Geo-Tag der Natur

Arten­viel­falt im Bio­sphä­ren­park Nock­ber­ge erforscht

Rund 70 Forscher waren einen Tag lang im Biosphärenpark Nockberge unterwegs, um Tier- und Pflanzenarten am Fuße der Zunderwand zu studieren.

Biosphärenpark Nockberge Die rund 70 Naturforscher vor dem Ausschwärmen ins Gelände

© Büro LR Schaar

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Der Bio­sphä­ren­park Nock­ber­ge stand im Zei­chen des sechs­ten Geo-Tags der Natur. Die­ses euro­pa­weit größ­te Feld­for­schungs-Event wird seit 24 Jah­ren an vie­len Orten Euro­pas durch­ge­führt. Im Bio­sphä­ren­park Nock­ber­ge durch­streif­ten rund 70 Natur­kund­ler samt Beglei­tung die Umge­bung des Erla­cherhau­ses. Mit dem Ziel, die Viel­falt der Tier- und Pflan­zen­ar­ten am Fuße der Zun­der­wand zu erfor­schen.

1.185 Tier- und Pflan­zen­ar­ten fest­ge­stellt

„In nur 24 Stun­den wur­den 1.185 Tier- und Pflan­zen­ar­ten fest­ge­stellt. Das ist eine beacht­li­che Viel­falt für die­se Höhen­la­ge und den Son­der­stand­ort um die Fels­wand. Nur was wir ken­nen, kön­nen wir ent­spre­chend schüt­zen. Wich­tig ist, dass die Bevöl­ke­rung über die Beson­der­hei­ten die­ses ein­zig­ar­ti­gen Lebens­raums infor­miert wird“, zeigt sich Lan­des­rä­tin Sara Schaar, zustän­di­ge Bio­sphä­ren­park- und Natur­schutz-Refe­ren­tin, begeis­tert von der gro­ßen Arten­viel­falt.

Wert­vol­le Pflan­zen­fun­de

Unter den wert­volls­ten Pflan­zen­fun­den waren eine bun­te Orchi­deen-Viel­falt aus Kna­ben­kräu­tern, Wei­ßer Wald­hya­zin­the, Höss­wurz, Kohl­rös­chen oder sel­te­ne Arten von Kalk­ma­ger­ra­sen wie das Glanz­fin­ger­kraut. Der win­zi­ge Rund­blätt­ri­ge Son­nen­tau konn­te in einem Moor in hoher Anzahl ent­deckt wer­den. Für Erstau­nen sorg­te auch ein Islän­di­sches Moos, das ein Stück Holz als Stand­ort gewählt hat­te. Auch die Zoo­lo­gen durf­ten sich über eini­ge Fun­de freu­en – von Mil­li­me­ter gro­ßen Zwerg­kä­fern und Zwerg­spin­nen bis hin zu einen hal­ben Meter lan­gen Kreuz­ot­tern, Gäm­sen oder den Rauh­fuß­kauz und den Stein­ad­ler.

Arten­lis­te erstel­len

Nach der Feld­for­schung folgt nun der zeit­auf­wän­di­ge Teil, das Prä­pa­rie­ren und Mikro­sko­pie­ren der Klein­tie­re, um seriö­se Arten­lis­ten erstel­len zu kön­nen. Ein­zel­ne Sam­mel­ob­jek­te, die gene­tisch sequen­ziert wer­den, tra­gen zum Auf­bau der öster­rei­chi­schen Gen-Daten­bank bei. „So viel geball­tes Wis­sen über Tie­re und Pflan­zen ist noch nie vor­her an die­sem Ort gewe­sen“, berich­tet Bio­sphä­ren­park-Lei­ter Die­ter Ross­mann stolz. Lan­des­rä­tin Schaar fügt hin­zu: „Die Ergeb­nis­se wer­den vom Insti­tut für Öko­lo­gie in Kla­gen­furt und vom Öko­team Graz auf­be­rei­tet und ste­hen nächs­tes Jahr als Bro­schü­re zur Ver­fü­gung. Mit Span­nung und Vor­freu­de erwar­ten wir die end­gül­ti­gen Ergeb­nis­se.“

06.07.2021 08:09 - Update am: 06.07.2021 08:10
Anzeige