„Gesunde Küche“
Die drei Damen vom Stift
Die Stiftsküche St. Paul wird mit dem Gütesiegel „Gesunde Küche“, eine Initiative des Landes Kärnten, ausgezeichnet. Drei Damen kochen hier – frisch, saisonal und regional.
© Kowal
„Solange wir jung und gesund sind, denken wir sehr wenig über Gesundheitsförderung nach. Wir achten nicht auf unseren Lebensstil. Erst wenn Beschwerden, Schmerzen oder Krankheiten auftreten, beginnen wir, uns damit auseinanderzusetzen“, erklärt „Gesundheitsland Kärnten“-Geschäftsführer Franz Wutte.
Gesundheitsförderung beginnt in der Küche
Die Ernährung wirkt sich positiv auf die Gesundheitsförderung aus, wodurch diese bereits in der Küche beginnt. Das Gütesiegel „Gesunde Küche“, eine Initiative des Landes Kärnten (siehe unten), setzt genau hier an. Das Prinzip der „Gesunden Küche“ verfolgt die Stiftsküche St. Paul bereits seit dem Jahr 2019. „Im Laufe des heurigen Jahres erhalten wir auch offiziell das Gütesiegel“, freut sich Küchenleiterin Helene Brudermann-Schober.
Gesundes Essen für 160 Kinder
Was haben die Kindertagesstätten in Ettendorf, Unterrainz und St. Paul, der Kindergarten, die Volksschule, die Mittelschule und das Stiftsgymnasium St. Paul gemeinsam? Sie alle erhalten das Mittagessen aus der Stiftsküche. „An Werktagen versorgen wir 160 Kinder“, verrät Brudermann-Schober. Zusätzlich bekochen ihre Kolleginnen Andrea Gallant, Gabriela Hinteregger und sie auch die Pfarrer und die Mitarbeiter im Stift.
Entwicklung und Leistungsfähigkeit
Die Kinder sollen von der „Gesunden Küche“ nachhaltig profitieren. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt sie in ihrer Entwicklung und Leistungsfähigkeit. Eine falsche Ernährung kann beispielsweise zu Übergewicht und Konzentrationsschwächen führen. In der Stiftsküche St. Paul lautet das Motto „regional und saisonal“. „Ich bin eine Verfechterin der modernen Küche: Wir kochen alles selbst und beziehen unsere Zutaten aus der Region“, betont Brudermann-Schober. Dazu gehört Biomehl ebenso wie Fleisch von einem regionalen Fleischer und Fisch aus einer regionalen Fischzucht.
Saisonalität, Regionalität und Fleischreduktion
Die Gerichte aus der „Gesunden Küche“ sind nicht nur qualitativ hochwertig, sondern schmecken vor allem. Das bestätigt auch Pater Marian Kollmann, Administrator und Vorsteher des Stifts St. Paul: „Saisonalität, Regionalität und Fleischreduktion tragen zu dieser Qualität bei – auf kulinarisch köstliche Art und Weise.“
Übrigens: Die Stiftsküche St. Paul bietet auch Catering für Hochzeiten und andere Anlässe an.
Wissenswert
Die „Gesunde Küche“ ist eine Initiative des Landes Kärnten. Die Auswahl von frischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln zählt ebenso zu den Kriterien der „Gesunden Küche“ wie das Angebot von Vollkornprodukten, Fisch, Hülsenfrüchten und vegetarischen Speisen. Bei der Zubereitung wird auf die richtige Auswahl von hochwertigen Fetten und Ölen sowie auf eine sparsame Verwendung von Zucker geachtet. Eine Kooperation mit dem „Genussland Kärnten“ ermöglicht die optimale Versorgung der „Gesunden Küche“-Betriebe mit regionalen Produkten und Erzeugnissen von heimischen Produzenten. Verpflegungsbetriebe können sich online anmelden.
- Stiftsküche St. Paul: Leiterin Helene Brudermann-Schober, Andrea Gallant und Gabriela Hinteregger (von links)
- Gabriela Hinteregger, Andrea Gallant und Helene Brudermann-Schober (von links)
- Pater Marian Kollmann, Gabriela Hinteregger, Andrea Gallant und Küchenleiterin Helene Brudermann-Schober (von links)

