Neujahr
Die Sache mit den guten Vorsätzen…
Das neue Jahr steht vor der Tür und viele Menschen fassen gute Vorsätze, die sie bereits nach wenigen Tagen „vergessen“, verdrängen oder einfach nicht einhalten können. Heute präsentiere ich Ihnen, geschätzte Leserin und verehrter Leser, ungewöhnliche Vorsätze und Wünsche, die allerdings nicht ganz ernst gemeint sind….
© Pixabay/anncapictures
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Man denke an den unbändigen Willen, endlich ein wenig abzunehmen oder künftig nur mehr gesund zu leben. Oder mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu betreiben, sich weniger aufzuregen, im Beruf weiterzukommen oder die Partnerschaft stärken, für die Familie mehr Zeit haben, sich scheiden zu lassen oder gewisse Ziele endlich umzusetzen. Das klingt alles vernünftig und manche schaffen das sogar – ganze 365 Tage lang! Bis zum nächsten neuen Jahr.
- Der vor die Tür gesetzte und abberufene Klagenfurter Magistratsdirektor Peter Jost nimmt sich vor nicht gleich in die verhasste Pension zu gehen und will sich nach dem verhängten Hausverbot in der Tiefgarage am Neuen Platz ein bescheidenes Büro einrichten. Selbstverständlich auf Kosten der Steuerzahler – und mit vielen verrechneten Überstunden, mehreren Klagsandrohungen und einer Verdiensturkunde des Bürgermeisters samt „Dank und Anerkennung“.
- Der Ex-„Oberblaue“ Martin Strutz will sich nach seiner umstrittenen Bestellung zum „Projektkoordinator“ im Klagenfurter Rathaus auch 2024 keinen Herzinfarkt durch permanente Überarbeitung holen – und trotzdem wieder zahlreiche Überstunden kassieren (Obwohl der gefeuerte Magistratsdirektor Mitarbeitern Überstunden verboten hat).
- “Klagenfurt Wohnen“, eine Tochtergesellschaft der Stadt Klagenfurt mit 3185 Unterkünften, soll nach der Abberufung von Geschäftsführer und Prokurist weiterhin interimsmäßig von einem Magistrats-Mitarbeiter geführt werden – das spart der Stadt im neuen Jahr zwei Managergehälter! Geschäftsführer und Prokurist dürfen im Magistrat bleiben. Auch nach „diversen Missständen“, über die die Stadtregierung 2024 ebenfalls eisern schweigt. Die angeblich neuen Dienstwohnungen für Geschäftsführer und Prokurist befinden sich im städtischen Obdachlosenasyl.
- Das Ordnungsamt mit den uniformierten Mitarbeitern soll, das ist ein dicker Neujahrswunsch des freundlichen Leiters, personell gewaltig aufgestockt werden. Motto: „Sicher ist sicher — für jeden Klagenfurter/jede Klagenfurterin einen eigenen Privatsheriff“. Endlich mit allen Rechten, wie sie Polizisten besitzen…
- Der Klagenfurter Finanzreferent und „Datenabruf-Affäre-Aufdecker“ Vizebürgermeister Philipp Liesnig wünscht sich trotz verschwundener Millionen ein ordentliches Budget für 2024. Vorschlag: Alle Stadtsenatsmitglieder verzichten so lange auf ihre Gehälter, bis ein Jahresabschluss möglich ist.
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“KLiCK”-Kärnten Kolumnist Harald Raffer macht Geschichten zum Thema.
© Klick Kärnten - Der Klagenfurter Vizebürgermeister Alois „Loisl“ Dolina hat seinen mehrmals angekündigten Rückzug vom Rückzug nochmals genau überlegt – und will 2024 und 2025 noch bleiben. Damit hätte er die umstrittene Nachfolgefrage vorbildlich gelöst.
- Der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider beruft sich in den nächsten Monaten auf seine wichtigsten Referate: Tierschutz und Feuerwehr! Warum? Es geht alles vor die Hunde und es brennt an allen Ecken und Enden.
- Immobilien-Entwickler Franz Peter Orasch beabsichtigt Anfang Jänner das Klagenfurter Rathaus zu kaufen und in ein öffentliches Volkstheater zu verwandeln.
- Stadttheater-Intendant Aron Stiehl setzt nach dem neuen Budget für sein Haus einige teure Aufführungen ab und spielt in der nächsten Saison ein spottbilliges Stück: „Der Bettelstudent“.
