Klagenfurt

Inte­gra­ti­ons­preis des Lan­des Kärn­ten 2022 ver­lie­hen

Das Land Kärnten drückte ihre Wertschätzung für wichtige Integrationsarbeit in Zivilgesellschaft, Unternehmen und Gemeinden aus: Der Integrationspreis 2022 ging an Fundermax, den Sportverein Donau Klagenfurt-St. Ruprecht und den Verein „Together“.

Inte­gra­ti­ons­preis des Lan­des Kärn­ten 2022 ver­lie­henIntegrationslandesrätin Sara Schaar, Khadija Chah, Marina Schader, Bettina Hofmeister, Integrationsbeauftragte Mandana Poureh, Wilfried Guggenberger, Josef Natek und Verena Tscherteu (Abteilung 13)

© Büro LR.in Schaar

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Zum bereits drit­ten Mal wur­de ges­tern, Diens­tag, der Inte­gra­ti­ons­preis des Lan­des Kärn­ten im Rah­men eines Fest­ak­tes im Spie­gel­saal der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung ver­lie­hen. „Unter dem Mot­to ‚gemeinsam.gewinnt‘ holen wir in der Inte­gra­ti­ons­ar­beit beson­ders akti­ve Gemein­den und Unter­neh­men sowie zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment vor den Vor­hang. Es gibt in Kärn­ten näm­lich zahl­rei­che Initia­ti­ven, die zum Abbau von Vor­ur­tei­len bei­tra­gen und die den Zusam­men­halt in der Gesell­schaft sowie das Mit­ein­an­der von Men­schen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund för­dern“, sag­te Inte­gra­ti­ons­lan­des­rä­tin Sara Schaar bei der Ver­lei­hung.

Inte­gra­ti­ons­preis in drei Kate­go­rien

Ver­ge­ben wur­de der Inte­gra­ti­ons­preis in drei Kate­go­rien: „gemeinsam.arbeiten“ (Unter­neh­men), „gemeinsam.vor.ort“ (Gemein­den) sowie „gemeinsam.begegnen“ (Zivil­ge­sell­schaft). Der Inte­gra­ti­ons­preis ist pro Kate­go­rie mit 5.000 Euro dotiert. Das aus­ge­zeich­ne­te Pro­jekt in der Kate­go­rie Unter­neh­men wur­de bei Fun­der­max in St. Veit rea­li­siert. Gemein­sam mit Stu­die­ren­den der Fach­hoch­schu­le (FH) Kärn­ten (Stu­di­en­gang „Disa­bi­li­ty & Diver­si­ty Stu­dies“) wur­de ein Manage­ment-Kon­zept zu „Disa­bi­li­ty & Diver­si­ty“ (Inklu­si­on und Viel­falt) erstellt und einer­seits bereits im Betrieb imple­men­tier­te Maß­nah­men, ande­rer­seits Poten­tia­le in die­sem Bereich ana­ly­siert. Fazit: Das Enga­ge­ment ist bei Fun­der­max bereits sehr hoch. Aus dem Kon­zept wur­den auch Teil­pro­jek­te erar­bei­tet, die nun unter­neh­mens­in­tern umge­setzt wer­den. Im Mit­tel­punkt steht die Sen­si­bi­li­sie­rung zum The­ma „Disa­bi­li­ty & Diver­si­ty“.

Inte­gra­ti­ons­preis für Sport­ver­ein Donau St. Ruprecht

In der Kate­go­rie Gemein­den ging der Inte­gra­ti­ons­preis an den Sport­ver­ein Donau Kla­gen­furt-St. Ruprecht. 1952 vom stu­den­ti­schen Flü­gel ver­trie­be­ner Donau­schwa­ben gegrün­det, steht der Ver­eins­na­me seit jeher für Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on. Die der­zeit rund 150 Sport­ler stam­men aus 31 ver­schie­de­nen Län­dern. Im Sport­ver­ein ist man sehr stolz auf die­se Viel­falt, Inte­gra­ti­on wird hier tag­täg­lich gelebt. So lau­tet das Ver­eins­mot­to nicht umsonst „Respekt und Tole­ranz – gegen Ras­sis­mus jeg­li­cher Art“. Für das jahr­zehn­te­lan­ge Enga­ge­ment in die­sem Bereich wur­de der Sport­ver­ein Donau bereits mit dem „Social Foot­ball Award“ des ÖFB und sogar mit dem „Grass­roots Award“ der UEFA bedacht.

