Debatte

LK Kärn­ten warnt vor „Sündenbock“-Debatte bei PFAS

Die Landwirtschaftskammer Kärnten weist die Kritik von Olga Voglauer am PFAS-Einsatz in der Landwirtschaft zurück und fordert eine sachliche Debatte statt pauschaler Schuldzuweisungen.

LK Kärn­ten warnt vor „Sündenbock“-Debatte bei PFAS LK-Präsident Siegfried Huber kritisiert die PFAS-Debatte rund um die Landwirtschaft und fordert, Bauern nicht pauschal zum Sündenbock zu machen.

© Foto: LK

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Die Land­wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten wehrt sich gegen Kri­tik am Ein­satz von Pflan­zen­schutz­mit­teln und PFAS in der Land­wirt­schaft. LK-Prä­si­dent Sieg­fried Huber wirft der Grü­nen-Poli­ti­ke­rin Olga Vog­lau­er vor, die Bau­ern in der aktu­el­len Debat­te zu Unrecht in den Mit­tel­punkt zu rücken.

Kri­tik an Vog­lau­er

„Die Bäue­rin­nen und Bau­ern ste­hen ange­sichts von Dür­re, Wet­ter­ex­tre­men und mas­si­vem wirt­schaft­li­chem Druck ohne­hin mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Huber. Die Land­wirt­schaft dabei zum „Schwar­zen Peter“ zu machen, sei aus sei­ner Sicht nicht gerecht­fer­tigt.

Die Land­wirt­schafts­kam­mer ver­weist dabei unter Beru­fung auf die Euro­päi­sche Che­mi­ka­li­en­agen­tur ECHA dar­auf, dass nur rund zwei Pro­zent der in unter­schied­li­chen Lebens­be­rei­chen vor­kom­men­den PFAS-Che­mi­ka­li­en Pflan­zen­schutz­mit­teln zuzu­rech­nen sei­en.

Huber betont zudem, dass mehr als drei Vier­tel der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­che Kärn­tens laut Land­wirt­schafts­kam­mer über­haupt nicht mit Pflan­zen­schutz­mit­teln behan­delt wür­den. Betrie­be, die sol­che Mit­tel ein­set­zen, müss­ten stren­ge gesetz­li­che Vor­ga­ben erfül­len und ent­spre­chen­de Sach­kun­de nach­wei­sen.

Indus­trie gefor­dert

Der LK-Prä­si­dent ortet hin­ter den Aus­sa­gen Vog­lau­ers bereits einen Vor­bo­ten des Land­wirt­schafts­kam­mer-Wahl­kampfs. Eine per­sön­li­che Pro­fi­lie­rung „auf dem Rücken der Bäue­rin­nen und Bau­ern“ leh­ne er ab.

Bei der Lösung der PFAS-Pro­ble­ma­tik sieht Huber vor allem die che­mi­sche Indus­trie in der Ver­ant­wor­tung. Sie müs­se siche­re Alter­na­ti­ven ent­wi­ckeln und auf den Markt brin­gen. Der Land­wirt­schaft die Haupt­ver­ant­wor­tung zuzu­schie­ben, bezeich­net er als „bil­li­gen Popu­lis­mus“.

PFAS umfas­sen eine Grup­pe von meh­re­ren tau­send lang­le­bi­gen Che­mi­ka­li­en. Sie kom­men unter ande­rem in was­ser- und fett­ab­wei­sen­den Mate­ria­li­en, Elek­tro­nik, Fahr­zeu­gen, Arz­nei­mit­teln, Kos­me­ti­ka sowie teil­wei­se auch in Pflan­zen­schutz­mit­teln zum Ein­satz.

25.08.2026 12:57 - Update am: 25.08.2026 13:02
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LK Kärn­ten warnt vor „Sündenbock“-Debatte bei PFAS LK-Präsident Siegfried Huber kritisiert die PFAS-Debatte rund um die Landwirtschaft und fordert, Bauern nicht pauschal zum Sündenbock zu machen.

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