Anlässlich des Equal Pay Day am 11. Februar macht die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Petra Oberrauner erneut auf die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam. „Frauen arbeiten auch 2026 statistisch gesehen noch immer über einen Monat gratis. Das können wir nicht stehen lassen“, betont sie. Trotz jahrelanger Diskussionen sei die Lohnschere weiterhin deutlich spürbar. Oberrauner fordert daher: „Wer gleich arbeitet, muss auch gleich bezahlt werden. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit muss selbstverständlich sein.“
Große Unterschiede in sozialen Berufen
Besonders groß sei der Einkommensunterschied in Branchen mit hohem Frauenanteil, etwa in der Pflege, in der Kinderbetreuung oder in sozialen Berufen. „Diese Tätigkeiten halten unser Land am Laufen. Sie brauchen endlich die Bezahlung, die sie verdienen“, so Oberrauner. Es gehe dabei auch um einen fairen und respektvollen Umgang miteinander.
Maßnahmen gegen die Lohnschere
Als wichtige Schritte nennt die SPÖ-Politikerin die Umsetzung und Weiterentwicklung der Lohntransparenz-Richtlinie. Auch der Ausbau ganztägiger Kinderbetreuung sei im Regierungsprogramm vorgesehen. Zusätzlich soll die sogenannte Women-on-Boards-Regelung mehr Frauen in Führungspositionen bringen. „Mehr Frauen in Entscheidungspositionen sind ein wichtiger Hebel für gerechtere Einkommen und echte Gleichstellung“, erklärt Oberrauner.
Schrittweise zu mehr Gerechtigkeit
Der Equal Pay Day sei ein klarer Auftrag an die Politik, so die Landesfrauenvorsitzende. „Wir setzen die nötigen Maßnahmen um – Schritt für Schritt.“ Ziel sei es, langfristig gleiche Chancen und faire Bezahlung für Frauen und Männer zu erreichen.