Klagenfurt

Fort­bil­dungs­tag zu „Gefah­ren im Inter­net“

„In Kärnten suchen wir dringend laufend weitere Pflegefamilien, die einem oder mehreren Kindern einen Platz in ihrer Familie geben", informiert Landesrätin Sara Schaar.

Fort­bil­dungs­tag zu „Gefah­ren im Inter­net“ Gerald Stöckl, Andrea Hartlieb, Landesrätin Sara Schaar, Christine Gaschler-Andreasch und Christoph Schneidergruber (von links).

© Büro LR.in Schaar

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In Kärn­ten gibt es 225 Pfle­ge­fa­mi­li­en, die Kin­dern in Not ein zwei­tes Zuhau­se geben. 274 Pfle­ge­kin­der wer­den beglei­tet und erhal­ten die Zuwen­dung und Sta­bi­li­tät, die sie benö­ti­gen. „Im Kärnt­ner Kin­der- und Jugend­hil­fe-Gesetz sind zwei­mal jähr­lich Schu­lun­gen ver­an­kert, um Pfle­ge­el­tern bei der Bewäl­ti­gung die­ser ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­be zu unter­stüt­zen“, berich­tet Lan­des­rä­tin Sara Schaar.

160 Pfle­ge­el­tern nah­men teil

Ein sol­cher Fort­bil­dungs­tag fand heu­te (18. Novem­ber 2023) statt, an dem rund 160 Pfle­ge­el­tern und 70 Pfle­ge­kin­der teil­nah­men. Als Haupt­the­ma wur­de „Gefah­ren im Inter­net“ gewählt. Miri­am Wel­lik, im Lan­des­kri­mi­nal­amt Kärn­ten für Prä­ven­ti­on zustän­dig, ging auf den Umgang mit digi­ta­len Medi­en und The­men wie Groo­ming, Sex­ting oder Fake-E-Mails ein — The­men, mit denen sich auch Pfle­ge­fa­mi­li­en aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Im Rah­men von Work­shops wur­de das Haupt­the­ma ver­tie­fend behan­delt, aber auch Erfah­run­gen in Bezug auf Kri­sen­be­wäl­ti­gung bei Klein­kin­dern oder Ver­wandt­schafts­pfle­ge aus­ge­tauscht.

Suche nach Pfle­ge­el­tern

„In Kärn­ten suchen wir drin­gend lau­fend wei­te­re Pfle­ge­fa­mi­li­en, die einem oder meh­re­ren Kin­dern einen Platz in ihrer Fami­lie geben. Denn für Kin­der, die aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht bei ihrer leib­li­chen Fami­lie leben kön­nen, beson­ders für Säug­lin­ge und Klein­kin­der, bedeu­tet die Auf­nah­me in eine Pfle­ge­fa­mi­lie eine gro­ße Chan­ce, in fami­liä­rer Gebor­gen­heit auf­wach­sen zu kön­nen“, weiß Schaar. „Die­ses Enga­ge­ment kann für unse­re Gesell­schaft als Gan­zes nicht hoch genug wert­ge­schätzt wer­den.“ Gesucht wer­den Men­schen mit oder ohne eige­nen Kin­dern, die mit bei­den Bei­nen fest im Leben ste­hen und sich vor­stel­len kön­nen, die­se her­aus­for­dern­de wie auch berei­chern­de Auf­ga­be zu über­neh­men.

Umfang­rei­che Unter­stüt­zung

Unter­stützt wer­den die Pfle­ge­fa­mi­li­en abseits der vor­ge­schrie­be­nen Fort­bil­dun­gen durch Sozi­al­ar­bei­ter der Jugend­äm­ter sowie durch den Pfle­ge­el­tern­dienst, ange­sie­delt im SOS-Kin­der­dorf Moos­burg, der auch eine eng­ma­schi­ge psy­cho­lo­gi­sche Beglei­tung garan­tiert. Um den Pfle­ge­fa­mi­li­en für ihre Tätig­keit zu dan­ken und ihnen eine wei­te­re Platt­form für Aus­tausch zu bie­ten, wird es 2024 ein Fest für Pfle­ge­el­tern und ihre Kin­der geben.

Wis­sens­wert

Falls Sie sich vor­stel­len kön­nen, einem Kind ein zwei­tes Zuhau­se zu geben und sich über die Auf­ga­ben und Rah­men­be­din­gun­gen infor­mie­ren möch­ten, wen­den Sie sich ger­ne an Andrea Hart­lieb (050 536 14605) oder unter abt4.kjh@ktn.gv.at.

18.11.2023 19:00 - Update am: 18.11.2023 19:02
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Fort­bil­dungs­tag zu „Gefah­ren im Inter­net“ Gerald Stöckl, Andrea Hartlieb, Landesrätin Sara Schaar, Christine Gaschler-Andreasch und Christoph Schneidergruber (von links).

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