Klagenfurt
Fortbildungstag zu „Gefahren im Internet“
„In Kärnten suchen wir dringend laufend weitere Pflegefamilien, die einem oder mehreren Kindern einen Platz in ihrer Familie geben", informiert Landesrätin Sara Schaar.
© Büro LR.in Schaar
In Kärnten gibt es 225 Pflegefamilien, die Kindern in Not ein zweites Zuhause geben. 274 Pflegekinder werden begleitet und erhalten die Zuwendung und Stabilität, die sie benötigen. „Im Kärntner Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz sind zweimal jährlich Schulungen verankert, um Pflegeeltern bei der Bewältigung dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen“, berichtet Landesrätin Sara Schaar.
160 Pflegeeltern nahmen teil
Ein solcher Fortbildungstag fand heute (18. November 2023) statt, an dem rund 160 Pflegeeltern und 70 Pflegekinder teilnahmen. Als Hauptthema wurde „Gefahren im Internet“ gewählt. Miriam Wellik, im Landeskriminalamt Kärnten für Prävention zuständig, ging auf den Umgang mit digitalen Medien und Themen wie Grooming, Sexting oder Fake-E-Mails ein — Themen, mit denen sich auch Pflegefamilien auseinandersetzen müssen. Im Rahmen von Workshops wurde das Hauptthema vertiefend behandelt, aber auch Erfahrungen in Bezug auf Krisenbewältigung bei Kleinkindern oder Verwandtschaftspflege ausgetauscht.
Suche nach Pflegeeltern
„In Kärnten suchen wir dringend laufend weitere Pflegefamilien, die einem oder mehreren Kindern einen Platz in ihrer Familie geben. Denn für Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihrer leiblichen Familie leben können, besonders für Säuglinge und Kleinkinder, bedeutet die Aufnahme in eine Pflegefamilie eine große Chance, in familiärer Geborgenheit aufwachsen zu können“, weiß Schaar. „Dieses Engagement kann für unsere Gesellschaft als Ganzes nicht hoch genug wertgeschätzt werden.“ Gesucht werden Menschen mit oder ohne eigenen Kindern, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und sich vorstellen können, diese herausfordernde wie auch bereichernde Aufgabe zu übernehmen.
Umfangreiche Unterstützung
Unterstützt werden die Pflegefamilien abseits der vorgeschriebenen Fortbildungen durch Sozialarbeiter der Jugendämter sowie durch den Pflegeelterndienst, angesiedelt im SOS-Kinderdorf Moosburg, der auch eine engmaschige psychologische Begleitung garantiert. Um den Pflegefamilien für ihre Tätigkeit zu danken und ihnen eine weitere Plattform für Austausch zu bieten, wird es 2024 ein Fest für Pflegeeltern und ihre Kinder geben.
Wissenswert
Falls Sie sich vorstellen können, einem Kind ein zweites Zuhause zu geben und sich über die Aufgaben und Rahmenbedingungen informieren möchten, wenden Sie sich gerne an Andrea Hartlieb (050 536 14605) oder unter abt4.kjh@ktn.gv.at.
