Umweltauszeichnung
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist energiebewusst
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan hat erneut das Audit zur Rezertifizierung nach EMAS, dem „Eco-Management und Audit Scheme“, erfolgreich abgeschlossen. Kernstück des EMAS-Umweltmanagement ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess.
© Barmherzige Brüder
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan ist sich seiner Bedeutung als großer Energieverbraucher bewusst und nimmt seit vielen Jahren seine energiepolitische Verantwortung wahr. Um den Betrieb eines Krankenhauses aufrecht zu halten, ist ein erheblicher energetischer Aufwand notwendig. Der Einsatz für die Umwelt wurde kürzlich mit dem erfolgten Überwachungsaudit zur erneuten EMAS-Rezertifizierung belohnt. Dabei bestätigten die Auditoren und Umweltgutachter das Umweltmanagementsystem und unterzeichneten die aktuelle Umwelterklärung des Krankenhauses.
Krankenhaus informiert über eigenen Energiehaushalt
Das Krankenhaus informiert umfassend über den schonenden Umgang mit Wasser, Energie und anderen natürlichen Ressourcen sowie die Organisation und die Aktivitäten zum Schutz der Umwelt. EMAS steht für „European Eco-Management and Audit Scheme“ und ist ein Managementsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. In diesen werden die Mitarbeiter stetig einbezogen, mit dem Ziel, sich stärker mit dem Umweltschutz im eigenen Unternehmen zu identifizieren.
Spürbar positiver „Spirit des Hauses“
Dabei ist Umweltschutz keine Einzelleistung, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe aller Beschäftigten, beschrieb der Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit und Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt, Michael Steiner, den „Spirit“ des Hauses und argumentierte es auch mit der besonderen Lage inmitten der schönen Natur. „Für eine Zertifizierung wie EMAS müssen wir in regelmäßigen Abständen nachweisen, dass wir die hohen Anforderungen erfüllen. Der Prozess ist eine Team-Leistung des gesamten Hauses. Insbesondere EMAS bescheinigt uns, dass wir nicht nur unseren Willen zum Umweltschutz darstellen, sondern diesen auch vor Ort leben und umsetzen.“

Geballte Teamleistung – nicht nur am Umweltaktionstag
Die Einbeziehung der Mitarbeiter ist für ein erfolgreich umgesetztes EMAS-Umweltmanagementsystem bedeutend. Um alle Mitarbeiter zu erreichen und ihr Umweltbewusstsein zu sensibilisieren, wurde vom Umweltteam erst kürzlich ein „Umweltaktionstag“ und ein „Tag der Sauberkeit“ durchgeführt. Der „Umweltaktionstag“ richtete sich an die Mitarbeiterschaft, Patienten und Besucher des Krankenhauses und sollte Anregungen liefern und Erreichtes vorstellen. Der Umweltaktionstag ist aber nur eine der zahlreichen von Mitarbeitenden geschaffenen Initiativen. „Unsere Mitarbeitenden liefern regelmäßig neue Impulse und Denkansätze“, sagte Steiner stolz.
Verantwortung für die Region
Gemessen an der Zahl der Beschäftigten gehört das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zu den größten Arbeitgebern und Unternehmen im Bezirk und ist damit ein großer Wirtschaftsfaktor. „Wir nehmen auch wahr, dass Bewerber vermehrt Arbeitgeber suchen, die ihnen eine sinnstiftende Arbeit vermitteln. Gerade das können wir als Krankenhaus der Barmherzigen Brüder bieten“, bestätigte der Kaufmännische Direktor des Krankenhauses Manfred Kraßnitzer im Rahmen der Abschlussveranstaltung mit den Auditoren der Qualtiy Austria. Gemeinsam gelebter Umweltschutz Die Kraftanstrengung, die eine EMAS-(Re)-Zertifizierung mit sich bringt, fasste der Kaufmännische Direktor Manfred Kraßnitzer zusammen: „Bei der Umweltprüfung wurden die direkten und indirekten Umweltaspekte ermittelt und bewertet. Auch wurden die Einhaltung rechtlicher Vorschriften, der Energieverbrauch, der Umgang mit Gefahrstoffen und die Realisierung der wiederkehrenden Prüfungen beleuchtet.“
Ökologisch zukunftsfähige Maßnahmen
Vor einigen Jahren setzte das Krankenhaus einen weiteren wichtigen Schritt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz und nahm die erste Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Palliativstation in Betrieb. Die Anlage wurde schrittweise erweitert und verfügt nun über 440 Paneele und eine Modulfläche von rund 700 Quadratmeter umweltfreundlichen Sonnenstrom für das Krankenhaus. Die vorhandenen Dachflächen werden somit optimal genutzt. Mit rund 146.000 Kilowattstunden aus Sonnenenergie, die man künftig über die gesamte Anlage gewinnt, kann das Krankenhaus rund 10 Prozent des Stromverbrauches für wichtige Medizintechnik abdecken. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von etwa 33 Haushalten. Mit der Photovoltaik-Anlage lassen sich pro Jahr rund 27.000 Tonnen CO2-Belastung einsparen. Langfristig arbeitet man an der Sicherstellung einer unabhängigen Energieversorgung für das Krankenhaus.
Die Zukunft im Blick
Die Ziele, die sich das St. Veiter Krankenhaus im Verbund der Barmherzigen Brüder Österreich setzt, sind hoch: Bis 2030 will man im Verbund vollständige CO2-Neutralität erreichen. Das sei machbar, prognostiziert der Abfall- und Umweltbeauftragte Albin Knauder optimistisch. „Eine der großen Stärken des Krankenhauses ist das vorausschauende Denken und Handeln“, erklärte Krankenhaus-Gesamtleiter Michael Steiner. Kommende Entwicklungen vorhersehen sei nicht nur in den Bereichen Medizin, Forschung und Lehre wesentlich, sondern auch bei Fragen rund um das Thema Klima‑, Umwelt‑, Ressourcenschutz sowie Abfalltrennung.