Klagenfurt
Ronald Rabitsch wird SPÖ-Bezirksobmann
Freitagnachmittag wird Ronald Rabitsch neuer Bezirksobmann der SPÖ Klagenfurt. Er strebt einen Kurswechsel an, um die Partei für kritische Bürger zu öffnen und im Magistrat Reformen umzusetzen.
© Stadtkommunikation/Helge Bauer
Nach dem Rücktritt von Philipp Liesnig vor sechs Monaten setzt Rabitsch auf Neuanfang. “Weiter wie bisher ist keine Option”, betont er vor dem außerordentlichen Bezirksparteitag, bei dem 107 Delegierte und 30 Gastdelegierte erwartet werden. Als einziger Kandidat gilt seine Wahl als Formsache.
Rabitsch tritt in die Fußstapfen von Philipp Kucher, der 2022 mit 98,8 Prozent als Bezirksparteichef bestätigt wurde. Nun will der designierte Obmann neue Akzente setzen und die Partei mit einem klaren Fokus auf drängende Themen wie leistbares Wohnen zukunftsfähig machen.
Leistbares Wohnen als Kernthema
Mit dem Bau von 128 leistbaren Wohnungen für Studierende in Stadionnähe konnte Rabitsch bereits ein erstes Projekt umsetzen. Die Mietkosten sollen maximal 230 Euro betragen. Damit habe er nicht nur den Bedarf an günstigen Wohnmöglichkeiten für junge Menschen gedeckt, sondern auch Fördermittel für mehr als 50 weitere gemeinnützige Wohnungen gesichert. “Leistbarer Wohnraum bleibt eines unserer wichtigsten Ziele”, so Rabitsch.
Verwaltungsreform: 300 Stellen sollen wegfallen
Ein weiteres Vorhaben betrifft den Magistrat. Rabitsch plant, innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre 300 Planstellen nicht nachzubesetzen. Ziel sei es, die Verwaltung zu verschlanken und effizienter zu gestalten.
„Die Stadt Klagenfurt gibt 39 Prozent ihres Budgets für Personal aus. Zum Vergleich: Villach liegt bei 22,8 Prozent, der österreichische Schnitt bei 25 Prozent,“ erläutert Rabitsch. Einsparungen seien unvermeidlich, um auch künftig Projekte sowie Förderungen für Jugend, Familien und Vereine finanzieren zu können.
Neubeginn mit klaren Zielen
Mit seinem ambitionierten Programm will Rabitsch nicht nur die SPÖ Klagenfurt stärken, sondern auch die Stadtentwicklung nachhaltig vorantreiben. Der außerordentliche Parteitag markiert den Startschuss für eine neue Ära unter seiner Führung.

