Voranschlag 2024

Trotz Bud­get-Leck: Stadt Kla­gen­furt inves­tiert 46 Mil­lio­nen

Am Freitag (12. Jänner 2024) präsentierten Bürgermeister Christian Scheider und Finanzreferent Vizebürgermeister Philipp Liesnig erste Zahlen zum Voranschlag 2024. Außer Frage steht der Bau des Hallenbades und viele weitere Zukunftsinvestitionen.

Klagenfurt Die Ausgangssituation zur Budgeterstellung stellte sich denkbar ungünstig dar.

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Die Aus­gangs­si­tua­ti­on zur Bud­get­er­stel­lung stell­te sich denk­bar ungüns­tig dar. Stei­gen­de Zah­lun­gen an das Land Kärn­ten, höhe­re infla­ti­ons­be­ding­te Belas­tun­gen und eine sto­cken­de Wirt­schafts­ent­wick­lung bil­de­ten die Aus­gangs­la­ge. Es folg­ten inten­si­ve Ver­hand­lun­gen in alle Rich­tun­gen, um ein Bud­get für die Lan­des­haupt­stadt zu erstel­len.

Hal­len­bad-Kon­zept steht wei­ter­hin

Nun liegt das Zah­len­werk am Tisch: Schwer­punkt sind wei­ter­hin Inves­ti­tio­nen in wich­ti­ge Infra­struk­tur­ein­rich­tun­gen zum Wohl der Kla­gen­fur­ter Bevöl­ke­rung. Rund 46 Mil­lio­nen Euro sind dafür allei­ne im Vor­anschlag 2024 vor­ge­se­hen. Dazu zählt das Fest­hal­ten am Neu­bau des Hal­len­ba­des eben­so, wie der Aus­bau des Hoch­was­ser­schut­zes, die Sanie­rung des Bil­dungs­cam­pus St. Peter, der Volks­schu­le Spi­tal­berg, die Neu­errich­tung der Bahn­un­ter­füh­rung Waid­manns­dorf, Reno­vie­run­gen von Kin­der­ta­ges­stät­ten, der Aus­bau des Rad­we­ge­net­zes, die Erwei­te­rung des Lake­si­de Parks, zahl­rei­che Stra­ßen­sa­nie­run­gen und Maß­nah­men zum Neu­bau der Klär­an­la­ge.

Drei Kos­ten­fak­to­ren: Per­so­nal, Öffis, Land

Im Vor­anschlag der Lan­des­haupt­stadt sind es neben den infla­ti­ons­be­ding­ten Stei­ge­run­gen vor allem drei Fak­to­ren, die beson­ders belas­tend wir­ken. Gemäß Vor­ga­be der Lohn­ver­hand­lun­gen im Öffent­li­chen Dienst stei­gen die Per­so­nal­kos­ten von 111,2 Mil­lio­nen Euro auf 120,2 Mil­lio­nen Euro. Wei­ters wir­ken sich höhe­re Zah­lun­gen an das Land Kärn­ten beson­ders belas­tend aus. Die­se stei­gen um wei­te­re 14 Mil­lio­nen Euro und belau­fen sich mitt­ler­wei­le auf ins­ge­samt 107,3 Mil­lio­nen Euro. Auch die Kos­ten für den Öffent­li­chen Ver­kehr stei­gen um wei­te­re 5,2 Mil­lio­nen Euro auf ins­ge­samt 19,3 Mil­lio­nen Euro. Die Gesamt­sum­me an Aus­zah­lun­gen der ope­ra­ti­ven Geba­rung im Gesamt­haus­halt der Stadt lie­gen somit bei 380,4 Mil­lio­nen Euro (Vor­anschlag 2023: 334,1 Mil­lio­nen Euro). Dem gegen­über ste­hen Erträ­ge in der Höhe von 374,3 Mil­lio­nen Euro (Vor­anschlag 2023: 349,6 Mil­lio­nen Euro). Als Sal­do ergibt sich somit im Gesamt­haus­halt der Stadt ein Ergeb­nis von ‑6,1 Mil­lio­nen Euro.

Trans­fer­zah­lun­gen ans Land machen Pro­ble­me

Vize­bür­ger­meis­ter Lies­nig erläu­tert zum Bud­get: „Die­ser Bud­get­ent­wurf ist aus mei­ner Sicht mit Herz und Hirn erstellt. Uns war es bei der Erstel­lung wich­tig, dass trotz schwie­ri­ger Aus­gangs­la­ge und Spar­wil­len noch genü­gend Platz bleibt, um bedürf­ti­gen Men­schen zu hel­fen und die­se nicht allei­ne zu las­sen. Berei­che wie sozia­le Unter­stüt­zun­gen, Hoch­was­ser­schutz und auch Inves­ti­tio­nen haben daher auch wei­ter­hin einen wich­ti­gen Stel­len­wert im Bud­get.“
Für Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der sind vor allem die gestie­ge­nen Trans­fer­zah­lun­gen an das Land ein mas­si­ves Pro­blem. „Gemein­sam mit dem Städ­te und dem Gemein­de­bund konn­ten zwar bereits ers­te Erfol­ge erzielt wer­den, aber hier muss noch inten­siv wei­ter­ver­han­delt wer­den. Es kann nicht sein, dass der Groß­teil der Kärnt­ner Gemein­den ins Minus rutscht, nur weil die Trans­fer­zah­lun­gen der­art belas­tend wer­den. Als Lan­des­haupt­stadt haben wir zusätz­lich Auf­ga­ben zu erfül­len, die dem gan­zen Land zu Gute kom­men. Man den­ke hier nur an den öffent­li­chen Nah­ver­kehr. Zwei Drit­tel der Fahr­gäs­te in ganz Kärn­ten wer­den bei­spiels­wei­se durch die Bus­se der Stadt trans­por­tiert. Das muss auch ent­spre­chend abge­gol­ten wer­den“,
so Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der.

Inter­ner Reform­pro­zess not­wen­dig

Schei­der und Lies­nig ver­wei­sen aber auch gemein­sam dar­auf, dass drin­gend und mit
Hoch­druck am inter­nen Reform­pro­zess wei­ter­ge­ar­bei­tet wer­den muss. Eini­ge The­men befin­den sich bereits in kon­kre­ter Umset­zung. Beim Eigen­be­trieb Kla­gen­furt Woh­nen gibt es eine neue Geschäfts­füh­rung, die als ers­te Auf­ga­be einen umfang­rei­chen Reform­ka­ta­log zu erstel­len hat. Auch an der Errich­tung einer Kla­gen­furt Hol­ding wird wei­ter­ge­ar­bei­tet, sodass ehest­mög­lich Syn­er­gie­ef­fek­te unter den ein­zel­nen Betei­li­gungs­un­ter­neh­men der Stadt bes­ser genutzt wer­den kön­nen. Auch an der Ver­bes­se­rung inter­ner Pro­zess­ab­läu­fe besteht viel Hand­lungs­be­darf.
„Zu den inter­nen Refor­men gibt es kei­ne Alter­na­ti­ve“, beto­nen der Bür­ger­meis­ter
und der Vize­bür­ger­meis­ter uni­so­no. Das Vor­anschlag 2024 wird am 30. Jän­ner 2024 dem Gemein­de­rat zur Beschluss­fas­sung vor­ge­legt

12.01.2024 16:00
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Klagenfurt Die Ausgangssituation zur Budgeterstellung stellte sich denkbar ungünstig dar.

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