Politik

Gerüch­te bestä­tigt: Zel­te für Flücht­lin­ge in Vil­lach-Lan­gau­en

Auf dem Gelände der Bundesbetreuungseinrichtung in Villach-Langauen lässt das Innenministerium Flüchtlingszelte aufstellen. Landesrätin Sara Schaar und Bürgermeister Günther Albel kritisieren fehlende Information.

Gerüch­te bestä­tigt: Zel­te für Flücht­lin­ge in Vil­lach-Lan­gau­en Vertreter der Kärntner Landesregierung und der Stadt Villach üben erneut Kritik am Vorgehen des Innenministeriums.

© Red/KK

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Dass das Innen­mi­nis­te­ri­um ges­tern ohne Infor­ma­ti­on 160 Flücht­lin­ge in einer Ein­rich­tung der Kla­gen­fur­ter Frem­den­po­li­zei unter­ge­bracht hat­te, schlug bereits hohe Wel­len („KLiCK Kärn­ten“ berich­te­te). Eben­so ges­tern muss­ten dann Lan­des­rä­tin und Flücht­lings­re­fe­ren­tin Sara Schaar sowie Vil­lachs Bür­ger­meis­ter Gün­ther Albel aus Medi­en erfah­ren, dass Zel­te auf dem Gelän­de der Bun­des­be­treu­ungs­ein­rich­tung Vil­lach-Lan­gau­en auf­ge­stellt wer­den.

Innen­mi­nis­ter in der Kri­tik

„Ich möch­te fest­hal­ten, dass im Rah­men der Kon­fe­renz der Flücht­lings­re­fe­renten am Don­ners­tag von Innen­mi­nis­ter Ger­hard Kar­ner ledig­lich die Infor­ma­ti­on kam, dass über Zel­te in den Bun­des­län­dern nach­ge­dacht wird. Über kon­kre­te Stand­or­te sprach er nicht“, berich­tet Lan­des­rä­tin Sara Schaar. Dass gleich weni­ge Stun­den spä­ter Flücht­lin­ge in Zel­ten unter­ge­bracht wer­den, ist, so Schaar, höchst merk­wür­dig: „Ich kann mir kaum vor­stel­len, dass Innen­mi­nis­ter Kar­ner davon am Don­ners­tag noch nichts wuss­te.“

Auf­sto­ckung des Per­so­nals gefor­dert

Auch Vil­lachs Bür­ger­meis­ter Albel spricht von „unkla­rer und feh­len­der Kom­mu­ni­ka­ti­on“: „Nach­dem das Land Kärn­ten und auch die Stadt Vil­lach dies­be­züg­lich kei­ne Mög­lich­keit der Mit­spra­che oder Mit­wir­kung haben, for­de­re ich eine Auf­sto­ckung des Gesund­heits­per­so­nals und der Poli­zei-Bediens­te­ten für Vil­lach-Lan­gau­en.“

Anru­fe besorg­ter Bür­ger

Schaar übt schar­fe Kri­tik: „Die feh­len­de Infor­ma­ti­on des Innen­mi­nis­ters und auch die ver­wir­ren­den Infor­ma­tio­nen, die an die Medi­en erge­hen, offen­ba­ren eines: Innen­mi­nis­ter Kar­ner möch­te kei­ne gemein­sa­me Lösung in die­ser huma­ni­tä­ren Not­la­ge.“ Sie betont, dass das Land Kärn­ten wei­ter­hin an einer gemein­schaft­li­chen Lösung der Quar­tiers­pro­ble­ma­tik inter­es­siert ist. „Doch dafür muss man auch mit uns kom­mu­ni­zie­ren. Denn schließ­lich errei­chen uns im Land Kärn­ten und in den Städ­ten besorg­te Anru­fe von Bür­gern, die wir ger­ne trans­pa­rent infor­mie­ren wol­len“, erklärt Schaar.

Unter­brin­gungs­quo­te in Kärn­ten

Sie weist noch­mals dar­auf hin, dass bei nähe­rer Betrach­tung der Unter­brin­gungs­quo­te Kärn­ten im Bereich der Asyl­su­chen­den (ohne Ukrai­ner) sogar bei knapp über hun­dert Pro­zent liegt. Bei den unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen ist es sogar eine Quo­te von 114 Pro­zent. Ledig­lich der Bereich der ukrai­ni­schen Ver­trie­be­nen wird der­zeit nicht erfüllt. Das liegt aller­dings dar­an, dass Ver­trie­be aus der Ukrai­ne meist in Bal­lungs­zen­tren abwan­dern, weil es dort grö­ße­re ukrai­ni­sche Com­mu­ni­tys gibt.

15.10.2022 07:46
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Gerüch­te bestä­tigt: Zel­te für Flücht­lin­ge in Vil­lach-Lan­gau­en Vertreter der Kärntner Landesregierung und der Stadt Villach üben erneut Kritik am Vorgehen des Innenministeriums.

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