Kärnten
Buchhandel steht mit dem Rücken zur Wand
Der 23. April ist der Welttag des Buches und eigentlich ein Feiertag für alle Buchhändler. Doch Jubelstimmung kommt in der Branche immer seltener auf. Die Herausforderungen für den Buchhandel werden immer größer.
© WKK | Peter Just
Der Kärntner Buchhandel steht mit dem Rücken zur Wand. Immer mehr Buchhandlungen in Österreich müssen aufgrund der enormen Herausforderungen schließen. Eine Senkung der Umsatzsteuer auf Bücher würde die Betriebe deutlich entlasten.
Laut Helmut Zechner, WK-Obmann der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft, sind die Kosten in den letzten 16 Monaten drastisch gestiegen, während das Umsatzniveau stagniert. Schon vor der aktuellen Krise hatte es der Kärntner Buchhandel schwer, und zahlreiche Buchhandlungen mussten schließen. Jetzt wird es für die verbliebenen existentiell gefährlich.
Besorgniserregende Zahlen
Die Zahl der Gewerbeberechtigungen im Land ist in den letzten zwölf Jahren um mehr als ein Viertel (-27%) zurückgegangen. Allein in Klagenfurt haben in den letzten Jahren acht Buchhandlungen zugesperrt. Auch die Verkäufe sind im letzten Jahr deutlich zurückgegangen, während die Preiserhöhung bei Büchern deutlich unter der Inflationsrate lag.

Rettung durch niedrigere Umsatzsteuer
Österreich besteuert Bücher mit 10% Umsatzsteuer, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich höher. Eine Senkung der Umsatzsteuer auf unter 4% wäre dringend erforderlich, um die Buchhandlungen zu unterstützen.
Radiokampagne zur Förderung des Lesens
Anlässlich des Lesemonats April mit dem Andersen-Tag und dem Welttag des Buches startet die Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft eine Radiokampagne unter dem Motto “An Freunde denken, Bücher schenken”. Ziel ist es, die Stimmung für das Lesen und die Lust auf Literatur zu fördern.

