Kärntner Sparkasse

Ers­ter Kärnt­ner Bio­di­ver­si­täts-Preis ver­ge­ben

Durch nachhaltige und umweltbewusste Projekte sollen neue Wege und Lösungsansätze zur Erhaltung der Artenvielfalt unterstützt werden. „Die Goldene Apis“, eine Initiative der Privatstiftung Kärntner Sparkasse zum Natur- und Artenschutz, holt Initiativen vor den Vorhang.

Ers­ter Kärnt­ner Bio­di­ver­si­täts-Preis ver­ge­ben Kärntner Sparkasse-Vorstandssprecher Siegfried Huber, Sparkasse-Präsidentin Gabriele Semmelrock-Werzer und Johann Schönegger (Vorstand Privatstiftung Kärntner Sparkasse) überreichten die „Goldene Apis“ an die erstplatzierten Preisträger Verein INIZIA, Villach #grenzenlosgrün und FH-Kärnten-SIENA.

© Simone Attisani

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Bei der Pre­mie­re des Bio­di­ver­si­täts-Wett­be­wer­bes der Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se reich­ten 90 Initia­ti­ven aus Kärn­ten ihre Pro­jek­te ein. In drei Kate­go­rien wur­den die Gewin­ner durch eine Jury ermit­telt. Ins­ge­samt wur­de „Die Gol­de­ne Apis“ mit Preis­gel­dern von 57.000 Euro dotiert.

Ver­ein INIZIA

Apis-Gewin­ner in der Kate­go­rie Ver­ei­ne, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und Koope­ra­ti­ons­pro­jek­te ist der Ver­ein INIZIA mit dem Pro­jekt „Senal — Smart Environment/Natura 2000 Living Lab“, in dem Bio­di­ver­si­täts­mo­ni­to­ring, Bil­dungs­ar­beit, Citi­zen Sci­ence und Hoch­tech­no­lo­gie ver­bun­den wer­den. Der Lake­si­de Park ist einer der Pro­jekt­trä­ger, als Koor­di­na­to­ren zeich­nen Peter und Rolf Holub ver­ant­wort­lich. Im Natu­ra 2000-Gebiet Lend­spitz-Mai­er­nigg wer­den der Ist-Zustand und die Ent­wick­lung der Bio­di­ver­si­tät mit Daten­er­he­bungs­me­tho­den für die Zukunft des Schutz­ge­bie­tes erho­ben. Zudem wer­den Pro­to­ty­pen von neu­em, tech­ni­schen Equip­ment ent­wi­ckelt. Für Jugend­li­che und Fami­li­en gibt es Kur­se, um Men­schen in die Natur­be­ob­ach­tung und Daten­er­he­bung ein­zu­bin­den. Dadurch soll die Bewusst­seins­bil­dung in der Öffent­lich­keit gestärkt und Kla­gen­furt auf dem Weg zu einer „Smart City“ unter­stützt wer­den. Ergeb­nis­se lie­fert das Pro­jekt schon jetzt: So wur­den Tier- und Amphi­bi­en­ar­ten neu nach­ge­wie­sen, wie die Ent­de­ckung der neu­en Fle­der­maus­art „Step­pen-Bart­fle­der­maus“ und stark gefähr­de­ter Fle­der­maus­ar­ten. Die­se Lebe­we­sen benö­ti­gen geziel­te Maß­nah­men durch Umge­stal­tung von arten­ar­men Fett­wie­sen zu arten­rei­chen Mager­wie­sen. Das för­dert auch den Erhalt einer Viel­zahl sel­te­ner Amphi­bi­en­ar­ten, Schmet­ter­lin­gen und Libel­len­ar­ten durch geeig­ne­te Was­ser­flä­chen.

