Landtagswahl

Jun­ge Wirt­schaft for­dert Weit­blick

Der Konjunkturbarometer 2022 der Jungen Wirtschaft verdeutlicht klar, dass trotz Krisen, Krieg und Teuerung Kärntens Jungunternehmer bereit für den Wachstum sind. Von der Politik fordert die Junge Wirtschaft-Kärnten wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Jun­ge Wirt­schaft for­dert Weit­blickDie beiden Landesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft Kärnten, Martin Figge und Nika Basic, fordern wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

© WKK/Daniel Waschnig

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Wie ist die aktu­el­le Stim­mung unter Kärn­tens Jung­un­ter­neh­mern? Eine kla­re Ant­wort lie­fert das bewähr­te Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter, das die jüngs­ten Stim­mungs­da­ten prä­sen­tiert. Trotz Kri­sen, Krieg und der aktu­el­len Rekord­in­fla­ti­on las­sen sich die 11.847 jun­ge Wirt­schafts­trei­ben­de in Kärn­ten ihren Opti­mis­mus nicht neh­men. „Wir sind ein wich­ti­ger Impuls­ge­ber und las­sen uns den Enthu­si­as­mus nicht neh­men, aber es liegt an der Poli­tik, Kärn­tens Zukunft am glo­ba­len Markt als Wirt­schafts­stand­ort mit Lebens­qua­li­tät zu sichern“, brin­gen es die bei­den Lan­des­ge­schäfts­füh­rer der Jun­gen Wirt­schaft, Mar­tin Fig­ge und Nika Basic, auf den Punkt.

Ergeb­nis­se im Detail

Kärn­tens Jung­un­ter­neh­mer rich­ten die Bli­cke vor­sich­tig opti­mis­tisch auf die nächs­ten elf Mona­te. Die Mehr­heit von ihnen will gleich viel inves­tie­ren wie im ver­gan­ge­nen Jahr, etli­che pla­nen, neue Mit­ar­bei­ter zu beschäf­ti­gen. Wie bei den Big-Play­ern sieht man auch in den Ergeb­nis­sen der Kon­junk­tur­um­fra­ge unter Neu­ein­stei­gern klar, dass die Teue­rung, die Ener­gie­prei­se und der Arbeits­kräf­te­man­gel den jun­gen Betriebs­in­ha­bern mas­siv unter den Nägeln bren­nen und als Wachs­tums­hin­der­nis­se ein­ge­schätzt wer­den. „Spe­zi­ell Kärn­ten kämpft mit sei­ner demo­gra­phi­schen Ent­wick­lung. Es müs­sen künf­tig ver­stärkt Arbeits­an­rei­ze gesetzt wer­den, um den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen der über­al­tern­den Gesell­schaft ent­ge­gen­zu­tre­ten“, betont Basic.

Neue Arbeits­an­rei­ze schaf­fen

Dazu zäh­len die Steu­er­be­güns­ti­gung von Über­stun­den, Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gungs­mo­del­le und attrak­ti­ve Ent­las­tun­gen, um älte­re Arbeit­neh­mer über die Regel­pen­si­on hin­aus im Erwerbs­le­ben hal­ten zu kön­nen. Auch aus­rei­chend Kin­der­be­treu­ungs­plät­ze samt Öff­nungs­zei­ten, die mit den Anfor­de­run­gen der aktu­el­len Arbeits­welt kom­pa­ti­bel sind, ste­hen auch auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te. Dar­aus erge­ben sich laut erho­be­nen Daten die drei Kern­for­de­run­gen: Die nach­hal­ti­ge Ent­las­tung des Fak­tors Arbeit, eine gene­ra­tio­nen­ge­rech­te, spar­sa­me Bud­get- und Steu­er­po­li­tik sowie Kli­ma­schutz mit Haus­ver­stand. Zwi­schen dem Vor­kri­sen­jahr 2019 und 2021 stieg die öffent­li­che Staats­ver­schul­dung um 12,3 Pro­zent auf 82,9 Pro­zent des BIP – ein Ruck­sack, den die jun­gen Gene­ra­tio­nen schul­tern müs­sen.  „Um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit auch künf­tig zu sichern, darf die Bud­get­sa­nie­rung nicht auf Kos­ten der Wirt­schaft und jun­ger Betrie­be erfol­gen“, unter­streicht Fig­ge. Auch Schu­len und Lehr­plä­ne spie­len dabei eine wich­ti­ge Rol­le. „Die Wirt­schafts- und Finanz­bil­dung unse­rer künf­ti­gen Arbeits­kräf­te gehört drin­gend refor­miert“, for­dert Basic.

Eigen­pro­duk­ti­on von Strom!

Zum The­ma Ener­gie­po­li­tik ver­tritt die Jun­ge Wirt­schaft eine kla­re Posi­ti­on. „Kärn­ten kann nur wett­be­werbs­fä­hig blei­ben, wenn es auf die Eigen­pro­duk­ti­on von Strom setzt und den Aus­bau von erneu­er­ba­rer Ener­gie rasch umsetzt“, meint Fig­ge. Neben der Erschlie­ßung neu­er Ener­gie­quel­len wird auch die Ent­kop­pe­lung von Strom- und Gas­prei­sen auf EU-Ebe­ne gefor­dert. „Nach­hal­tig­keit ist uns ein gro­ßes Anlie­gen, aber wir wol­len und müs­sen unse­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit dabei im Auge behal­ten. Mit den rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen wir es, auch wei­ter­hin kon­kur­renz­fä­hig zu blei­ben“, erklärt Basic. Die Wei­chen für einen nach­hal­ti­gen Auf­schwung müss­ten jetzt gestellt wer­den.

Podi­ums­dis­kus­si­on am 20. Febru­ar

Was die bevor­ste­hen­den Land­tags­wah­len betrifft, so geht es der Jun­gen Wirt­schaft vor allem dar­um, wel­che Par­tei bereit ist, in den kom­men­den fünf Jah­ren die für die Unter­neh­men rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Als Ori­en­tie­rungs­hil­fe lädt sie am 20. Feber zu einer Podi­ums­dis­kus­si­on mit den Spit­zen­kan­di­da­ten ein.

01.02.2023 07:47
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Jun­ge Wirt­schaft for­dert Weit­blickDie beiden Landesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft Kärnten, Martin Figge und Nika Basic, fordern wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

© WKK/Daniel Waschnig