Landesmuseum
Zeitkapsel der Grundsteinlegung wurde gefunden
Der Baufortschritt beim Landesmuseum läuft planmäßig. Besonders schön: Eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1879 wurde gefunden.
© LPD Kärnten/Dietmar Wajand
Heute verschafften sich Landeshauptmann Peter Kaiser und Kultur-Abteilungsleiter Igor Pucker einen Überblick über den Baufortschritt beim Landesmuseum, das bereits 2022 wiedereröffnet werden soll. Seit über einem Jahr wird an der größten Kultur-Baustelle Kärntens, an der Generalsanierung, gearbeitet. 13,2 Millionen Euro fließen in das “neue Haus für Kärnten”, wie es Pucker, ehemaliger Direktor des Landesmuseums, bezeichnet.
Zeitkapsel aufgefunden
Bei den Bauarbeiten wurde eine Zeitkapsel unter den Bodenplatten des Foyers gefunden. Das Datum: 24. April 1879. Kaiser dazu: “Man könnte sagen, Baufortschritt traf auf Geschichte. Gefunden wurde ein versiegelter kupferner Zylinder von 56 Zentimetern Länge und zwölf Zentimetern Durchmesser mit Bauplänen und einer Bauurkunde.”
Zeitgerechte Fertigstellung
Das neue Landesmuseum soll, so Pucker, jeden Kärntner ansprechen – nicht nur rein intellektuell oder wissensorientiert sein. “Ein Besuch im neuen Museum soll überraschen, unterhalten und natürlich auch zum Nachdenken anregen, aber vor allem soll das neu gestaltete Rudolfinum zur Wiederkehr einladen.”
Eine fristgerechte Fertigstellung wird laut Johannes Ragger vom Landesimmobilien-Management möglich sein. Die Abbruch- und Rückbau-Maßnahmen liefen glücklicherweise ohne Unfall ab, die erste “Betonbuchstütze” im nördlichen Innenhof ist zu 80 Prozent fertiggestellt. Sie stellt ein zentrales Element dar – neben der „Betonbuchstütze Süd“ und dem neuen Stahl-Glasdach.
Mehr Platz und Licht
Im Landesmuseum ist nach Plänen des Architekten-Büros Winkler + Ruck sowie Ferdinand Certov das “große Aufräumen” angesagt. Mehr Licht und mehr Raum sind das Ziel. “Der Entwurf führt das Gebäude auf seine ursprüngliche klare Grundstruktur zurück, entfernt störende nachträgliche Einbauten und erreicht sämtliche zur funktionalen Ertauglichung erforderlichen Maßnahmen durch minimale homöopathische Eingriffe”, so die Architekten.
An diesem Projekt arbeiten derzeit 30 Firmen (nur vier nicht aus Kärnten) und 13 Planungsbüros (nur zwei von außerhalb Kärntens).

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