Stadt Vil­lach #gren­zen­los­grün

Apis-Gewin­ner in der Kate­go­rie „Gemein­den und land­wirt­schaft­li­che Betrie­be“ ist die Stadt Vil­lach. Die Lebens- und Stand­ort­qua­li­tät in Vil­lach soll erhal­ten und aus­ge­baut wer­den. Ursu­la Lack­ner beschreibt im Namen des Teams „Pro­jekt Vil­lach #gren­zen­los­grün“ die Ziel­set­zun­gen bis zur kon­kre­ten Umset­zung. Vom Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept über Bio­di­ver­si­täts­richt­li­ni­en bis zu einem „Grün­buch“ gibt es eine Viel­zahl von Maß­nah­men zur Erhal­tung des Natur­schut­zes. Leucht­turm­pro­jek­te sind der Natur­park Dobratsch, „Grü­ne Ecken“, die Agri-PV-Anla­ge Zau­chen sowie der Ver­ein „Natur­er­be Vil­lach“. Kli­ma­wan­del­an­pas­sung und durch­gän­gi­ges, ver­netz­tes Grün in dicht ver­bau­ten und ver­sie­gel­ten Gebie­ten besitzt eine hohe Rele­vanz. Des­halb soll vom Haupt­bahn­hof bis zum Stadt­park die „Grü­ne Ach­se“ errich­tet wer­den, um nach dem „Schwam­merl­stadt-Prin­zip“ die Pflan­zung von Bäu­men zu ermög­li­chen. Das Pro­jekt zeich­net sich durch eine hohe Über­trag­bar­keit auf ande­re Städ­te und Gemein­den aus.

FH-Kärn­ten For­schungs­grup­pe SIENA

Apis-Gewin­ner in der Kate­go­rie „Fir­men und For­scher­teams“ ist die FH-Kärn­ten mit dem For­schungs­pro­jekt „KI-BIRD“ unter FH-Prof. Ger­not Pau­lus. Durch die auto­ma­ti­sche Erken­nung mit hoch­auf­ge­lös­ten Bil­dern durch Luft­fahr­sys­te­me und dem Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) kann die Popu­la­ti­on von Was­ser­vö­geln und Wild­tie­ren sowie die Kar­tie­rung der Bio­di­ver­si­tät von Lebens­räu­men für den Natur­schutz erfol­gen. Meh­re­re UAS-Ein­sät­ze am Blei­stät­ter Moor am Ossia­cher­see und in Brenn­dorf im Bezirk Völ­ker­markt wur­den zeit­syn­chron mit einer klas­si­schen boden­ge­stütz­ten Was­ser­vo­gel­kar­tie­rung durch­ge­führt. Die Vali­die­rungs­er­geb­nis­se zeig­ten eine viel­ver­spre­chen­de Leis­tung mit einer Klas­si­fi­zie­rungs­ge­nau­ig­keit von bis zu 83 Pro­zent auf Arten­ebe­ne. Ein räum­li­ches Pro­jek­ti­ons­mo­dell für die Dar­stel­lung der Ergeb­nis­se der durch KI detek­tier­ten ein­zel­nen Was­ser­vo­gel-Indi­vi­du­en in Kar­ten­form zeigt die räum­li­che Ver­tei­lung der Was­ser­vö­gel im Pro­jekt­ge­biet. Der vor­ge­schla­ge­ne digi­ta­le Rah­men für die auto­ma­ti­sche Erken­nung von Was­ser­vö­geln lie­fert viel­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se für die Stan­dar­di­sie­rung und ein neu­es Para­dig­ma für die Zäh­lung von Was­ser­vö­geln, um die tra­di­tio­nel­le Feld­kar­tie­rung zu unter­stüt­zen und zu erwei­tern.

Wis­sens­wert

Durch eine Viel­zahl von För­de­run­gen nimmt die Kärnt­ner Spar­kas­se ihre gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung wahr — und das Jahr für Jahr. Die Stra­te­gie der För­de­run­gen ist es, den Wirt­schafts­raum Kärn­ten lang­fris­tig zu stär­ken und posi­tiv zu gestal­ten. Vor­den­ken und zurück­ge­ben: So sol­len die Spar­kas­sen-För­de­run­gen auch als Hebel für die Rea­li­sie­rung von Zukunfts­pro­jek­ten wir­ken. Zur Erhal­tung des Lebens­rau­mes ist der Schutz der Arten­viel­falt von Tie­ren und Pflan­zen von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Daher unter­stützt die Kärnt­ner Spar­kas­se vie­le Initia­ti­ven für die Erhal­tung der Bio­di­ver­si­tät.

15.06.2024 17:00 - Update am: 15.06.2024 17:02
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Ers­ter Kärnt­ner Bio­di­ver­si­täts-Preis ver­ge­ben Kärntner Sparkasse-Vorstandssprecher Siegfried Huber, Sparkasse-Präsidentin Gabriele Semmelrock-Werzer und Johann Schönegger (Vorstand Privatstiftung Kärntner Sparkasse) überreichten die „Goldene Apis“ an die erstplatzierten Preisträger Verein INIZIA, Villach #grenzenlosgrün und FH-Kärnten-SIENA.

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