Jubiläum
20 Jahre Weinbauverband Kärnten
Im Jahr 2003 wurde der Kärntner Weinbauverband gegründet. Erster Gründungs-Obmann war der Feldkirchner Winzer Dr. Franz Prochazka. Vier Jahre später wurde der Krumpendorfer Winzer und Versicherungsangestellte Horst Wild zum Präsidenten gewählt.
Derzeit gibt es 170 Verbandsmitglieder beim Weinbauverband Kärnten, von denen 120 zumindest einen Hektoliter Wein produzieren. Rund 130 Hektar Weinbaufläche gibt es in Kärnten, die Tendenz ist steigend. Ein kleiner Teil sind Haupterwerbswinzer, der überwiegende Teil betreibt Weinbau nebenberuflich oder als Hobby.
Die Seewiese
Präsident Horst Wild hat 2003 selbst mit dem Weinbau begonnen. „Damals habe ich parallel dazu den Kärntner Winzer- und Kellerwartkurs absolviert und laufend weiterbildende Kurse in Klosterneuburg und auch in Kärnten besucht“, erklärt Horst Wild. Er gehört zu den „Winzern des Stadtweingartens“.
Kellerwartkurs
Seit 1999 werden in Kärnten Winzer- und Kellerwartkurs angeboten. „Insgesamt haben bisher rund 600 Absolventen die Kurse besucht. Ein Teil der Kursteilnehmer sagt danach, das ist mir zu viel Arbeit und Aufwand, das werde ich nicht weiter machen. Und der andere Teil beginnt mit kleineren Flächen mit dem Weinanbau“, betont Horst Wild.
Landesweinbaugesetz
In Kärnten darf jedermann Reben aussetzen. „Doch ab einer bestimmten Größe gilt das Landesweinbaugesetz. Dann muss man um die Anpflanzung ansuchen. Das beginnt dann, wenn die zusammenhängende Rebfläche mehr als 500 Quadratmeter erreicht hat. Die Ansuchen müssen beim Land Kärnten, Abteilung Landwirtschaft, eingereicht werden. Dazu gibt es in den Monaten Jänner und Februar vorgeschriebene Einreichfristen. Die Anträge werden dann von dort an das Ministerium weitergereicht, wo dann die Bewilligungen erteilt werden“, klärt der Präsident auf. Wichtig ist, dass die angehenden Winzer die Kärntner Winzer- und Kellerwartkurs besuchen, um sich mit der Materie Wein auseinandersetzen zu können.
Jahrgang 2023
„Die Prognose für den Jahrgang 2023 sieht ganz gut aus. Das nasskalte Wetter im Frühjahr hat dem Weinbau nicht geschadet. Das feuchtkühle Wetter hat nämlich dazu geführt, dass der Austrieb nicht zu früh war. Die Gefahr besteht, wenn die Wintersaison zu mild und der Austrieb zu früh ist, erfrieren beim Spätfrost die jungen Triebe. Das war heuer Gott sei Dank nicht der Fall. Entscheidend für den heurigen Wein wird das Wetter im August und September sein. Wenn es nicht so viel regnet und der Wein schön reif wird und ausreichend Zucker bildet, dann können wir uns auf einen guten Wein 2023 freuen“, erzählt Präsident Horst Wild.
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