Srebrenica

Zei­chen des Geden­kens und der Ver­ant­wor­tung

Das Massaker von Srebrenica markiert den traurigen Höhepunkt des Bosnienkriegs, der mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete und Millionen zur Flucht zwang.

Zei­chen des Geden­kens und der Ver­ant­wor­tung Hamdija Hajrudinovic, Ervin Hukarević, Landesrätin Sara Schaar, Sinan Tepe und Mitglieder des Vereines Divanhana.

© Büro LR.in Schaar

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Anläss­lich des 30. Jah­res­tags des Mas­sa­kers von Sre­bre­ni­ca gedach­ten am Frei­tag (11. Juli 2025) über 700 Men­schen auch im strö­men­den Regen im Rah­men eines Frie­dens­marschs und einer bewe­gen­den Gedenk­ver­an­stal­tung in der Kla­gen­fur­ter Innen­stadt der Opfer des Völ­ker­mords von 1995. Der Marsch führ­te vom Neu­en Platz über den Alten Platz zur abschlie­ßen­den Kund­ge­bung an der Pest­säu­le.

“Wun­den nicht ver­heilt”

Lan­des­rä­tin Sara Schaar nahm in Ver­tre­tung von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser an der Ver­an­stal­tung teil: “Wir dür­fen sol­che Ver­bre­chen nie­mals ver­ges­sen. Vom 11. bis 13. Juli 1995 wur­den in einer UN-Schutz­zo­ne über 8.000 mus­li­mi­sche Jun­gen und Män­ner sys­te­ma­tisch ermor­det. Frau­en, Kin­der und älte­re Men­schen wur­den depor­tiert, vie­le Frau­en Opfer sexu­el­ler Gewalt. Der Schmerz ist bis heu­te spür­bar, die Wun­den nicht ver­heilt.”

Hass, Natio­na­lis­mus und Het­ze

Das Mas­sa­ker von Sre­bre­ni­ca mar­kiert den trau­ri­gen Höhe­punkt des Bos­ni­en­kriegs, der mehr als 100.000 Men­schen das Leben kos­te­te und Mil­lio­nen zur Flucht zwang. Es steht nicht nur für das Schei­tern inter­na­tio­na­ler Schutz­me­cha­nis­men, son­dern mahnt ein­dring­lich vor den Fol­gen von Hass, Natio­na­lis­mus und Het­ze. Die juris­ti­sche Auf­ar­bei­tung durch den Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof für das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en war ein wich­ti­ges Signal gegen Straf­lo­sig­keit — Ver­ant­wort­li­che wur­den zur Rechen­schaft gezo­gen.

„Gera­de in einer Zeit glo­ba­ler Span­nun­gen ist es unse­re gemein­sa­me Pflicht, Brü­cken zu bau­en und Leh­ren aus der Geschich­te zu zie­hen. Kärn­ten steht für ein Mit­ein­an­der in Viel­falt“, beton­te die Lan­des­rä­tin.

“Nie wie­der Völ­ker­mord”

Wäh­rend in Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na tau­sen­de Men­schen zu Fuß auf dem tra­di­tio­nel­len Gedenk­marsch nach Sre­bre­ni­ca unter­wegs sind, wur­de auch in Kärn­ten ein kla­res Zei­chen gesetzt — gegen das Ver­ges­sen und für ein soli­da­ri­sches Euro­pa. „Sre­bre­ni­ca bleibt euro­päi­scher Schmerz — und eine euro­päi­sche Ver­pflich­tung: Nie wie­der Völ­ker­mord. Nie wie­der Schwei­gen. Das sind wir den Opfern, den Über­le­ben­den und den kom­men­den Gene­ra­tio­nen schul­dig“, ist Schaar über­zeugt, die selbst bereits den Gedenk­fried­hof in Potoča­ri besucht hat.

Wis­sens­wert

  • In Fol­ge 1 der drei­tei­li­gen Doku-Rei­he „Bal­kan in Flam­men“ beginnt die Spu­ren­su­che in der Vor­ge­schich­te von Jugo­sla­wi­en. (Online)
  • Fol­ge 2 beginnt im Schick­sals­jahr 1990 als in Jugo­sla­wi­en die ers­ten frei­en Wah­len seit dem Zwei­ten Welt­krieg abge­hal­ten wer­den. (Online)
  • Fol­ge 3: Das Mas­sa­ker von Sre­bre­ni­ca ist ein Weck­ruf für die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft, die sich nach vier Jah­ren Krieg auf dem Bal­kan ent­schließt ein­zu­grei­fen. (Online)

13.07.2025 12:30 - Update am: 13.07.2025 12:34
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Zei­chen des Geden­kens und der Ver­ant­wor­tung Hamdija Hajrudinovic, Ervin Hukarević, Landesrätin Sara Schaar, Sinan Tepe und Mitglieder des Vereines Divanhana.

© Büro LR.in Schaar