Spritpreise
Spritpreis-Schock: Wirtschaft fordert Steuer-Notbremse
Wirtschaftskammer Kärnten schlägt Alarm: Hohe Abgaben treiben die Preise an der Zapfsäule – Präsident Mandl fordert rasche Senkung der Mineralölsteuer und Entlastung für Betriebe und Pendler.
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Die anhaltend hohen Treibstoffpreise sorgen in Kärnten für immer mehr Unmut. Jetzt schlägt die Wirtschaftskammer Alarm: WK-Präsident Jürgen Mandl fordert eine rasche Senkung der Steuern auf Sprit – und warnt vor massiven Folgen für Betriebe und Pendler. „Mehr als die Hälfte des Preises an der Zapfsäule kassiert der Staat“, kritisiert Mandl. In Zeiten steigender Preise würden damit automatisch auch die Einnahmen des Staates steigen. Für viele Unternehmen sei das kaum noch verkraftbar. Vom Transport über das Handwerk bis hin zum Tourismus seien zahlreiche Branchen auf leistbare Mobilität angewiesen.
Preisdeckel? „Gefährlicher Eingriff“
Eine staatliche Preisregulierung lehnt Mandl allerdings strikt ab. Preisdeckel würden den Markt verzerren und könnten langfristig sogar die Versorgung gefährden. „Eingriffe in den Markt lösen das Problem nicht“, stellt der WK-Präsident klar. Stattdessen müsse der Staat bei den eigenen Abgaben ansetzen.
Spielraum bei Mineralölsteuer
Konkret sieht die Wirtschaftskammer vor allem bei der Mineralölsteuer Handlungsbedarf. Österreich liege hier deutlich über dem EU-Mindestniveau. Eine Senkung auf das europäische Minimum könnte die Preise an der Zapfsäule sofort drücken – und damit sowohl Unternehmen als auch Pendler entlasten. Zusätzlich fordert die WK Kärnten eine temporäre Reduktion der CO₂-Bepreisung.
Sorge um Kärntens Wirtschaft
Gerade für ein exportorientiertes Bundesland wie Kärnten seien wettbewerbsfähige Transportkosten entscheidend. Dauerhaft hohe Treibstoffpreise würden die Kosten vieler Betriebe weiter in die Höhe treiben – mit möglichen Folgen für Preise und Inflation. Mandls Appell an die Politik ist daher eindeutig: „Der Staat profitiert derzeit von höheren Einnahmen. Dieses Geld muss jetzt an Wirtschaft und Bevölkerung zurückgegeben werden.“

