Gasthof Erian

Das „Nudl Kuddl Muddl“ in Gurk

Die Pandemie ist dafür verantwortlich, dass Günther Erian den traditionsreichen Gasthof Erian auf Zeit geschlossen hat. Wie lange und was er stattdessen macht, verrät er im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Das „Nudl Kuddl Muddl“ in Gurk Barbara und Günther Erian, ein erfolgreiches Unternehmerpaar

© kope

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Der weit­hin bekann­te Gast­hof Eri­an in Gurk wur­de bereits um 1500 als „Wein­wirt“ in der Gur­ker Chro­nik erwähnt und gilt somit als ältes­ter Gast­hof im Ort. Im Jahr 1876 kam er in den Besitz der Fami­lie Eri­an. Fort­an wur­de der Betrieb stän­dig umge­baut. So gab es im Eri­an-Haus eine Gemischt­wa­ren­hand­lung, eine Land­wirt­schaft wur­de betrie­ben, ein Saal gebaut und auch eine Kunst-Eis­bahn errich­tet. Zuletzt grün­de­ten Bar­ba­ra und Gün­ther Eri­an die „Nudl Kuddl Muddl“-Manufaktur.

Schlie­ßung auf Zeit

„Ich muss eines klar­stel­len: Der Gast­hof wur­de nicht gänz­lich geschlos­sen. Im Herbst zur Eis­stock­zeit wird der Betrieb wie­der geöff­net. Immer­hin haben wir eine Kunst-Eis­bahn. Es wäre scha­de, sie nicht zu nüt­zen“, betont Eri­an. In Zei­ten der Pan­de­mie und des Lock­downs woll­ten die Wirts­leu­te nicht still­sit­zen und aushar­ren. „Wir haben schon immer Nudeln gemacht. In der ers­ten Coro­na-Zeit haben wir nicht gewusst, wo uns der Kopf steht. Als gelern­ter Koch habe ich dann mit der Pro­duk­ti­on von Nudeln begon­nen. In der Vor­be­rei­tung haben mir der Gemü­se­händ­ler Anton Daber­nig aus Feld­kir­chen und die Fami­lie Zei­ler aus Steu­er­berg viel gehol­fen. Mitt­ler­wei­le sind wir mit unse­ren Nudeln von Wien bis Inns­bruck unter­wegs“, erzählt Eri­an.

25 Sor­ten

Die Fami­lie Eri­an und ihre Mit­ar­bei­ter pro­du­zie­ren ins­ge­samt 25 Sor­ten – die klas­si­schen Kärnt­ner Kas­nu­deln, Din­kel- und Schwarz­beer­nu­deln aber auch vega­ne Nudeln. „Die Zuta­ten kom­men aus­schließ­lich aus der Regi­on. Mon­tag und Diens­tag sind unse­re Haupt­pro­duk­ti­ons­ta­ge, da sind bis zu neun Mit­ar­bei­ter dabei. Mei­ne Mit­ar­bei­ter muss­te ich des­halb zu Coro­na-Zei­ten nicht kün­di­gen, sie arbei­ten jetzt in der Nudel­pro­duk­ti­on“, berich­tet Eri­an. Das Beson­de­re an den ver­schie­de­nen Nudeln ist, dass alle Sor­ten anders aus­se­hen. „Egal ob dop­pelt gekren­delt, andersfarbig oder ande­re For­men – alle Nudeln schau­en anders aus und das gibt es nur bei uns. Damit sehen unse­re Kun­den auf einen Blick, mit wel­chen Nudeln sie es zu tun haben“, erklärt Eri­an. Die Nudeln sind frisch oder tief­ge­kühlt erhält­lich.

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Bar­ba­ra und Gün­ther Eri­an mit einer Aus­wahl ihrer Nudeln
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Der Ver­trieb

Eri­ans Nudeln gibt es im hei­mi­schen Lebens­mit­tel­han­del, in diver­sen Bau­ern­lä­den und in zahl­rei­chen Gas­tro­no­mie­be­trie­ben. „Wir sind mit dem Ver­kauf sehr zufrie­den. Die Umstel­lung im Betrieb bereue ich nicht“, ver­si­chert der Nudel­pro­du­zent. Gat­tin Bar­ba­ra und er haben drei Töch­ter, die im Betrieb flei­ßig mit­hel­fen.

30.04.2022 07:20 - Update am: 30.04.2022 07:25
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Das „Nudl Kuddl Muddl“ in Gurk Barbara und Günther Erian, ein erfolgreiches Unternehmerpaar

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