Auf Schiene
In Villach entsteht Österreichs „grünstes“ Logistikzentrum
Millionen-Investition und hunderte Arbeitsplätze für Villach: Die Deutsche Logistik Holding (DLH) errichtet in Federaun ein modernes Logistikzentrum. Die Stadt Villach verkaufte das Areal um 5,8 Millionen Euro.
© Pixabay/Michael Gaida
Um die Bahn attraktiver zu machen und möglichst viel Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, fließen insgesamt rund zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Südbahn. Wenn bis spätestens 2028 Semmeringbasistunnel und Koralmtunnel befahrbar sein werden, eröffnen sich auch für den Güterverkehr neue Chancen: Die Abschnitte des Baltisch-Adriatischen Korridors haben in Europas Schienennetz höchste Priorität. Sie tragen so zu einer wesentlichen Verbesserung des internationalen Verkehrs bei.
Effiziente Logistikzentren
Entscheidend dafür sind auch effiziente Logistikzentren entlang der Trasse. Sie erweisen sich für die ersten und letzten Kilometer von Waren als unverzichtbar. Seit Jahrzehnten ist das „Logistik Center Austria Süd“ in Fürnitz als einziges von Graz bis zur Staatsgrenze etabliert. Nun wird es komplettiert: Anschließend an das bestehende Areal verkaufte die Stadt Villach 6,3 Hektar Grund in Federaun an die Deutsche Logistik Holding (DLH). Kaufpreis: 5,8 Millionen Euro.
Hunderte Arbeitsplätze
„Die DLH wird ein richtungsweisendes Logistikzentrum umsetzen: Denn mit einem vorgeschriebenen Grünanteil von 25 Prozent setzen wir in Österreich neue Maßstäbe. Photovoltaik und Elektromobilität runden das Bild einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Anlage ab. Für Villach bedeutet die Millionen-Investition hunderte Arbeitsplätze“, sagen Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) sowie die Stadträte und Stadtparteichefs Erwin Baumann (FPÖ) und Christian Pober (ÖVP).
Zweckgewidmeter Bodenfonds
Die Anlage soll spätestens 2025 in Betrieb gehen. Bis dahin wird die Stadt Villach das Grundstück aufschließen und modernsten Hochwasserschutz gewährleisten. Die Wärmeversorgung wird über das Fernwärmenetz der Kelag erfolgen. „Der Verkaufserlös wird die Erschließung der Betriebsansiedelungsflächen deutlich übersteigen. Der Rest fließt in einen zweckgewidmeten Bodenfonds der Stadt Villach, über den neue Flächen angekauft werden“, teilen die drei Stadtpolitiker in einer gemeinsamen Aussendung mit.
Wissenswert
Die Stadt Villach erwarb seit dem Jahr 2008 insgesamt rund 46 Hektar Grund in Federaun. Die Hälfte des Areals bleibt dauerhaft als Grünfläche erhalten. Weil auch die zweite Hälfte (wie oben beschrieben) künftig nur zu einem Teil bebaut werden darf, beläuft sich der gesamte Grünanteil an den 46 Hektaren auf 60 Prozent.


