Internationaler Frauentag

Mehr Zivil­cou­ra­ge zei­gen

Heute (8. März) ist der internationale Frauentag. „KLiCK Kärnten“ bat die Obfrau der Wirtschaftskammer im Bezirk Feldkirchen und Unternehmerin Eva Hoffmann zum Interview.

Hoffmann Eva Hotelierin Eva Hoffmann vom "Seehotel Hoffmann" in Steindorf am Ossiacher See.

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Eva Hoff­mann, Unter­neh­me­rin sowie Wirt­schafts­kam­mer Bezirks­ob­frau und stell­ver­tre­ten­de Obfrau vom Tou­ris­mus­ver­band Ger­lit­zen-Alpe-Ossia­cher See hat im Berufs­le­ben viel mit Frau­en zu tun. Anläss­lich des inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges gab die Mut­ter zwei­er Söh­ne „KLiCK Kärn­ten“ ein Inter­view.

„KLiCK Kärn­ten“: Was bedeu­tet für Sie der inter­na­tio­na­le Frau­en­tag?
Eva Hoff­mann: Die­ser Tag hat eine gro­ße Bedeu­tung. Der Inter­na­tio­na­le Frau­en­tag wur­de 1975 von den Ver­ein­ten Natio­nen im Rah­men des inter­na­tio­na­len Jah­res der Frau ins Leben geru­fen. Mit dem Ziel, die Rech­te der Frau­en auf­zu­zei­gen.

Wie kommt es, dass Frau­en oft bei glei­cher Leis­tung wie die Män­ner, weni­ger Lohn erhal­ten?
Für mich ist es immer noch unvor­stell­bar, dass Frau­en bei glei­cher Leis­tung weni­ger Geld erhal­ten. Das ist ein Unding, in mei­nem Betrieb gibt es schon lan­ge die Gleich­stel­lung, egal ob Mann oder Frau. Ich emp­fin­de die Aus­sa­ge: Sie steht ihren Mann, ein­fach schreck­lich. Das ist eine Dis­kri­mi­nie­rung.

Müs­sen Sie dafür Kri­tik ein­ste­cken?
Nein, wir haben ein gemisch­tes Team bei glei­cher Bezah­lung und das tut dem Betrieb gut. Wir haben ein gutes Stamm­per­so­nal. Das ist für uns der Lohn der guten Betreu­ung. Die Mit­ar­bei­ter blei­ben über Jah­re bei uns. Es gibt eine elek­tro­ni­sche Zeit­er­fas­sung, es wird alles gezahlt was gear­bei­tet wird. Jeder Fei­er­tag wird ord­nungs­ge­mäß bezahlt. Den Mit­ar­bei­tern muss es gut gehen und die Arbeit Freu­de berei­ten.

Gewalt gegen­über Frau­en ist noch immer all­ge­gen­wär­tig. Wo sehen sie die Ursa­chen sol­cher Über­grif­fe?
Für mich ist es schreck­lich, dass wir über­haupt Frau­en­häu­ser brau­chen. Die Wert­schät­zung der Frau beginnt in den eige­nen vier Wän­den statt. Da kann auch die Poli­tik nichts ändern, das muss schon in den eige­nen Fami­li­en vor­ge­lebt wer­den.

Wie soll das Umfeld bei Anzei­chen von Gewalt reagie­ren?
Auf kei­nen Fall soll man weg­schau­en. Da ist Zivil­cou­ra­ge gefragt, denn Gewalt an einer Frau ist kein Kava­liers­de­likt.

Wie sieht es mit der Wert­schät­zung der Frau­en im Beruf aus?
Die Wert­schät­zung gegen­über den Mit­ar­bei­te­rin­nen ist wich­tig. Oft sind es die Gäs­te, die sich gegen­über den Mit­ar­bei­te­rin­nen dane­ben­be­neh­men. Da kann es schon vor­kom­men, dass ich als Che­fin die Gäs­te zurecht­wei­sen muss.

Wie sehen Sie Her­aus­for­de­run­gen der Frau­en im Beruf und Fami­lie?
Frau­en haben noch immer die mehr­sei­ti­ge Her­aus­for­de­rung zwi­schen Beruf und Fami­lie. Das kommt daher, dass Frau­en die Kin­der zur Welt brin­gen und sich dadurch auch mehr für die Kin­der zustän­dig füh­len als die Väter. Dazu kommt auch die Erwerbs­ar­beit. Oft sind auch Pfle­ge­the­men inner­halb der Fami­lie zu bewäl­ti­gen.

Haben Sie einen Leit­satz für den inter­na­tio­na­len Frau­en­tag?
Als Unter­neh­me­rin darf ich den Frau­en bei glei­cher Arbeit nicht weni­ger zah­len. Frau­en müs­sen gleich­wer­tig behan­delt wer­den. Ich sage mir, ich muss als Frau eine ande­re Frau genau­so behan­deln, wie ich selbst behan­delt wer­den will.

Dan­ke für das Gespräch.

08.03.2023 13:00
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Hoffmann Eva Hotelierin Eva Hoffmann vom "Seehotel Hoffmann" in Steindorf am Ossiacher See.

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