- “Allein gegen die Mafia“ – die Kärntner Polizeidirektorin Michaela Kohlweiss könnte nach einer Hausdurchsuchung und einem blamablen Justizirrtum in Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Erhebungen gegen einen Camorra-Clan 2024 in dieser packenden TV-Serie mitspielen. Als uniformierter Unschuldsengel. Vorsatz der italienischen Finanzpolizei: Künftig besser recherchieren…
- Der Klagenfurter Flughafen soll, so der neue Geschäftsführer, endlich abheben. Abgehoben waren bisher nur diverse Ausbaupläne und Miteigentümer-Vertreter mit leeren Versprechungen und Luftschloss-Ankündigungen. Vorsatz: Zuschüsse bis zu 13 Millionen Euro.
- Jagdreferent Landeshauptmann-Vize Martin Gruber (nicht ident mit dem gleichnamigen deutschen Schauspieler) nimmt sich eisern vor, Wolf, Bär, Fuchs, Marder, Wildschwein, Schakal und Luchs endlich auszurotten. 2024 sollen auch Igel und Eichhörnchen auf die Liste jagdbarer Tiere gesetzt und die Jägerschaft mit halbautomatischen Waffen samt Zielfernrohren ausgerüstet werden.
- Der Kärntner FP-Chef Erwin Angerer nimmt sich für das neue Jahr ganz fest vor, niemanden verprügeln zu wollen. Schon gar keine Frauen und Kinder. Er wird aber in den nächsten Monaten alles dafür tun, um in Kickls Fußstapfen treten zu können – wenn man ihm keine Prügel vor die Füße wirft.
- Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser lehnt weiterhin eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten ab: „Wir hatten schon einen Kaiser in der Hofburg!“
- Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer, Ex-SP-Politiker und Ex-Stronach-Recke, will künftig öfter als energiegeladener Wunderheiler in Erscheinung treten – und im nächsten Jahr beim ÖAMTC seine „Starterkabel-Hände“ gratis zur Verfügung stellen. Der Spittaler Bürgermeister denkt zudem über eine Erhöhung des Kopfgeldes für Rauschgiftdealer nach.
- Die Kärntner Grünen-Chefin Olga Voglauer will weiterhin ihrer großartigen Linie treu bleiben: Nur nicht auffallen!
- Und die Vorsätze der Neos: Endlich auffallen!
- Die Ex-Team-Kärnten-Volksvertreterin und Wolfsberger FP-Stadträtin Isabella Theuermann will als Sängerin weiterhin hoch hinaus – und im nächsten Jahr für Österreich beim Songcontest starten. Möglicher Hit: „Mei Homat is a Schotzale“…
- Leopold Astner, Bürgermeister von Hermagor, wünscht sich nach der mysteriösen Verlegung eines ganzen Radarkastens im Gailtal fix montierte und im Boden verankerte Überwachungsgeräte, damit noch mehr lustige Menschen im Bezirk am Steuer fotografiert werden können.
- Der Drautstädter Bürgermeister Günther Albel bastelt an einer Sensation: Er will nach Jahrzehnten des Erfolges den Villacher Fasching absetzen. Begründung: Bei der täglichen Konkurrenz gewisser politischer Akteure und deren lachhaften Auftritten könnten Faschingsakteure kaum mehr mithalten.
- Die Kärntner Beteiligungsgesellschaft lockt ab dem nächsten Jahr neue Mitarbeiter nicht nur mit äußerst lukrativen Gehältern, sondern kleinen Pausen-Goodies: Champagner, Kaviar, Trüffel, Dienstreisen in Privatjets in alle Herren Länder. Und wieder ist eine Auszeichnung für den „besten Arbeitsplatz“ fällig…
- Austria-Klagenfurt-Trainer Peter Pacult und WAC-Auf-die-Sprünge-Helfer Manfred Schmid haben sportliche Vorsätze fürs neue Jahr: Beide wollen Salzburg in der Bundesliga eliminieren und endlich um den Champions-League-Pokal kämpfen.
- Klaus Ehrenbrandtner, „stiller“ Chef der Kärnten Werbung, soll aus Kostengründen keine Touristen mehr „fischen“, sondern nur mehr für sich und seine Mitarbeiter werben.
- Natürlich könnte man weitere Vorsätze und Wünsche für 2024 aufzählen – aus allen gesellschaftlichen Bereichen und von Prominenten oder C‑Berühmtheiten. Belassen wir es aber dabei. Wir werden ja sehen, ob die mehr oder weniger ernst gemeinten Vorsätze in Erfüllung gehen.
Alles Gute für 2024!
28.12.2023 10:00
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