Ver­ein „Tog­e­ther“ gewann in Kate­go­rie Zivil­ge­sell­schaft

Der Ver­ein „Tog­e­ther“ (Ver­ein zur För­de­rung öko­so­zia­len Bewusst­seins und Rea­li­sie­rung gemein­nüt­zi­ger Pro­jek­te) gewann in der Kate­go­rie Zivil­ge­sell­schaft. Vor neun Jah­ren gegrün­det, betreibt „Tog­e­ther“ mitt­ler­wei­le 13 Aus­ga­be­stel­len für (geret­te­te) Lebens­mit­tel und Sach­spen­den, die damit einer Wei­ter­ver­wen­dung zuge­führt wer­den. Dies nut­zen wöchent­lich rund 1.400 Haus­hal­te in Kärn­ten. Unter den etwa 400 Hel­fern im Ver­ein fin­det man auch vie­le Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, aktu­ell auch ukrai­ni­sche Ver­trie­be­ne, die in ihrer Arbeit für ande­re Sinn fin­den und sich daher im Ver­ein frei­wil­lig enga­gie­ren.

Geleb­te Pra­xis bei Inte­gra­ti­ons­leit­bild Kärn­ten

„Ich freue mich, dass wir mit dem Inte­gra­ti­ons­preis Best-Prac­ti­ce-Pro­jek­te vor den Vor­hang holen und die Wich­tig­keit der Inte­gra­ti­ons­ar­beit in der Gesell­schaft auf­zei­gen kön­nen. So wird zusätz­lich zu unse­ren ande­ren Maß­nah­men dafür Sor­ge getra­gen, dass das Inte­gra­ti­ons­leit­bild in Kärn­ten auch prak­tisch umge­setzt wird“, sag­te Man­da­na Poureh, Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­te des Lan­des Kärn­ten. Die Fach­ju­ry besteht übri­gens von Beginn an aus Hans Karl Peter­li­ni (Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt), Wolf­gang Pucher (Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung), Mari­ka Gru­ber (FH Kärn­ten), Ger­da Irs­chitz (Abtei­lung 13, Land Kärn­ten) und Ger­not Hobel (Gemein­de­bund).

Fried­li­ches Mit­ein­an­der mög­lich gemacht

„Inte­gra­ti­on soll ein gedeih­li­ches und fried­li­ches Mit­ein­an­der mög­lich machen. Die aus­ge­zeich­ne­ten Initia­ti­ven bewei­sen, dass dies in Kärn­ten funk­tio­niert – vor allem dank der vor­bild­li­chen Inte­gra­ti­ons­ar­beit vor Ort, in den Gemein­den, in Ver­ei­nen, in Unter­neh­men, in der Zivil­ge­sell­schaft. Vie­len Dank für die­sen Ein­satz für ein gutes Mit­ein­an­der von Zuwan­de­rin­nen und Zuwan­de­rern mit der Bevöl­ke­rung in Kärn­ten“, lob­te Schaar im Rah­men der Preis­ver­lei­hung, bei wel­cher auch über die Arbeits­markt-Inte­gra­ti­on von Migran­tin­nen und Migran­ten in Kärn­ten dis­ku­tiert wur­de. Die Lan­des­rä­tin schick­te vor­aus, dass noch die­se Woche ein Jour Fixe zu Inte­gra­ti­on in Kärn­ten mit allen rele­van­ten Inter­es­sens­grup­pen statt­fin­det.

15.12.2022 10:00 - Update am: 15.12.2022 10:09
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Inte­gra­ti­ons­preis des Lan­des Kärn­ten 2022 ver­lie­henIntegrationslandesrätin Sara Schaar, Khadija Chah, Marina Schader, Bettina Hofmeister, Integrationsbeauftragte Mandana Poureh, Wilfried Guggenberger, Josef Natek und Verena Tscherteu (Abteilung 13)

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