Naturschutz

Alm­ge­biet „Mus­sen“ wird zu Euro­pa-Schutz­ge­biet

Bekannt ist die „Mussen“ für artenreiche Bergblumenwiesen, auch geschützte Arten wie Frauenschuh oder Goldener Scheckenfalter kommen dort am Almgebiet vor.

Alm­ge­biet „Mus­sen“ wird zu Euro­pa-Schutz­ge­biet Landesrätin Sara Schaar: "Die Verordnung stellt einen bedeutenden Schritt dar, um die bestehenden Schutzgüter und Lebensräume langfristig zu erhalten."

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Die Regie­rungs­sit­zung am kom­men­den Diens­tag (27. Febru­ar  2024) wird sich mit der Ver­ord­nung eines wei­te­ren Natu­ra-2000-Gebiets in Kärn­ten befas­sen. „Das Gebiet ‚Mus­sen‘ zwi­schen dem Lesach­tal und dem Gail­tal mit einer Flä­che von rund 387 Hekt­ar wird zum Euro­pa­schutz­ge­biet erklärt“, ver­rät Lan­des­rä­tin Sara Schaar.

Ein “bedeu­ten­der Schritt”

Bereits im Mai 1995 war das Gebiet der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on gemel­det wor­den, im Dezem­ber 2003 erfolg­te die Bestä­ti­gung als Euro­pa­schutz­ge­biet. „Die nun zu behan­deln­de Ver­ord­nung stellt einen bedeu­ten­den Schritt dar, um die bestehen­den Schutz­gü­ter und Lebens­räu­me im Bereich ‚Mus­sen‘ lang­fris­tig zu erhal­ten“, erklärt Schaar. Ein umfas­sen­des Begut­ach­tungs­ver­fah­ren fand bereits statt. Eine eige­ne Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung wur­de mit der Inter­es­sens­ver­tre­tung und den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern orga­ni­siert, um offe­ne Fra­gen zur Ver­ord­nung im Vor­feld zu klä­ren.

Was sich alles im Alm­ge­biet fin­den lässt

Die Lan­des­rä­tin ist über­zeugt, dass Natu­ra 2000 ein Qua­li­täts­sie­gel für die intak­te Natur Kärn­tens dar­stellt. „Natu­ra 2000 umfasst spe­zi­el­le Schutz­ge­bie­te, die als Lebens­raum für gefähr­de­te Arten und bedroh­te Lebens­räu­me von beson­de­rer Bedeu­tung sind.“ Im Fall „Mus­sen“ sind nach der FFH-Richt­li­nie geschütz­te Lebens­räu­me sowie Tier- und Pflan­zen­ar­ten anzu­tref­fen, dar­un­ter Berg­mäh­wie­sen, der Gol­de­ne Sche­cken­fal­ter oder der Frau­en­schuh. Bekannt ist das Gebiet für sei­ne arten­rei­chen Berg­blu­men­wie­sen.

Vor­schlag auf­ge­nom­men: Mehr För­der­mit­tel

Um die Bewirt­schaf­tung von natur­schutz­fach­lich hoch­wer­ti­gen Berg­mäh­dern für Berg­bau­ern attrak­ti­ver zu gestal­ten, wur­de von der Kärnt­ner Natur­schutz-Abtei­lung ein Vor­schlag erar­bei­tet, um mehr För­der­mit­tel durch EU, Bund und Län­der aus­schüt­ten zu kön­nen. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Land- und Forst­wirt­schaft hat die­sen Vor­schlag in die Ver­hand­lun­gen rund um die ÖPUL-Pro­gramm­än­de­rung für 2025 mit der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on auf­ge­nom­men.

24.02.2024 15:00 - Update am: 24.02.2024 15:02
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Alm­ge­biet „Mus­sen“ wird zu Euro­pa-Schutz­ge­biet Landesrätin Sara Schaar: "Die Verordnung stellt einen bedeutenden Schritt dar, um die bestehenden Schutzgüter und Lebensräume langfristig zu erhalten."

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