Gewerkschaft
Lichtermeer für faire Gehaltserhöhung
Vor dem ÖGB-Haus in Klagenfurt machten die Gewerkschaften GPA und „vida“ auf die Forderungen nach einer fairen Gehaltserhöhung und verbesserten Rahmenbedingungen im privaten Gesundheits- und Sozialbereich aufmerksam.
Bereits am 19. September 2022 überreichten die Gewerkschaften GPA und „vida“ dem Arbeitgeberverband „Sozialwirtschaft Österreich“ ihr Forderungsprogramm für die Kollektivvertragsverhandlungen im Sinne der rund 130.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. In Kärnten sind rund 5.500 Beschäftigte betroffen.
Einkommensplus von 15 Prozent gefordert
Während die Gewerkschaften ein Einkommensplus von 15 Prozent fordern, stellen die Arbeitgeber lediglich die Abgeltung der Inflationsrate außer Streit. Mit einem Lichtermeer vor dem ÖGB-Haus in Klagenfurt machten die Gewerkschaften GPA und „vida Kärnten“ auf die Forderungen nach einer fairen Gehaltserhöhung und verbesserten Rahmenbedingungen im privaten Gesundheits- und Sozialbereich aufmerksam.
Entsprechende Wertschätzung
„Die außerordentliche Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Gesundheitsbereich muss eine entsprechende Wertschätzung erfahren“, stellt Ursula Heitzer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft „vida“ in Kärnten, klar. Auch Jutta Brandhuber, Geschäftsführerin der Gewerkschaft GPA Kärnten, betont: „Mit unserer Forderung nach einem Einkommensplus von 15 Prozent, mindestens aber 350 Euro, sollen vor allem jene Beschäftigte berücksichtigt werden, die ein geringes Einkommen haben. Denn sie sind es, die von der hohen Inflation besonders betroffen sind.“

Nächste Verhandlungsrunde am 16. November 2022
Valid Hanuna, Betriebsratsvorsitzender der AVS (Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens), sitzt für die Arbeitnehmer im Verhandlungsteam. „Die Arbeit an den Menschen ist zwar Herzenssache, braucht aber Zeit, Geld und gute Rahmenbedingungen. Dafür kämpfen wir“, versichert Hanuna. Am 16. November 2022 werden die Kollektivvertragsverhandlungen fortgesetzt. „Sollte es dann erneut zu keiner Einigung kommen, sind weitere spürbare gewerkschaftliche Maßnahmen nicht ausgeschlossen“, erklärt Hanuna.
