Martin Weiß

Der Kärnt­ner „Mas­ken­kö­nig“

Wenn sich Krampus- und Perchtengruppen auf Maskensuche begeben, landen sie zumeist bei „Mote’s Masken“ in Zweikirchen. Seit 17 Jahren ist dort Martin Weiß selbstständiger Maskenschnitzer.

Der Kärnt­ner „Mas­ken­kö­nig“ Für Martin „Mote“ Weiß ist Schnitzen eine Leidenschaft.

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Nach zwei umsatz­schwa­chen Jah­ren, bedingt durch die Pan­de­mie, geht es in der Mas­ken­pro­duk­ti­on von Mar­tin Weiß (38) wie­der steil auf­wärts. Er ist in der Sze­ne unter sei­nem Spitz­na­men „Mote“ bekannt. Die geschnitz­ten Mas­ken des Glan­ta­lers sind bei Kram­pus- und Perch­ten­grup­pen heiß begehrt. Seit 17 Jah­ren besitzt Mar­tin Weiß das Gewer­be für Bild­haue­rei. Seit­her schnitzt „Mote“ mit sei­nem haupt­be­ruf­li­chen Mit­ar­bei­ter Georg Reb­n­eg­ger jähr­lich bis zu 150 Mas­ken. Er ist der wohl ange­sag­tes­te Mas­ken­schnit­zer und gilt hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand als der „Mas­ken­kö­nig“.

Der Beginn

Mas­ken fas­zi­nie­ren Weiß schon immer. Bereits im Alter von sie­ben Jah­ren begann er mit dem Schnit­zen. „Um eine eige­ne Mas­ke zu kau­fen, hat mir als Kind das Geld gefehlt. So habe ich mir eine eige­ne Mas­ke geschnitzt“, erzählt Weiß. Damit war sein Weg vor­ge­zeich­net. Nach der Pflicht­schu­le absol­vier­te der Zwei­kirch­ner die HTL für Innen­aus­bau, um sich anschlie­ßend zum Holz­bild­hau­er aus­bil­den zu las­sen.

Der Perch­ten­läu­fer

Als Obmann der Hard­eg­ger Perch­ten war es damals logisch, dass die Mas­ken vom „Mote“ geschnitzt wer­den. „Das ist schon wie­der län­ger her. Mitt­ler­wei­le kon­zen­trie­re ich mich nur noch auf das Schnit­zen der Mas­ken“, sagt Weiß. Nach dem Mot­to „Geht nicht, gibt’s nicht“ geht der Schnit­zer auf die Kun­den­wün­sche ein. Die Pro­dukt­pa­let­te erstreckt sich von Krampus‑, Perch­ten- und Teu­fels­mas­ken in ver­schie­de­nen Sti­len über Zube­hör wie Hör­ner aller Art, Pfer­de­schwän­ze, Stä­be, Schil­der und Tafeln.

Die Uni­ka­te

Geschnitzt wer­den die Mas­ken aus­schließ­lich aus Zir­ben­holz, das der Schnit­zer von einem Lie­fe­ran­ten von der Tur­ra­cher Höhe bezieht. „Das Zir­ben­holz ist weich, lässt sich gut schnit­zen und riecht sehr gut“, berich­tet Weiß. Die Moti­ve für die Mas­ken sind schier uner­schöpf­lich. „Zahl­rei­che Mas­ken­be­stel­ler kom­men bei ihren Wün­schen immer wie­der auf die Brauch­tums­mas­ken aus frü­he­ren Zei­ten zurück. Gefragt sind auch Moti­ve aus Sci­ence-Fic­tion-Fil­men. Ich gehe sehr ger­ne auf die Wün­sche der Kun­den ein. Es ist fast alles mög­lich, auch Kin­der- und Frau­en­mas­ken“, ver­spricht der Schnit­zer. Sei­ne Mas­ken sind ein­zig­ar­tig und wah­re Uni­ka­te.

Der Welt­markt­füh­rer

Beson­ders furcht­ein­flö­ßend sind die von Weiß her­ge­stell­ten Hör­ner. „Sie wer­den aus Kunst­harz gegos­sen. Echt­hör­ner sind schwer zu bekom­men und auch sehr teu­er. Des­we­gen haben wir eine eige­ne Tech­nik ent­wi­ckelt, um die Hör­ner wirk­lich­keits­ge­treu zu repro­du­zie­ren. Damit sind wir Welt­markt­füh­rer“, betont Weiß.

Die Gemein­de­ar­beit

Weiß ist auch Vize­bür­ger­meis­ter (SPÖ) der Markt­ge­mein­de Lie­ben­fels. Als Hob­bys gibt er Fischen, Wan­dern und die Musik an.

Online-Tipp: www.motes-masken.at

 

12.11.2022 18:50
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Der Kärnt­ner „Mas­ken­kö­nig“ Für Martin „Mote“ Weiß ist Schnitzen eine Leidenschaft.

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