Volksbefragung
Ohne Windkraft keine Energiewende
Am 12. Jänner 2025 entscheidet die Kärntner Bevölkerung über den weiteren Weg der Energiewende in unserem Bundesland.
Ein "Nein" bei der Volksbefragung sichert die nachhaltige Energiezukunft in Kärnten.© Symbolfoto: Pixabay
Am Sonntag, dem 12. Jänner 2025 haben die Kärntnerinnen und Kärntner die Möglichkeit aktiv mitzubestimmen, welchen entscheidenden Weg unser Bundesland bei der Energiewende einschlagen wird.
Unbedingt hingehen und abstimmen
Die Volksbefragung bietet uns also eine einmalige Möglichkeit unsere Energie-Zukunft und somit auch die Zukunft nachfolgender Generationen mitzugestalten. Also sollte jede verantwortungsbewusste Frau, jeder verantwortungsbewusste Mann von seinem Abstimmungsrecht auch Gebrauch machen. Eine Beteiligung an dieser Volksbefragung wird damit wohl zur Pflicht. Hingehen ist oberstes Gebot.
Achtung bei der Fragestellung
“Soll zum Schutz der Kärntner Natur (einschließlich des Landschaftsbildes) die Errichtung weiterer Windkraftanlagen auf Bergen und Almen in Kärnten landesgesetzlich verboten werden?” lautet die konkrete Fragestellung bei der Volksbefragung. Hier würde ein “Ja” bedeuten, dass sich Kärnten jeglichem der Ausbau der Windkraft in Zukunft vollkommen verschließen würde, was einem Totalverbot gleich käme. Doch sind Verbote nicht absolut kontraproduktiv, wenn es darum geht, neue, zukunftsträchtige und innovative Wege zu gehen?
Notwendiger Ausbau der “Erneuerbaren”
Der Ausbau der erneuerbaren Energien zählt für die aktuelle Kärntner Landesregierung in Zeiten des Klimawandels zu den wichtigsten Zielen überhaupt. Dazu braucht es laut führenden Experten einen vernünftigen Energiemix aus Wasser, Sonne, Biomasse und Wind. Zahlreiche seriöse wissenschaftliche Studien belegen, dass die Windkraft vor allem in den Wintermonaten enorm wichtig für unsere Versorgungssicherheit ist und daher als unverzichtbarer Baustein eines vernünftigen Energiemixes gilt. Weil die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in der kalten Jahreszeit eher gering ausfällt, müssen im Winter große Mengen an Strom aus fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle, aber auch aus Atomstrom teuer importiert werden.
Mit Windkraft die “Winterlücke” schließen
Windkraft verfügt zweifelsfrei über das Potential die sog. “Winterlücke” zu schließen und außerdem — frei von Importen — die Wertschöpfung im Land zu behalten. Namhafte Experten definieren Windkraft als einzige erneuerbare Energie, welche überwiegend in der kalten Jahreszeit zur Verfügung steht und daher dazu beitragen kann, den erhöhten Energiebedarf im Winter abzudecken. Außerdem bedeutet die verstärkte Nutzung von Windkraft wohl im übertragenen Sinn auch ein “Nein” zum grenznahen Krsko in Slowenien und zu anderen Atomkraftwerken.
Energiebedarf enorm im Steigen
Seriöse Prognosen zeigen mehr als deutlich, dass sich u. a. der Energiebedarf der Kärntner Industrie bis 2040 verdoppeln wird. So wird ein ausgewogener Energiemix auch zu einem wichtigen Faktor für den Wirtschaftsstandort Kärnten und damit auch für nicht weniger als rund 60.000 Arbeitsplätze in unserem Bundesland. So wirkt sich das Ergebnis der Volksbefragung am 12. Jänner also auch direkt auf unsere Arbeitsplatzsituation aus.
Kärnten wird nicht zugepflastert
Entgegen anderslautenden Kommentaren von Verbots-Befürwortern wird Kärnten keinesfalls mit Windkraftanlagen zugepflastert werden. Die Kärntner Landesregierung bekennt sich vollinhaltlich zum verantwortungsvollen Umwelt‑, Natur- und Landschaftsschutz mit dem Ziel einer Klimawende im Einklang mit Menschen, Natur und Landschaft herbeizuführen. 46 Windräder sind in unserem Bundesland schon genehmigt, 14 davon sind bereits in Betrieb. Maximal doppelt so viele sollen es im Endausbau sein.
Nur in wenigen Regionen sinnvoll
Zukünftige Windkraftanlagen werden wahllos auf Kärnten aufgeteilt, so manche nicht nachvollziehbare Statements von Windkraft-Gegnern. Das genaue Gegenteil ist der Fall, denn das vorhandene Windkraftpotential beschränkt sich auf wenige Regionen in Kärnten. Lediglich sieben Kärntner Gemeinden mit dementsprechend hoch gelegenen Flächen kommen überhaupt dafür in Frage (Friesach, Metnitz, Hüttenberg, Reichenfels, Preitenegg, St. Georgen/Lavanttal, Lavamünd). In anderen Regionen wären Windräder weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Demzufolge ist die Einbindung weiterer Regionen auch keinesfalls geplant. Von einem oft kolportierten “Schreckgespenst” mit hunderten Windrädern kann also keine Rede sein.
Kärnten energieunabhängiger machen.
Mit “NEIN” stimmen!
Die sanfte Einbindung der Windkraft in einen sinnvollen Energiemix macht unser Bundesland also energieunabhängiger von anderen Staaten und stärkt den Wirtschaftsstandort. Der gezielte und verantwortungsvolle Einsatz von erneuerbaren Energien inkl. Windkraft ist somit ein aktiver Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensräume. Verantwortungsbewusst handeln heißt also für die Kärntnerinnen und Kärntner am 12. Jänner mit “NEIN” zu stimmen.

