Pflegefamilien in Kärnten

Kin­dern Halt und Per­spek­ti­ven geben

Bei der Pflegeeltern-Herbsttagung in Cap Wörth stand die schulische Förderung von Pflegekindern im Mittelpunkt. 115 Pflegeeltern tauschten sich über Unterstützungsmöglichkeiten und Herausforderungen im Alltag aus. Das Land Kärnten sucht weiterhin Menschen, die Kindern ein sicheres Zuhause bieten möchten.

Kin­dern Halt und Per­spek­ti­ven gebenBei der Pflegeeltern-Herbsttagung in Cap Wörth standen die schulische Förderung von Pflegekindern und der Austausch zwischen Pflegefamilien und Fachleuten im Mittelpunkt.

© Foto: Klick Symbolfoto

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Ein siche­res Zuhau­se, Gebor­gen­heit und ver­läss­li­che Bezugs­per­so­nen sind wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen für eine posi­ti­ve Ent­wick­lung von Kin­dern. Wenn ein Auf­wach­sen bei den leib­li­chen Eltern nicht mög­lich ist, über­neh­men Pfle­ge­fa­mi­li­en eine bedeu­ten­de Auf­ga­be. Sie beglei­ten Kin­der durch schwie­ri­ge Lebens­pha­sen und eröff­nen ihnen neue Per­spek­ti­ven.

Wie Pfle­ge­kin­der auch im schu­li­schen All­tag best­mög­lich unter­stützt wer­den kön­nen, war am Sams­tag, dem 7. Novem­ber, das zen­tra­le The­ma der Pfle­ge­el­tern-Herbst­ta­gung in Cap Wörth am Wör­ther­see. Ins­ge­samt nah­men 115 Pfle­ge­el­tern und 56 Kin­der an der Ver­an­stal­tung teil.

Schu­li­sche För­de­rung im Mit­tel­punkt

Pfle­ge­kin­der brin­gen unter­schied­li­che Erfah­run­gen und Bedürf­nis­se mit. Umso wich­ti­ger ist eine indi­vi­du­el­le Beglei­tung, die sowohl das fami­liä­re Umfeld als auch den Schul­all­tag berück­sich­tigt.

Dag­mar Zöh­rer von der Bil­dungs­di­rek­ti­on Kärn­ten infor­mier­te über bestehen­de För­der- und Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten im Kärnt­ner Pflicht­schul­be­reich. Dabei ging es ins­be­son­de­re dar­um, wie Kin­der mit unter­schied­li­chen Lern­vor­aus­set­zun­gen gezielt unter­stützt und ihre per­sön­li­chen Stär­ken geför­dert wer­den kön­nen.

In anschlie­ßen­den Work­shops beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer mit schu­li­schen För­der­an­ge­bo­ten, Her­aus­for­de­run­gen im Fami­li­en­all­tag und den beson­de­ren Anfor­de­run­gen der Ver­wandt­schafts­pfle­ge. Auch der per­sön­li­che Erfah­rungs­aus­tausch spiel­te eine wich­ti­ge Rol­le.

Zusam­men­ar­beit soll Kin­der stär­ken

Kin­der- und Jugend­hil­fe­re­fe­rent Lan­des­rat Peter Reich­mann beton­te bei der Eröff­nung die Bedeu­tung einer engen Zusam­men­ar­beit zwi­schen Pfle­ge­fa­mi­li­en, Schu­len und Kin­der- und Jugend­hil­fe.

„Nicht jedes Kind star­tet mit den glei­chen Vor­aus­set­zun­gen ins Leben. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir genau hin­schau­en und dort hel­fen, wo Unter­stüt­zung gebraucht wird. Kein Kind darf auf sei­nem Bil­dungs­weg zurück­ge­las­sen wer­den“, erklär­te Reich­mann.

Ent­schei­dend sei, Kin­der nicht aus­schließ­lich anhand ihrer schu­li­schen Leis­tun­gen zu beur­tei­len, son­dern ihre gesam­te Lebens­si­tua­ti­on zu berück­sich­ti­gen.

Kärn­ten sucht wei­te­re Pfle­ge­fa­mi­li­en

Neben der fach­li­chen Wei­ter­bil­dung mach­te die Herbst­ta­gung auch auf den anhal­ten­den Bedarf an Pfle­ge­fa­mi­li­en auf­merk­sam. Gesucht wer­den Men­schen, die bereit sind, Kin­dern, die vor­über­ge­hend oder dau­er­haft nicht bei ihren leib­li­chen Eltern leben kön­nen, ein sta­bi­les und lie­be­vol­les Umfeld zu bie­ten.

„Jedes zusätz­li­che Zuhau­se kann für ein Kind einen gro­ßen Unter­schied machen“, appel­lier­te Reich­mann.

Wer sich vor­stel­len kann, ein Pfle­ge­kind auf­zu­neh­men, erhält Infor­ma­tio­nen bei der zustän­di­gen Fach­ab­tei­lung Bil­dung und Kin­der­schutz des Lan­des Kärn­ten unter der Tele­fon­num­mer 050 536 16465.

07.11.2026 13:45
Anzeige
Kin­dern Halt und Per­spek­ti­ven gebenBei der Pflegeeltern-Herbsttagung in Cap Wörth standen die schulische Förderung von Pflegekindern und der Austausch zwischen Pflegefamilien und Fachleuten im Mittelpunkt.

© Foto: Klick Symbolfoto