Projekt des Vereins „ProMÖLLTAL“ mit allen zwölf Mölltaler Gemeinden. In diesem Jahr wurden Kurzgeschichten unter dem Motto „Sieben“ gesucht. Autoren aus dem deutschsprachigen Raum reichten insgesamt 288 Geschichten ein. Eine Vorauswahl-Jury hatte die Qual der Wahl, 29 Kurzgeschichten auszuwählen, die im Rahmen von vier Lesungen im September der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Gestern stand die Preisverleihung der Mölltaler „SchreibAdern“ und zum zweiten Mal auch des Literaturpreises des Landes Kärnten für Kurzgeschichten im Beisein von Landesrätin Sara Schaar, Flattachs Bürgermeister Kurt Schober und Nationalpark-Direktorin Barbara Pucker auf dem Programm.
Literaturpreis des Landes Kärnten
Der mit tausend Euro dotierte und von der Fachjury bestimmte Landes-Literaturpreis, den Schaar in Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser überreichte, ging an Elisabeth Kofler-Weichselbraun für ihr Werk „Das Erdäpfelgeißlein“. „Sich bei 288 Einreichungen durchzusetzen, ist eine beachtliche Leistung“, gratulierte Schaar der Siegerin. Es freute sie besonders, dass 42 Einreichungen von Nachwuchs-Autoren sowie 34 von Mölltalern eingelangt waren. „Damit ist das Mölltaler Geschichten-Festival einerseits eine fixe Größe in der Literaturszene des deutschsprachigen Raums, und andererseits ganz stark regional verankert und belebt so das kulturelle Leben im Mölltal“, fasste Schaar zusammen.
Nachwuchspreis des Nationalparks Hohe Tauern
Als Nationalpark-Referentin überreichte Schaar gemeinsam mit Nationalpark-Direktorin Pucker weiters den Nachwuchspreis des Nationalparks Hohe Tauern, bei dem es heuer gleich zwei erste Plätze gab: für „Seven ways to live“ von Jana Leonhartsberger sowie „Die sieben Sanduhren“ von Miriam Mair. Vergeben wurden außerdem der Mölltaler Preis (beste Geschichte eines Mölltaler Autors) an Anna Fercher für „Das Salz fremder Tränen“ und der Publikumspreis an Anita Hetzenauer („Das Zwetschgenknödelessen“).
Menschen mit Literatur ansprechen
Schaar dankte dem Organisationsteam um Melitta Fitzer für die gelungene Veranstaltung, allen Einreichern und der Jury mit Verlegerin Marilies Jagsch, Lektorin Annemarie Klinger, Kultur-Redakteur Bernd Melichar, Buchhändler Robert Renk und Jury-Leiterin Lydia Mischkulnig, die mit einer Lesung begeisterte. Für die musikalische Umrahmung der Preisverleihung sorgten das Terzett „Mundwerk“ und die Musikschule Mölltal. „Durch Literatur, durch Geschichten fühlen sich Menschen auf besondere Art und Weise angesprochen und im tiefen Inneren verstanden. Danke an alle Mitwirkenden, die das möglich machen“, betonte Schaar.

