Wegen Energiepreise

Arbeits­plät­ze: Kärnt­ner Wirt­schaft schlägt Alarm!

Die Betriebe stehen mit dem Rücken an der Wand: Die explodierenden Energiepreise werden Arbeitsplätze kosten, warnen Wirtschaftskammer Kärnten und Industriellenvereinigung Kärnten.

Arbeits­plät­ze: Kärnt­ner Wirt­schaft schlägt Alarm! Die durch ein Versagen der Energiemärkte hervorgerufene Explosion der Preise bei praktisch allen Energieträgern bringt immer mehr Betriebe in ernsthafte wirtschaftliche Probleme

© Pixabay/neelam279

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Wirt­schafts­kam­mer und Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung Kärn­ten, die in engem Kon­takt mit Unter­neh­men sind, schla­gen in einer gemein­sa­men Aus­sendung Alarm. „Die durch ein Ver­sa­gen der Ener­gie­märk­te her­vor­ge­ru­fe­ne Explo­si­on der Prei­se bei prak­tisch allen Ener­gie­trä­gern bringt immer mehr Betrie­be in ernst­haf­te wirt­schaft­li­che Pro­ble­me, die sich spä­tes­tens nach dem Jah­res­wech­sel auch mas­siv auf dem Arbeits­markt aus­wir­ken wer­den, wenn nicht gegen­ge­steu­ert wird.“

Inter­na­tio­nal kon­kur­renz­fä­hig blei­ben

Egal wel­che Bran­che der Wirt­schaft, egal wie hoch der Mit­ar­bei­ter­stand ist – über­all bekla­gen Unter­neh­men die glei­chen Sor­gen in der aktu­el­len Situa­ti­on. Nicht sel­ten zehnfach höhe­re Ener­gie­kos­ten, die vie­le Betrie­be regel­recht aus dem Markt kata­pul­tie­ren. Suk­zes­si­ve lau­fen alte „güns­ti­ge“ Ener­gie­lie­fer­ver­trä­ge aus, wodurch die Preis­er­hö­hun­gen in der gesam­ten Wirt­schaft ankom­men. Im Inland sinkt die Nach­fra­ge, weil auch die Haus­hal­te immer mehr unter der Infla­ti­on lei­den, im Export muss man auf dem inter­na­tio­na­len Par­kett mit Unter­neh­men kon­kur­rie­ren, für die es kei­ne Ener­gie­preis­er­hö­hun­gen gibt. „Rund die Hälf­te der Kärnt­ner Arbeits­plät­ze hängt aber am Export“, stel­len Wirt­schafts­kam­mer und Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung klar.

 

Die For­de­run­gen der Kärnt­ner Wirt­schaft

  • Rasche Ent­kop­pe­lung des Gas- und Strom­prei­ses durch tem­po­rä­ren Aus­gleich beim Gas­preis (Extre­me-Peak-Modell) und Begren­zung des Strom­prei­ses (Strom­preis-Cap). Beim Extre­me-Peak-Modell geht es im Wesent­li­chen dar­um, Extrem­spit­zen beim Gas­preis aus­zu­glei­chen, also ab einer gewis­sen Gren­ze staat­lich zu sub­ven­tio­nie­ren, um rasch für Ent­las­tung zu sor­gen und Pla­nungs­si­cher­heit her­zu­stel­len. Der Strom­preis-Cap soll über einen EU-weit akkor­dier­ten staat­li­chen Ein­griff den Strom­preis begren­zen und damit vom Gas­preis ent­kop­peln. Eben­falls EU-weit soll auf Basis der bestehen­den „Merit Order“ ein Höchst­preis für Strom durch­ge­setzt wer­den, etwa indem der Gas­ver­brauch für Kraft­wer­ke staat­lich gestützt wird.
  • Liqui­di­täts­stär­ken­de Maß­nah­men: Die von der Bun­des­re­gie­rung im Rah­men des soge­nann­ten Ener­gie­kos­ten-Zuschus­ses vor­ge­se­he­nen Mit­tel müs­sen drin­gend auf 2,5 Mil­li­ar­den Euro aus­ge­wei­tet wer­den. Zusätz­lich braucht es staat­li­che Garan­tien zur Absi­che­rung von Betriebs­mit­tel­kre­di­ten sowie die Ein­füh­rung eines Ver­lust­rück­trags, der sich bereits in der Pan­de­mie bewährt hat. Eben­so gefor­dert ist eine sofor­ti­ge Rück­nah­me des „CO2-Prei­ses“, der vor­läu­fig auf null Euro gestellt wer­den soll. Bei der­art hohen Ener­gie­prei­sen sind kei­ne Len­kungs­ef­fek­te im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes nötig.
  • EU-Bei­hil­fen­recht anpas­sen: Ange­sichts der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on der Unter­neh­men sol­len Aus­gleichs­maß­nah­men im not­wen­di­gen Umfang sowohl beim Ener­gie­kos­ten-Zuschuss als auch bei der Strom­preis-Kom­pen­sa­ti­on (für alle betrof­fe­nen Sek­to­ren) ermög­licht wer­den.
28.09.2022 08:06
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Arbeits­plät­ze: Kärnt­ner Wirt­schaft schlägt Alarm! Die durch ein Versagen der Energiemärkte hervorgerufene Explosion der Preise bei praktisch allen Energieträgern bringt immer mehr Betriebe in ernsthafte wirtschaftliche Probleme

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