Gerhard Kuchling

„Es geht um betrieb­li­che Demo­kra­tie“

Die Mitarbeiter sind das Rückgrat jedes Unternehmens. Deshalb engagiert sich Gerhard Kuchling als Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats und Zentralbetriebsrats für die 4.800 Mitarbeiter von Infineon Technologies Austria.

Infineon Technologies Austria Gerhard Kuchling aus Krumpendorf vertritt 4.800 Mitarbeiter von Infineon Technologies Austria.

© Henry Welisch

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„Wer schafft die Wer­te in einem Unter­neh­men?“, fragt Ger­hard Kuch­ling im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“. Und lie­fert gleich die Ant­wort mit: „Es sind die Mit­ar­bei­ter mit ihrer Arbeit!“ Für die­se Mit­ar­bei­ter über­nimmt der Betriebs­rat die Mit­ver­ant­wor­tung. Sei es in wirt­schaft­li­cher, sozia­ler oder gesund­heit­li­cher Hin­sicht.

Kam­pa­gne des ÖGB

Wenn etwa Prä­mi­en­mo­del­le, Arbeits­zei­ten oder Gesund­heits­vor­sor­ge The­ma sind, sit­zen die Betriebs­rä­te am Ver­hand­lungs­tisch, um die Inter­es­sen der Mit­ar­bei­ter zu wah­ren. „Wenn dann gemein­sam mit der Unter­neh­mens­füh­rung posi­ti­ve Ergeb­nis­se erzielt wer­den, ist das ein demo­kra­ti­scher Pro­zess“, schil­dert Kuch­ling. Weil es eben um die­se betrieb­li­che Demo­kra­tie geht, unter­stützt er die aktu­el­le Kam­pa­gne des Öster­rei­chi­schen Gewerk­schafts­bunds (ÖGB), die zu mehr Betriebs­rats­grün­dun­gen in Unter­neh­men anregt („KLiCK Kärn­ten“ berich­te­te).

Leh­re abge­schlos­sen

Kuch­ling ist Betriebs­rats­vor­sit­zen­der von Infi­ne­on Tech­no­lo­gies Aus­tria in Vil­lach. Und stolz auf das Betriebs­kli­ma unter den 4.800 Mit­ar­bei­tern, zu dem die Betriebs­rä­te tag­täg­lich mit ihrer Arbeit im Sin­ne der Beschäf­tig­ten bei­tra­gen. Ursprüng­lich schloss er eine Leh­re zum Auto­speng­ler ab, um anschlie­ßend neun Jah­ren in die­sem Beruf zu arbei­ten.

Gewerk­schafts­schu­le besucht

Im Fuß­ball­ver­ein mach­ten ihn Mit­spie­ler auf Vil­la­cher Indus­trie­be­trie­be auf­merk­sam und ihm die­se schließ­lich auch schmack­haft. Kuch­ling voll­zog den beruf­li­chen Wech­sel in einen che­mi­schen Indus­trie­be­trieb, in dem der Betriebs­rat sein Inter­es­se an poli­ti­schen Abläu­fen bemerk­te. „Ich habe erkannt, dass für die Beschäf­tig­ten gute Lösun­gen zu ver­han­deln sind, wenn der Betrieb orga­ni­siert ist“, blickt Kuch­ling zurück. Um sich selbst fort­zu­bil­den, besuch­te er die Gewerk­schafts­schu­le.

Mit­ar­bei­ter sind das Rück­grat

Als er 1998 bei Sie­mens am Stand­ort Vil­lach, Vor­gän­ger von „Infi­ne­on“, zur arbei­ten begann, hat­te er ein Déjà-vu. „Der Betriebs­rats­vor­sit­zen­de hat mich gefragt, ob ich ihn im Betriebs­rat unter­stüt­zen will“, erin­nert sich Kuch­ling. Er absol­vier­te zur Wei­ter­bil­dung die Sozi­al­aka­de­mie, um schließ­lich selbst Betriebs­rats­vor­sit­zen­der zu wer­den. Kuch­ling hat seit­her unge­bro­chen Freu­de an sei­ner täg­li­chen Arbeit als Betriebs­rat.

03.06.2021 18:45
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Infineon Technologies Austria Gerhard Kuchling aus Krumpendorf vertritt 4.800 Mitarbeiter von Infineon Technologies Austria.

© Henry Welisch