Klagenfurt
Letzter Sommer als Parteichef
Ein Rückblick mit Wehmut, ein Abschied mit Ansage. Peter Kaiser übergibt bald die Parteiführung – der künftige SPÖ-Chef scheint längst fix.
© Galli
Ein Sommerabend mit Symbolkraft
Ein Grillteller und ein guter Ribolla Gialla aus dem Collio – so beginnt das traditionelle Kamingespräch des Landeshauptmanns. Peter Kaiser lud den SPÖ-Klub in eine Trattoria am Stadtrand von Klagenfurt. Die SPÖ-Spitze gab sich ein Stelldichein. In lockerer Atmosphäre wurde über allgemeine Themen gesprochen und über Zukunftsfragen spekuliert. Immerhin stehen einige Veränderungen innerhalb der Partei bevor.
Letzter Akt einer langen Karriere
Peter Kaiser stellte schon zu Beginn klar: „Viel Zukunftsausblick wird es von mir heuer nicht geben.“ Nach 15 Jahren an der Parteispitze verabschiedet sich der 66-Jährige im Herbst aus der aktiven Politik. Er freut sich jetzt erst einmal auf zwei Wochen Sommerurlaub. Danach will er das Zepter weiterreichen – an wen genau, bleibt offiziell offen.
Daniel Fellner hat Ambitionen
In der Partei wird kaum noch mit Überraschungen gerechnet. Landesrat Daniel Fellner gilt als gesetzt. Als früherer Landesgeschäftsführer und nunmehriger Regierungsmitglied ist er gut verankert. Andere Namen wie Günther Albel oder Gaby Schaunig wurden mehrfach dementiert. Schaunig spricht offen vom nötigen Generationenwechsel.
Stilwechsel vorprogrammiert
Auch Landtagspräsident Reinhart Rohr verabschiedet sich im Oktober in den Ruhestand. Für ihn ist klar: Fellner sei „eine gute Wahl“. Ein anderer Politikertypus werde jetzt gebraucht – mit einem eigenen Stil, der neue Akzente setzen könne. Auch in der Landesorganisation soll es nach dem 20. September zu einem Wechsel kommen, hört man.
Kein Platz für Überraschungen
Am Parteitag im September erwartet man keine Gegenkandidatur. Auch eine Rückkehr von Klubobmann Philip Kucher gilt als unwahrscheinlich. In SPÖ-Kreisen spricht vieles für einen geordneten Übergang.
Wir wünschen einen schönen Sommer!
